Als ich auf der Suche nach neuen Survival-Horrors war, wurde mir von meinem besten Freund dieser Videospieltitel genannt.
Die neuartige Story klang interessant und so kaufte ich es einfach - und wurde sehr von dem Spiel begeistert!
Die Story ist simpel: Richard und seine Verlobte Claudia machen eine Reise zum Mond, um zu heiraten. Doch das Shuttle erleidet einen Unfall und kracht in die dortige Basis - wo Richard dann allein, ohne Claudia aufwacht. Von ihr bleibt nichts als ihr Verlobungsring auf dem Sitz und eine blutig geschriebene Nachricht. Also muss Richard seine Verlobte in der vom gruseligen Nebel verwaberten Mondbasis suchen... mit der Aussicht auf 4 verschiedene Ausgänge seiner Suche.
Der Soundtrack ist eine wunderschöne, manchmal auch unheimliche Mischung aus sanften Klaviertönen und weiblichem Gesang, die eine sagenhafte Melancholie auf das Spiel legt... vor allem das Lied zum Abspann des Spiels ist sehr schön!
Und obwohl das Spiel nun etwas älter ist, ist selbst die Grafik sehr modern gehalten... vor allem natürlich in den hochauflösenden Vidoesequenzen.
Leider sind die Locations im Spiel alle sehr kalt und steril und nicht sehr abwechslungsreich - aber wen wundert das bei einer Mondbasis?
Spielen tut man in Ego-Sicht, mit anderen Worten aus Sicht der Spielfigur, die durch den Mondhelm blicken muss. Durch das Geräusch des Atems und das leichte hin- und herwiegen beim Laufen ist man Richard sehr nahe und hat ein intensiveres Spielgefühl, was sehr schön die beklemmende Atmosphäre des Spiels unterstreicht.
Wenn man durch die Dunkelheit und den dichten Nebel schreitet, nur von leisen Klaviertönen oder dem entfernten Jammern einer Maschine begleitet, jederzeit auf der Hut, nicht angegriffen zu werden.
Denn das ist der Clue bei diesem Survival-Horror: Im Gegensatz zu Dead Space kämpft man hier nicht, und auch nicht gegen Monster. Da Richard ein normaler Mensch ist, hat er lediglich die Möglichkeit, zu fliehen - denn seine Gegenspieler sind Geister, die Seelen verstorbener Menschen, die ihm nichts Gutes wollen.
Darum sollte man sich schleunigst aus dem Staub machen, bevor der eigene Puls von der normalen 80 über die 300 rast und zu einem Herzstillstand führt.
Und in die tiefen Krater zu springen, wenn man über die Mondoberfläche spaziert, ist auch nicht zu empfehlen.
Eine schöne, leider zu unbekannte, Videospielperle unter den Survival-Horrors!