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Produktinformation
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Afterdark, der Roman des japanischen Kultautors Haruki Murakami (Gefährliche Geliebte, Sputnik Sweetheart, Kafka am Strand, Tony Takitani), beginnt etwas schwach, gewöhnlich und vielleicht sogar ein wenig billig. Aus der Höhe wirkte die Stadt wie ein riesiges Lebewesen. Oder wie eine künstliche Ansammlung unendlich vieler ineinander verschlungener Existenzen, steht da zu lesen. Das erste Bild ist inzwischen ein Topos geworden, der sich bis in die Trivialliteratur erstreckt -- und der von Murakami mit Vergleichen wie Adern (für Straßen) oder Pulsschlag (für das urbane Leben) noch weiter ausgereizt wird. Der zweite Satz wäre schlichtweg banal -- eröffnete er nicht bereits zu Beginn den Blick auf die poetische Struktur von Afterdark: Unendlich viele Existenzen, deren Biografien und Schicksale ihr Wohnort ebenso wie die Hand des Erzählers zusammen hält. Diese Perspektive beherrscht Murakami auf unnachahmliche Art und Weise. Sie macht Afterdark zu einem kleinen Meisterwerk. --Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jazzig...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Afterdark: Roman (Taschenbuch)
Ich hab mir dieses Buch spontan gekauft, ich stand in der Buchhandlung und wollte mir vor Ladenschluß noch ein neues Buch kaufen.Murakami war mir schon bekannt durch "Naoko´s Lächeln" und "Der Elefant verschwindet". Ich mochte zwar bei den Büchern die Art und Weise wie er Dinge beschreibt aber warum jetzt sooo der Hype um ihn gemacht wurde, hab ich nicht so ganz kapiert.. Auf jeden Fall hab ich mir nur schnell den Klappentext von "Afterdark" durchgelesen und da ist die Rede von vielen Leuten, Geschichten zwischen Mitternacht und Morgengrauen und auf den ersten Blick machte es den Anschein als wären es Kurzgeschichten. Wie dem auch sei, zuhause habe ich noch die ersten 30 Seiten gelesen und war direkt-ACHTUNG, schlimmes Wort-gefesselt! Die Atmosphäre die Murakami in dem Buch beschreibt, kommt so gut rüber, so verständlich und klar...Es ist zwar ein Roman aber drei Geschichten die parallel laufen und irgendwie doch zusammenhängen-erinnerte mich sehr an die Filme L.A. CRASH und BABEL. Die 19-jährige Mari verbringt die Nacht alleine in Cafés und liest, ein junger Kerl setzt sich zu ihr, eine Prostituierte wird von einem Freier brutal vermöbelt, die Schwester von Mari schläft seit 2 Monaten und selbst das wird zu lebendig erzählt, dass man das Gefühl hat, dabei zu sein... Beim Lesen musste ich immer wieder an das Bild "Nighthawks" von Edward Hopper denken... Die Menschen die in dem Roman mitspielen sind zwar mit anderen Menschen zusammen aber jeder wird für sich mit seinen kleinen und großen Problemen dargestellt und beschrieben wird und jeder hat seinen Grund für das nächtliche Aufbleiben... Das Buch hatte ich in 3 Zügen durch und war nicht eine Sekunde gelangweilt. Man bekommt direkt Lust selber alleine durch die Nacht zu streifen und Jazz zu hören Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
As Murakami as can be - too much?,
Rezension bezieht sich auf: Afterdark (Gebundene Ausgabe)
Murakami erzählt im eigentlichen Sinne dieses Wortes eine Geschichte, die anfangs an Jarmuschs schönen Film "Night on Earth" erinnert ("wir" beobachten die Protagonisten, "sind ein Auge, eine Kamera" - und die ganze Erzählung handelt von den Geschehnissen in nur einer Nacht) und eine dichotome Struktur a la "Hard Boiled Wonderland" (Murakami) zu haben scheint, wobei aber die Verbindung zwischen beiden Welten oder Erzählsträngen weniger konsequent hergestellt wird sowie das ganze Ende nicht sehr beeindruckend ist. Erzählen kann Murakami fraglos meisterhaft und auch "Afterdark" ist gewiß sehr fesselnd und läßt sich locker in einem Zug durchlesen, kommt aber in seiner Intensität an die meisten anderen Murakami-Werke nicht ganz heran. Schon in "Kafka am Strand" hatte ich teilweise den Eindruck, daß Murakami seine eigenen Stilmittel exzessiv einsetzt und über die eigentliche Erzählung stellt, sei es mit einer Übertreibung an Bizarrem oder - wie im vorliegenden Buch - der typischen und unvermeidlichen Musik, die permanent von irgendjemandem aufgelegt/gehört wird. Das kann doch nicht das einzige Mittel sein, Atmosphäre zu beschreiben, oder? Sieht sich der gute Murakami gezwungen extra murakami-ig zu sein? Das Lekorat ist übrigens mit diversen teilweise ärgerlichen Fehlern vor allem in der ersten Hälfte des Buches bescheiden. Denjenigen unter den Lesern dieser Rezension, die zuvor noch nicht Murakami gelesen haben, empfehle ich, frühere Bücher von ihm zuerst zu lesen. Alte Murakami-Fans (wie ich) werden das Buch trotzdem "fressen".
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Jetzt hat er's geschafft.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Afterdark (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich mochte ich Murakami immer sehr. Er hat 2 sehr geniale und ein paar sehr gute Bücher geschrieben. Aber in letzter Zeit wird mir das alles immer skurriler. Auch "Afterdark" ist wieder so ein Fall. Man liest es recht schnell durch und denkt sich dann: "Aha?". Und nun? Keine großartige "Sprachmagie". Murakamis Ton eine Geschichte interressant und spannend zu machen ist ihm hier völlig abhanden gekommen. Alles trocken und knapp, als hätte der Autor ein Filmskript schreiben wollen. Dialoge die auch bei einer grenzenlosen Interpretationsgabe nicht viel hergeben. Ebenso die Figuren, die nicht wirklich interessante Geschichten zu erzählen haben. Natürlich ist klar, dass alle in diesem Buch vor etwas fliehen, sei es nun Mari vor ihrer Familie, ihre Schwester Eri vor ihrem oberflächlichen Leben, ein Musiker von dem unsicheren ins sichere Leben oder eine Angestellte eines Lovehotels vor irgendwem. Aber der Funke ist bei mir einfach nicht übergesprungen. Ich will das was hier passiert gar nicht wissen. Denn was weiss ich nach dem Lesen dieses Buches? Das die Japaner auch nur Menschen sind, mit den gleichen Problemen wie andere auch?2 Sterne bekommt das Buch wegen den tollen nächtlichen Bilder und dem Ende, das zwar, wie in allen Murakami Büchern recht vage ausfällt, dafür aber die Figuren etwas erleichtert in den nächsten Tag entlässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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