Danny Glover ist sicher das Zugpferd dieses Films. Fantasy, Drachen ein bischen Lethal Weapen - ein Mix, der mich zu einem Spontan Kauf gereizt hatte. Mein Fazit aber schon vorweg: Leider ein kompletter Griff ins Klo.
Die Moby Dick Story in ein Fantasy Setting zu übertagen ist ein durchaus spannender Ansatz. Das ist aber schon das einzige, was in dieser Produktion nur ansatzweise spannend ist. Das ganze fängt an beim Drehbuch - grauenhaft. Das fängt ganz am Anfang des Films an. Die Protagonisten sitzen in einer Kneipe, und es geht darum, und es entbrennt eine Auseinandersetzung darum, wie Heldenhaft die Manneskraft des Protagonisten sei. Draufhin werfen zwei Typen eine "Harpune" in ein Bild an der Wand dieser Kneipe. Das wirkt noch ein ganzes Stück weniger spannend, als die TV Aufzeichnung eines Dart Spiels, bei dem die Darts 2,50 lang sind und das Dart Board 2,0 m von den Spielern entfernt steht. Das Ergbnis dieses "Duells" qualifiziert den Protagonisten aber aus irgendeinem Grund dazu, Teil der Crew von Ahab zu werden. Das ist in etwa so plausibel, wie ein Schiff, das auf Holzrädern durch die Wildnis den Drach hinterher fährt.
Die weibliche Hauptrolle wirkt extrem unglaubwürdig. Anfangs verprügelt sie noch alleine zwei brutale Schurken - später ist sie vollkommen wehrlos und auf den Protagonisten angewiesen, als der schlechte Mensch in der Crew versucht sie zu misbrauchen.
Die Schauspielerischen Leistungen sind auf dem Niveau von ungeübten Laienschauspielern, die sich als erstes mal Shakespeare versuchen wollen. Das ganze "Forced Acting" zu nennen wäre teils noch eine positive Übertreibung. Es gibt Daily Soaps, die mit überzeugenderen Schauspielerischen Leistungen aufwarten können. Das gilt auch für Dany Glover - in allen Szenen, in denen er auftritt, kommt er mit einem einzigen Ausdruck aus - das einzige was etwas variiert ist die sprachliche Lautsärke.
Set Design wäre ein weiterer Punkt: Es gibt ein paar Aufnahmen von Bergen, ansonsten sehen die meisten Sets sehr nach Studio aus. Teilweise wirkt das ganze kaum überzeugender, als die Original Star Trek Sets.
In einem Fantasy Film sollte es auch Special Effects geben - ein paar Explosionen gibt es, die ganz schön aussehen (Film üblich mehr Feuer als Explosion, aber mit dem Feuerspeienden Drachen Hintergrund ist das schon OK), und die Animationen der Drachen im Flug wirken für diesen Film überraschend stimmig. Schlechter wird es schon bei Nahaufnahmen - da sehen die Drachen dann auch wieder aus, wie der Rest der Sets.
Insgesamt ein Film mit Katastrophalem Drehbuch, das so voll von Löchern ist, das man nur vermuten kann, es handelt sich um das Schulprojekt der kleinen Tochter des Produzenten während des Hollywood Autoren Streiks. Das Budget ging dann auch weitgehend mit der Verpflichtung von Dany Glover und der Übernahme der Drachen Animationen drauf, so das für den Rest nichts mehr übrig geblieben ist. Das Resultat ist - selbst wenn man es als B oder C Movie einordnet - in keinster Weise überzeugend.