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Agnes Grey: Roman
 
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Agnes Grey: Roman [Gebundene Ausgabe]

Anne Bronte , Sabine Kipp
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Manesse-Verlag; Auflage: 5 (1. September 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717517406
  • ISBN-13: 978-3717517405
  • Größe und/oder Gewicht: 15,9 x 10,1 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 565.803 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Um ihre Eltern finanziell zu unterstützen, nimmt die junge Pfarrerstochter Agnes eine Stelle als Gouvernante an. Bald schon gerät sie zwischen die Fronten von Dienerschaft, verzogenen Kindern und allzu nachgiebigen Eltern. Sensibel und eindrücklich erzählt Anne Bronte die Geschichte eines Mädchens, das lernt, über sich hinauszuwachsen.

Anne Bronte (1820–1849) stand als Autorin lange Jahre im Schatten ihrer älteren Schwestern Emily und Charlotte, obwohl sie nicht minder talentiert war, wie dieser Roman beweist. Auf eigenen Erfahrungen aufbauend, erzählt sie in «Agnes Grey» die Geschichte einer jungen Hauslehrerin, die mit den verwöhnten Sprösslingen und den alles verzeihenden Eltern ihre liebe Not hat. Bald schon entpuppen sich Agnes’ idealistische Vorsätze als «dichte Traumbilder, die mit den bloßen Pflichten einer Gouvernante wenig oder gar nichts zu tun» haben. Dennoch ist sie keineswegs die verkannte Seele, die inmitten viktorianischer Interieurs ihr Schattendasein fristet. Sie präsentiert sich dem Leser als eine durchaus willensstarke junge Frau, in der uns die Persönlichkeit Anne Brontes eindrücklich entgegentritt.

Die Romane der Autorin sorgten wegen ihren feministischen Tendenzen und expliziten Darstellungen, etwa von wüsten Trinkgelagen, für Aufsehen. Bronte hielt der Kritik stand: Lieber wolle sie in ihre Erzählungen «einige nützliche Weisheiten hineinflüstern als eine Menge unterhaltsame Ungereimtheiten». Erst das 20. Jahrhundert sollte das Werk in seiner vollen Bedeutung zu würdigen wissen.

Über den Autor

Anne Brontë (1820-1849) lebte gemeinsam mit ihren älteren Schwestern Charlotte und Emily weltabgeschieden im väterlichen Pfarrhaus in Yorkshire. 1847 veröffentlichten die drei Schwestern gleichzeitig jeweils ihren ersten Roman. Im Alter von nur 29 Jahren starb Anne Brontë an Tuberkulose.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Agnes Grey: Eine Heldin der leisen Töne, 5. Oktober 2003
Agnes ist die jüngere Tochter eines Pfarrers. Als sie mitbekommt, dass ihre Eltern finanziell zu kämpfen haben, fasst sie den kühnen Plan, sich eine Stelle als Gouvernante zu suchen. Agnes hat sehr idealistische Vorstellungen über ihre Tätigkeit, doch schon in ihrer ersten Stelle, bei den Bloomfields, lernt sie schmerzlich die Realität kennen: Die Kinder sind hoffnungslos verzogen, weil die Eltern ihnen jede Neigung durchgehen lassen. Agnes wird zwischen den Fronten der Kinder, der Eltern und erwachsenen Verwandten und der Dienerschaft zerrieben und scheitert in ihrer ersten Stelle. Bei der nächsten Familie, den Murrays geht es besser: Zwei Mädchen stehen unter Agnes' Obhut. Rosalie, die Ältere der Schützlinge, ist eine Schönheit und hat nichts anderes im Sinn, als zu gefallen und sich einen reichen Mann zu angeln. Wider besseres Wissen, gedrängt von ihrer ehrgeizigen Mutter, heiratet Rosalie einen unsympathischen, hässlichen Nachbarssohn, der einen großen Gutshof und viel Geld besitzt. Rosalies Mann ist Alkoholiker und Spieler. Er lässt seine junge Frau allein zu Hause bei seiner Mutter, einer unangenehmen kalten Person, und treibt sich in Kneipen und Bordellen herum. Rosalie fühlt sich mit Anfang 20 schon lebendig begraben. Während Rosalie ins Unglück rennt, entsteht in Agnes eine Verliebtheit und Neigung für den neuen Hilfspfarrer des Ortes, Mr. Weston. Der ist selbstverständlich ein charakterfester Mann durch und durch. Die Leserin ahnt, dass Weston auch eine Zuneigung für Agnes hat, doch da der Roman nur aus der Sicht der Ich-Erzählerin Agnes geschrieben ist, durchleben wir zusammen mit Agnes alle Ängste, Unsicherheiten, Zweifel, die sich aus den unausgesprochenen Liebesgefühlen für sie ergeben.
Im Gegensatz zu Anne Brontës zweitem Buch, "Die Hüterin von Wildfell Hall", erregte die Geschichte der Agnes Grey wenig Aufsehen.
An einigen Stellen enthält das Buch jedoch schon den gesellschaftlichen Sprengstoff des Nachfolgebuches: Erziehungsziele, Werte der Gesellschaft, Unterdrückung und Demütigung der unteren Klassen, damit setzt Anne Brontë sich auseinander. Ungewohnt für die Entstehungszeit des Buchs ist die sehr realistische Beschreibung des Lebens der arbeitenden Bevölkerung, hier der Gouvernante. Man könnte das Buch als einen Vorläufer des späteren Sozialromans begreifen. Unerreicht scharfsinnig beobachtet sind einige Charakteristiken von Personen, die Agnes begegnen.
Das Buch Agnes Grey kommt weniger spektakulär und brillant daher als die Werke der beiden berühmten Schwestern Annes (Charlotte und Emily Brontë), hat aber durchaus seinen eigenen Charme.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Agnes Grey - Ein gutes Buch, 21. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Agnes Grey: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Werk, das wohl der einzig bekannte Roman von Anne Bronte ist, ähnelt in der Grundgeschichte dem Meisterwerk "Jane Eyre" ihrer Schwester Charlotte Bronte.
Inhaltlich kann man es so zusammenfassen: Armes Mädchen wird Gouvernante, um ihr Leben und das ihrer Familie zu erleichtern, verliebt sich, hält sich jedoch aus verschiedenen sozialen und moralischen Gründen zurück und gesteht ihm ihre Liebe erst am Schluß, die erwidert wird und sie lieben sich bis in alle Ewigkeit...
Kurz gefasst scheint der Inhalt einer von vielen zu sein, doch in diesem Roman findet man einige autobiographische Ansätze von Anne Bronte. Für eine Literaturwissenschaftshausarbeit in der Uni habe ich mich sowohl mit dem Werk als auch mit der Biographie der Autorin beschäftigt und überraschend viele Ähnlichkeiten gefunden!!
Ich würde dieses Buch denjenigen empfehlen, die Basisinformation über das Leben der Frauen und vor allem ihrer sehr eingeschränkten Möglichkeiten im Bezug auf Unabhängigkeit, Arbeit und Liebe erfahren möchten, allerdings haben viele dieser schon schnulzigen Teile des Inhalts (alles wendet sich zum Guten, der erste Mann in den sie sich verliebt, liebt sie auch) absolut keinen Bezug zur harten Realität.
Dieses Buch ist sehr leicht zu lesen und eignet sich vorzüglich auch als Bettlektüre oder für Reisen :-)
Also, viel Spaß!
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3.0 von 5 Sternen Agnes Grey, 28. November 2011
Die junge Agnes Grey entschließt sich, eine Stellung als Gouvernante anzunehmen, nachdem das Vermögen des Vaters durch ein Unglück zerstört wird, um ihre Familie durch das verdiente Geld zu unterstützen. Die Kaufmannsfamilie, deren Kinder sie erziehen soll, bringt ihr allerdings wenig Achtung und Sympathie entgegen. Ihr Leben wird zu einer einzigen Demütigung. Sie verliert recht bald ihre Stelle und übernimmt schließlich eine Stellung als Gouvernante in einer reichen Adelsfamilie, mehr als 100 Meilen von ihrer Heimat entfernt. Doch auch dort erfährt die sensible, zurückhaltende Agnes wenig Freundschaft, oft ist sie nahe an der Verzweiflung angesichts der schwer erziehbaren, eitlen und koketten Kinder der Familie. Sie lernt den neuen Hilfspfarrer Edward Weston kennen und beginnt, zarte Gefühle für ihn zu hegen...

Agnes Grey ist neben "Die Herrin von Wildfell Hall" der zweite und letzte Roman von Anne Brontë. Auch hier ist die Protagonistin eine schüchterne, ernste, aber sehr kluge Frau mit festen Wertevorstellungen und Prinzipien, was aber von den meisten Mitmenschen nicht wahrgenommen wird. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der Oberflächlichkeiten und Äußerlichkeiten mehr zählen als Herz und Verstand. Agnes Grey erkennt, woran es ihr mangelt, und weshalb sie von den meisten Menschen ignoriert oder belächelt wird, doch ist sie auch zu eigen und zu stolz, sich für andere zu verbiegen, nur um zu gefallen. Doch es gibt einen Menschen, der genau das in ihr sieht - Edward Weston.

Beeindruckend ist, wie klar und detailliert Anne Brontë die Charaktere und deren Beziehungen untereinander schildert. Aufgrund der Kürze des Romans würde man sich als Leser aber wünschen, dass sie hier ein wenig mehr ausgeholt hätte. Sie bleibt dabei unter ihren Möglichkeiten, denn gerade die Beziehung zwischen Agnes und dem Vikar Weston ist per se nicht sehr tiefgreifend und schlüssig. So bleibt bis zum Schluss recht unklar, wie ihre Gefühle für ihn sind und wie sie zustande kamen. Sie mag ihn, weil seine Predigten anders sind und weil er freundlich und verständlich ihr gegenüber ist - und weiter? Das Ende kommt leider auch recht konstruiert und zu Happy-End-mäßig rüber. Dennoch habe ich die Lektüre keinesfalls bereut, hat sie mir doch wieder einmal mehr die wunderbare Welt der Brontë-Schwestern aufgezeigt.

Bewertung: 3 1/2 Sterne
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