Zweifellos ist das kein Buch, das man gelesen haben muss. Ich hatte immer den Eindruck, dass der Schriftsteller eine Unmenge Ideen hatte, die er unbedingt in ein Buch pressen wollte, auch wenn dadurch der rote Handlungsfaden verloren ging.
Die Hauptfigur der Geschichte hat eine Verschwörung bzw. eine Mordserie aufzuklären, einen Feldzug als Held zu bestehen, wird zum Sklaven der Germanen und kann flüchten, führt eine Sklavenfamilie zusammen, befeit eine Sklavin und heiratet sie, u.s.w. Mir war das zu viel auf lediglich 300 Seiten. 'Multum, non multa' könnte man dazu passend anmerken.
Die historischen und familiären Zusammenhänge der Machtergreifung des Lucius Domitius Ahenobarbus sind jedoch sehr interessant geschildert. Auch die Beschreibung des "römischen" Lebens in der antiken Stadt Köln ist auf jeden Fall lesenswert.
Insgesamt würde ich das Buch durchaus als lesenswert einstufen und es empfehlen.