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Ahl Männer Aalglatt
 
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Ahl Männer Aalglatt

BAP Audio CD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (30. Januar 1986)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: EMI (EMI)
  • ASIN: B00000I3C8
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 151.433 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Anhören  5. Breef Ahn Üch Zwei 4:36EUR 0,99
Anhören  6. Bunte Trümmer 4:17EUR 0,99
Anhören  7. Time Is Cash, Time Is Money 5:22EUR 0,99
Anhören  8. Halt Mich Fest 4:56EUR 0,99
Anhören  9. Almanya 5:17EUR 0,99


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ahl Männer, aalglatt 9. April 2007
Von Child in time TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
1986 erschienen, ist die "Aal Männer, aalglatt" ein Wendepunkt in der Karriere von BAP. Produziert wurde das Album vom Queen-Produzenten Mack. Dieser hat der Platte einen sehr guten internationalen Sound verliehen. Die Gitarre vom Major war nie so hart wie hier. Viele Fans der vorherigen Alben mochten diesen `modernen` Sound der Gruppe nicht. Andere wieder, wie ich, finden die Platte herausragend im positiven Sinn.

Ahl Männer, aalglatt: Hier wird direkt die Richtung vorgegeben. Hard Rock mit sehr politischen Texten.

Endlich allein: Wieder Hard Rock, klasse!

Lisa: Eine schöne Ballade.

Globus: Nach einem verhaltenen Beginn, wieder die bratige Gitarre vom Major.

Breef ahn üch zwei: Die 2. schöne Ballade.

Bunte Trümmer: Einer der Höhepunkte, wieder wird richtig gerockt.

Time is chash, time is money: Reagge und richtig lustiger Text.

Halt mich fest: Wieder ruhiger und sehr schön.

Almanya: Wieder harte Riffs und orientalische Klänge, klasse.

Das Album ist insgesamt sehr ernst von den Themen her. Nicht mehr so locker, flockig wie zum Anfang der Karriere von BAP. Das kann man gut oder auch nicht gut finden. Das gleiche gilt für den Sound, aber warum sollen sich die Jungs um Wolfgang Niedecken nicht weiterentwickeln?! 5 Sterne für mein Lieblingsalbum von BAP.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Günther TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Kaum eine Gelegenheit lässt Wolfgang Niedecken aus, und das keineswegs unbegründet, sich für dieses Album zu entschuldigen. Wenn natürlich auch eher indirekt, in Form von Erklärungen und Gewähr von Einblicken in die Entstehungsgeschichte dieses komplett vermurksten sechsten BAP-Albums, bei dem man viel mehr hätte nicht mehr falsch machen können.

Ohne exakt zu wissen wie oft ich diese Platte nun schon gehört habe, um ihr doch noch eine Chance zu geben, und sicherlich war es seltener als alle anderen Alben von BAP, war es dennoch oft genug, als das mir irgendetwas gelungenes hätte entgehen können. Gelungenes gab es durchaus, nicht viel, aber es währe unfair dies nicht herauszuheben.

Zum einen das Cover, was bei der Vinyl-Ausgabe, nicht nur der Größe wegen, noch besser zur Geltung kommt. Auf der Foto-Konstruktion sieht man die Band so wie man sie anno 1986 kannte vor einem Spiegel in einem Friseur-Salon sitzen. Im Spiegel allerdings sitzen aalglatte Business-Yuppies. Das Klapp-Cover der LP ist ausgestanzt, klappt man es auf, sitzen die Geleckten auch vor dem Spiegel.
Ich mag solche Spielereien, die Optik und Haptik machen ein Album begreifbarer, weil bewusster erlebbar, auch wenn die (ausschließlich) mp3-Hörer das wohl nie kapieren, dass ein Album mehr ist, als Datenbrei der unsichtbar in der Virtualität umherdümpelt.

Gelungenen ist außerdem die Substanz der neun Lieder (ungeachtet der Bonus-CD) des Albums. Wenn man sich intensiv durch dieses talentlos anmutende, pseudo-modern klingende, teilweise disharmonische Geklapper und Gequieke hindurchhört und all die nervigen Missgeschicke und Unnötigkeiten versucht auszublenden und zu überhören, wird klar, in den Kompositionen und den Texten hat die Katastrophe dieses Albums nicht ihre Wurzeln. Die Substanz ist gut und hätte bei richtiger Umsetzung ein solides Album abgegeben. Auch da, wohl nicht das beste der BAP-Historie, aber ein Vier-Sterne-Album hätte es werden können.

Im Grunde kann man nur "Time is cash, time is money" als so gewollt stehen lassen. Vermutlich nicht zuletzt, weil der Song für BAP damals ohnehin völlig untypisch war und hier die Arrangement-Experimente tatsächlich passten. Eine Reggae-Satire auf Pauschal-Touristen, die die Trostlosigkeit ihres Alltags-Graus im Jahres-Urlaub auf brutalste Weise und zum Fremdschämen für Beobachter kurieren oder es zu mindest verzweifelt versuchen. Der Song geht in Ordnung.

Der komplette "Rest" des Albums ist absolut unerklärlich! Waren damals im Studio alle mit Taubheit geschlagen? Oder litten an Geschmacks-Lähmung? Oder wollten einfach mal ein potentiell gutes Album mit Volldampf vor die Wand fahren?
Der Produzent des Albums (und nur dieses einen BAP Albums!) war kein geringerer als The Mack, der für u.a. Queen Alben wie "A kind of magic" "The game" oder "Hot space" produzierte. Ein guter Produzent aber, zu denen scheint Reinhold Mack trotz der Welterfolge dennoch nicht zu gehören, hört die Stärken der Kapelle und richtet alles darauf aus, betont diese Stärken, läßt unpassendes weg.

BAP sind nicht Queen und Wolfgang Niedecken ist (den Göttern des Rock sei Dank) nicht Freddy Mercury!
Selbst wenn man, wie ich, mit dem Pop-Hardrock oder Synthie-Metall von Queen der Achtziger nichts anzufangen weiß, hört man doch, dass das perfekt durchdachte Musik ist - das passt alles. Die jaulenden Gitarren, das fröhlichen Synthie-Geplänkel, das druckvoll wummernde Plastik-Schlagzeug, all das passt zum Stil von Queen, den Hymnenhaften Liedern und der schneidend klaren Stimme Freddy Mercurys, aber nicht zu BAP und noch weniger zu Niedecken.

Weil die Stimme wohl auch Mack als störend empfand, hat er sie über weite Strecken soweit nach hinten gemixt, dass man Mühe hat zu erraten, was Niedecken da eigentlich singt - dabei sind die Texte so wichtig für BAP Songs und auch bei diesem Album richtig gut, bei Queen wäre es wohl oft besser gewesen, man hätte sie nicht verstanden! Auf die Idee, dass der Sound möglicherweise nicht zu Stil und Sänger passt, kam der Hit-Produzent anscheinend nicht. Und die zunehmenden Querelen innerhalb der Band führten dann wohl auch dazu, dass das Schlagzeug nur noch klappert und scheppert, weder einen satten Rock-Appeal vermittelt, noch den oben erwähnten Plastik-Wummer-Sound der so typisch war in diesem Jahrzehnt. Es klingt wie ein Schießbude im Hagel, einfach nur fürchterlich.
Die Background-Gesänge sind schlicht ein GAU, schlimmer geht es kaum. In den hilflos nach Klang suchend umherirrenden Arrangements wirken die Hintergrundstimmen oftmals sogar völlig disharmonisch und tonal falsch - grausam!
Kurz, die Lieder sind gänzlich ruiniert worden. Die Substanz war da und wurde von einem planlosen Produzenten (und einer Band die nicht einschritt) vollkommen ramponiert.

"Ahl Männer, aalglatt" ist der beste Beweis, dass Basis-Demokratie in künstlerischen Angelegenheiten nicht funktioniert. Es bedarf einer Person, die weiß was sie will und die ambitionierte Mitstreiter um sich haben muß, die diese Ideen mittragen. BAP (so einige biographische Quellen) diskutierten die Platte damals zu Tode und waren gespalten in den Vorstellungen der musikalischen Entwicklung. Das war ganz sicher der falsche Weg. Erstaunlich nur, dass das damals offenbar niemandem so recht auffiel, denn mit dem Ergebnis konnte wohl keiner zufrieden sein. Selbst die Plattenfirma hat es nicht kassiert und im Giftschrank versteckt.

Das Remaster von 2006 macht die Klang-Katastrophe von 1986 nur transparenter, nicht besser. Wie sollte es auch. Man hört jetzt etliche der unnötigen und meist billigen Effekte deutlicher, alles wirkt entstaubter. Aber ein gegen die Wand gefahrener Wagen, bleibt auch nach intensiver Reinigung eine Schrottkarre - wenn auch eine saubere.

Die einzige Möglichkeit das Album zu retten, wäre es noch einmal einzuspielen. So wie es sich für eine Rock-Combo gehört oder auch unplugged - beides würde funktionieren - aber das wird wohl nicht geschehen. Schade um die grundsätzlich guten Songs!

Drei Sterne auch nur, weil die Bonus-CD einige wirkliche Leckerein aufweist, auch wenn, wie ein anderer Rezensent schon erwähnte, unverständlich bleibt, dass die Maxi-Versionen, die es von den Singles des Albums gab, nicht integriert wurden. Ich kenne diese Versionen zwar nicht und vermutlich handelt es sich auch nur um verlängertes Elend, aber der Vollständigkeit halber hätten sie auf diese Bonus-Ausgabe mit drauf gehört.
Nun wurde aber bei dieser Platte bis hierher schon so viel vergeigt, dass es schon fast konsequent ist, auch bei diesem Re-release zu patzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alexander Hoefer TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Nachdem BAP schon 1982 auf dem Album - Vun drinne noh drusse - ganz gehörig gesellschaftliche Kritik austeilten, und auch zwei Jahre später auf der Platte - Zwesche Salzjebäck un Bier - sehr deutlich unserer bereits damals schon sehr oberflächlichen und kalten Deutschen "Hallo,-guten-Tag.-Und-wie-geht's?-Aja-gut-und-Tschüss-Gesellschaft" in ihren drei Wünschen direkt zum Ausdruck brachten, was sie über unsere traurige Gemeinschaft aber vor allem über die Politik in unserem Land denken, und damit die Stimme des kleinen Arbeitervolkes laut werden ließen, war es mit - Ahl Männer aalglatt - auch mal an der Zeit dem "aalglatten" und "fehlerlosen" Deutschen "Großkotz" zu sagen, was man von ihm hält, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen, oder bestimmte Dinge in einem "Schmieretheater demokratisch zu kaschieren", wie das ja auch heute noch tagtäglich in den Medien der Fall ist.

In nahezu allen Bereichen - egal ob nun beruflich oder privat - geht es nur noch ums Geld - Time is Cash, Time is Money - und natürlich auch um die damit verbundene Macht. Auch ich durfte in den letzten 20 Jahren diese schmerzhafte Erfahrung machen, dass man in unserer Gesellschaft nur dann weiterkommt, wenn man seine Seele an die Mächtigen und Einflussreichen unserer Gemeinschaft verkauft, oder wenn man nach Unter tritt aber nach Oben buckelt, bzw. schwächere Menschen zu seinem persönlichen Vorteil ausgrenzt.

Deshalb möchte ich mich hier an dieser Stelle genauso wie BAP von dem - aalglatten Teil unserer Deutschen Gesellschaft - distanzieren und mich stattdessen lieber mit den Verlierern und Ausgeschlossenen unserer Gesellschaft - Lisa - und natürlich mit den türkischen Gastarbeitern - Alamanya - solidarisieren, denn eine Gesellschaft, die einerseits augenscheinlich nur noch Interessen an trivialen Bedürfnisbefriedigungen wie dem "08/15-Ballermanntourismus auf Mallorca", oder willkürlichen und bedeutungslosen Feiern, wie zum Beispiel Fasching oder Straßenfeste übrig hat, aber andererseits Mitmenschen gezielt ausgrenzt oder sich nicht mehr um sie kümmert, ist nicht wirklich lebenswert, geschweige denn liebenswert.

Viele Fans fanden das Album - Ahl Männer aalglatt - ein bisschen zu kommerziell und viel zu popig ausgerichtet. Mich persönlich hat das nie gestört, denn - Ahl Männer, aalglatt - ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Album, das wie immer in unterschiedlichen musikalischen Richtungen alle Stärken der Band aufzeigt.

Die remasterte Version enthält neben einem deutliche verbesserten Sound auch noch eine Bonus-CD mit acht zusätzlichen Songs, darunter auch das bekannte Lied - Denn sie brauchen keinen Führer - von und mit Udo Lindenberg. Die Neuanschaffung lohnt sich also nicht nur für die Fans.
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Veröffentlicht am 10. März 2008 von Sina Gerritsen
Soundexperiemente
Eines vorab: Die Lieder finde ich alle genial Meoldie und Text betreffend.
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Auch hier gilt: Super Remastering und somit deutlich verbesserter Hörgenuss.

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