Die Idee, Ahabs Frau ein Gesicht zu geben, fand ich spannend, deswegen habe ich das Buch gelesen. Als erstes fand ich den Stil, in dem das Buch geschrieben ist, sehr befremdlich, anfangs wird versucht die Sprache der Zeit zu imitieren, später ändert sich das. Die Autorin ist Dozentin für Creative Writing und ein bisschen schmeckt man das immer durch, der Stil wirkt oft sehr aufgesetzt.
Dann sind Szenen nur sehr oberflächlich angerissen, so trifft Una auf einem Boot auf Ishmael, den einzigen Überlenden von Ahabs letzter Jagd auf Moby Dick. Una findet den Mann "interessant", es wird aber gar nicht klar, warum. Diese Szene ist aber im letzten Teil von Bedeutung.
Una hat mich als Figur immer an Scarlet O'Hara erinnert, die ja auch seltsam kalt bleibt, obwohl beide Bücher nun wirklich lang genug sind.
Frau Naslund ist eine sehr belesene Frau und wahrscheinlich auch eine gute Dozentin, aber eine gute Autorin ist sie in meinen Augen nicht.
Hätte ich das Buch nicht gelesen, ich hätte nichts verpasst.