After the war ist bester Spät80er Hardrock! Nachdem der Vorgänger Wild Frontier ein kommerzieller Erfolg war und seit 1987 Hard`n`Heavy vor allem in den U.S.LP Top Ten Stammgast wurde, hatte sicher auch die Plattenfirma einen Einfluß auf After The War. Der Sound wurde amerikanischer und die Gitarre wieder heavier als auf Wild Frontier. Mit dem Titeltrack und Ready For Love schielte man bewußt auf die Singlehitparaden. Auch die irischen Elemente wurden wieder gekonnt in die Songs integriert. Wenn man die Songs mit den Aufnahmen anderer genreähnlichen Bands von damals vergleicht, so ist dieses Album ein Highlight dieser Zeit. Gary Moore zeigt allen Flitzefingern, wo der Hase lang läuft und auf all die Led Zep-Clones der damaligen Zeit (z.B.Kingdom Come) fand er zusammen mit Ozzy Osbourne an den Leadvocals im Song Led Clones die passende Antwort. So ein Schlingel, klaut selbst, verpackt es aber mit Ozzy und den gelungen Lyrics so genial, daß man ihm diesen Diebstahl gar nicht übel nehmen kann. Egal ob es nun die Midtempo,Rocker oder Balladen (incl. sehr gutem Instrumental) sind, diese Scheibe ist eine seiner besten Rockalben. Auch die Mitmusiker sind bemerkenswert:Don Airey,Cozy Powell,Bob Daisley,Simon Phillips,Sam Brown...ein who is who
Schade das es von der damaligen Tour keine Liveplatte gibt, so als Abschluß seiner Rockphase gedacht.Danach kam sein größter Erfolg mit Still Got The Blues, seitdem ist nichts mehr mit Hardrock. Wer nur auf den Blues-Moore steht, wird diese Platte und seine Rockvergangenheit nie verstehen.