Mittelpunkt des Geschehens in diesem vergnüglichen, italienischen Film bildet die Buchhändlerin Agata, eine Frau voller Lebensenergie. Sie wird hervorragend verkörpert von der bezaubernden Licia Maglietta. Wo die lebensfrohe Agata auch ist, sie platzt vor Energie und mit ihr auch die Lampen. Agatas durcheinander wirbelnde Gefühle setzen Energien frei, die Glühbirnen zum Platzen, Computer zum Absturz und Autobatterien zum Erlöschen bringen. Männer hingegen bringt sie eher zum Lodern. Diese scheint ihre starke Ausstrahlung magisch anzuziehen. Den Männern brennen bei ihr die Sicherungen durch. So auch einem wesentlich jüngeren Mann, der ihr wochenlang in ihrem Buchladen den Hof macht. Das ist nur eine Geschichte neben vielen Handlungssträngen. Leider wird der flüssige Ablauf dadurch etwas gestört, dennoch ist der Film ein vergnügliches Unterfangen. Regisseur Silvio Soldini greift für "Agata und der Sturm" tief in den Farbtopf, selten bekommt das Kinoauge soviel Farb- und Ausdrucksstärke zu sehen. Diese Farbenvielfalt läßt sich im übertragenen Sinne auch auf das Innere der Protagonisten übertragen, denn alle führen ein kunterbuntes Leben. So ist AGATA UND DER STURM eine warmherzige und charmante Geschichte über die Zufälle des Lebens und der Liebe und die italienische Lebensfreude. Ein Film, der die Seele wärmt und von dem man noch lange schwärmt.