Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 7,45

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Agentinnen aus Liebe
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Agentinnen aus Liebe [Gebundene Ausgabe]

Marianne Quoirin
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 254 Seiten
  • Verlag: Eichborn (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821807806
  • ISBN-13: 978-3821807805
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 993.275 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Marianne Quoirin
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Marianne Quoirin auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Liebe war das Codewort, das Tresore in Ministerien und bei der NATO öffnete. Warum untadelige Sekretärinnen sich vom vermeintlichen Mann ihres Lebens zur Spionage verführen ließen und ihre Existenz riskierten, hat nicht nur den Verfassungsschutz Jahrzehnte beschäftigt. Um die Halbwelt der Spioninnen, die Psychologie der Verführung, der Verstrickung und des Verrats auszuleuchten, hat die Bonner Journalistin Marianne Quoirin über die wichtigsten Prozesse berichtet, Gespräche geführt mit den verurteilten Frauen, den Anklägern, Richtern und Verteidigern und Dokumente ausgewertet, die erst seit der Wende zugänglich sind. Die von ihr zusammengetragenen Geschichten erzählen von den persönlichen Katastrophen mitten im politischen Geschehen, vom manchmal schmalen Grat zwischen Lebenstraum und Lebenslüge.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Die Anmache Sommer 1957. Nach einem arbeitsreichen Tag im Auswärtigen Amt klingelt es abends an der Wohnungstür von Leonore H. in Bonn-Duisdorf. Ein Mann steht mit einem Strauß roter Rosen davor. Er lächelt und bittet höflich, "mit der Dame sprechen zu dürfen, die ich gestern abend kennengelernt habe". Frau H. bedauert, nicht jene Dame zu sein, glaubt an eine Verwechslung und bittet schließlich den offenbar enttäuschten Rosenkavalier herein. Sie findet Gefallen an seiner Gesellschaft, läßt sich die Blumen schenken und nimmt seine Einladung zum Abendessen an. Leonore H., von Freunden und Bekannten nur Lore genannt, hat so ihrer besten Freundin und Kollegin Ada M. die erste Begegnung mit dem Fotografen Heinz Sütterlin geschildert und von dem "glücklichsten Zufall ihres Lebens" geschwärmt. Zufall? Glück? Der geflüchtete KGB-Oberstleutnant Jewgenij Runge hat, als er sich im Oktober 1967 der US-Mission stellte und unter anderem das Agenten-Ehepaar Sütterlin der CIA als Morgengabe offerierte, eine andere Variante des ersten Treffens zu Protokoll gegeben. Heinz Sütterlin, 1924 in Freiburg geboren, im Krieg als Fahnenjunker verschüttet, wurde 1956 von der HVA angeworben. 1957 forderte der Zweite Sekretär der Sowjet-Botschaft und KGB-Geheimdienstoffizier, Leonid Prochorow, die Überstellung Sütterlins zum KGB. Wie immer, kam die HVA dem Verlangen des sowjetischen Geheimdienstes ohne Widerspruch nach. Sütterlin erhielt umgehend von Prochorow den Auftrag, eine Sekretärin in Schlüsselstellung des Auswärtigen Amtes zu umgarnen, sie zu heiraten und für die Spionage zu gewinnen. Zur Auswahl soll Prochorow Sütterlin drei Kandidatinnen genannt haben, darunter Leonore H., "die warmherzige und kameradschaftliche Sekretärin aus guter Familie, die zwei unglücklich verlaufene Liebesaffären hinter sich hatte, die sich ungeschickt anzog und zur höchsten Klasse der Geheimnisträger im Auswärtigen Amt gehörte" (Runge). Warum Sütterlin, dessen Anziehungskraft auf Frauen vielfach dokumentiert ist, sich für Lore H. entschied, anstatt für eine der anderen unverheirateten Zielobjekte, weiß niemand. Die Sekretärin H. saß seit 1955 im Vorzimmer des Chefs der Unterabteilung Verwaltung, der Personal- und Verwaltungsabteilung des AA, zu der auch die Referate Chiffrier- und Fernmeldewesen wie der Geheimschutz gehörten. In dieser Position war Lore H., nach einer Unbedenklichkeitserklärung des Bundesamtes für Verfassungsschutz, für den Umgang mit Vorgängen bis hin zur höchsten von vier Geheimhaltungsstufen ("nur für den Dienstgebrauch", "vertraulich", "geheim", "streng geheim"), der sogenannten Verschlußsachen-Vorschrift, zugelassen. Aus der vom KGB eingefädelten Komplizenschaft zwischen dem Fotografen, der sich mit Public-Relations-Aufträgen für den Zivilen Bevölkerungsschutz und für das Bundespresseamt über Wasser hielt, und der Sekretärin mit dem Schlüssel zum Panzerschrank entwickelte sich ein Liebesverhältnis - zumindest aus der Sicht von Lore H ..."

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(1)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

 

Kundenrezensionen

2 Rezensionen
5 Sterne:    (0)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.0 von 5 Sternen (2 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine fesselnde Charakterstudie, 20. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Agentinnen aus Liebe (Gebundene Ausgabe)
Die gründliche Recherche und ansprechende Aufbereitung ist das Metier der Autorin. Diese Fähigkeiten nutzt Marianne Quoirin, um den Leser in die nur Wenigen zugängliche Psyche von Bonner Sekretärinnen einzuführen, die während des kalten Krieges von östlichen Geheimdiensten zur Spionage benutzt wurden.

Eine erschreckende Professionalität des MfS wird einmal mehr offengelegt, das menschliche Schwächen und mangelndes Selbstwertgefühl von einsamen Menschen schamlos für seine Zwecke nutzt.

Insgesamt ist "Agentinnen aus Liebe" eine sehr lesenswerte Studie. Die Frage nach Opfer oder Täter muß der Leser freilich für sich selbst beantworten.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Der Stolz der Welterneuerer, 27. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Agentinnen aus Liebe (Gebundene Ausgabe)
Wenn Leute mit der Ankündigung auftreten, sich um die Rettung der Welt, des Seelenlebens, des Klimas etc. bemühen zu wollen, reagiere ich mit äußerstem Argwohn. Noch größer wird dieser Argwohn, wenn Korporationen Vergleichbares ankündigen. In den vergangenen zweihundert Jahren kamen die schlimmsten Verbrechen, Grausamkeiten, Verblendungen Täuschungen, Verirrungen der Gattung fast immmer in der Gefolgschaft vorgeblicher Weltenretter.

Es gibt sie immer noch; Verantwortung für ihre Heldentaten lehnen sie ab, sie haben ja höheren Zielen gedient.

Dass auch die ganz persönlichen Katastrophen einer großen Zahl weiblicher Angestellter in wichtigen Positionen von Politik und Wirtschaft der alten Bundesrepublik, ihre ganz persönlich erlittenen Verblendungen und Grausamkeiten dem Selbstverständnis einschlägiger Helden kein Wort des Bedauerns wert ist, sollte eigentlich keinen mehr wundern, dachte ich.

Aber bei der Lektüre von "Agentinnen aus Liebe" wurde mein Wissen zumindest um wichtige Details aus der Tätigkeit von "Kundschaftern des Friedens" bereichert. Frau Quoirin hat gründlich recherchiert, beweist Mitgefühl mit den von "Romeos" aus Erich Mielkes Liebesministerium Betrogenen, beschreibt ohne empörte Attitüde die ganze Schäbigkeit und menschliche Verwahrlosung des Systems, das letztlich ja an den Defekten seines Menschenbildes zugrunde ging. Die Autorin hat keine große Literatur verfasst, aber einen hilfreichen Text gegen den Glauben an Weltenretter - nicht nur von Gnaden der Herren Mielke und Markus Wolf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar