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Produktinformation
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Wie bei den meisten Filmen Emmerichs besitzen bei diesem hier die Spezialeffekte weitaus höhere Priorität als gut gezeichnete Charaktere und eine plausible Handlung, und die Dialoge (gemeinsam geschrieben mit Jeffrey Nachmanoff) sind so lachhaft flach, dass man sie überall hätte weglassen können, ohne dem Film zu schaden. Das einzig Wichtige hier ist das Spektakel, nicht etwa die lahme, altbackene Geschichte von Vater und Sohn (Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal), die ein apokalyptisches Szenario überstehen, welches durch die Auswirkungen der globalen Erderwärmung hervorgerufen wurde.
Also lehnt man sich am besten zurück und genießt die tollen Bilder eines tornadogeplagten Los Angeles, von Schneestürmen in Neu Delhi, Japan, das von pampelmusengroßen Hagelkörnern bombardiert wird und Manhattan, das zunächst von den anschwellenden Weltmeeren überflutet wird und dann aufgrund der aufkommenden modernen Eiszeit einfriert. Das ist alles durchaus beeindruckend, und Emmerich ist es offensichtlich egal, ob das wissenschaftlich korrekt ist -- also warum sollte es dem Zuschauer nicht auch gleichgültig sein? --Jeff Shannon
Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch und Ausstattungseitig ein Traum.
Bild: Ausgeprägt natürliche Farben bestimmen das optische Geschehen. Katastrophenfilme müssen sich nicht zwangsläufig in knallbunten Feuer-und-Eis-Spielen ergehen. Während die CGI-Szenen (also, die am Computer mit oder ganz gestalteten Szenen) lupenrein sauber und scharf erscheinen, mischt sich in zwielichtigen Innensets ein leichtes, aber erkennbares Aufweichen von Gesichtskonturen (01.02.00) und ein geringes Grieseln hinein (00.13.15). Dies sorgt für etwas Unruhe im Bildlauf, der aber den Gesamteindruck nicht wirklich beeinträchtigt. Der Kontrastumfang ist ausgezeichnet und bildet jedes feine Detail auch in Beleuchtungskritischen Momenten ab, ohne Details, wie Konturenschatten zu verschlucken.
Ton: Alle drei Tonspuren liegen auf höchstem Niveau und nutzen jedes dB Dynamik, dass moderner Digitalton transportieren kann. Und das ist immens. Natürlich knallt es mehr als ein Viertel des Filmes lang erbarmungslos aus dem Subwoofer und den 5 Hauptkanälen auf den Zuhörer ein. Nein auch in Sachen Feindynamik beweist der Soundmixer ein ruhiges Händchen und läßt auch kleine Details im linken oder rechten Eck nicht ungehört verhallen. Die DTS-Tonspur bietet hier noch einen Hauch mehr Präsenz und Dynamik, dies aber fast schon im psychoakustischen Bereich. Technisch müßte der DTS-Ton weit imposanter klingen, als der Dolbytrack. Die spektakuläre Akustik umfasst auch den fulminanten und molligen Score von Harald Kloser.
Extras: Die Special Edition bietet neben den beiden Audiokommentaren mit den wichtigsten Mitarbeitern am Set eine zweite DVD, randvoll mit weiteren gewichtigen Extras. Der Ausblick auf Alien vs. Predator ist natürlich viel zu kurz. Die Extras sind gut unterteilt in Preproduction Production und Postproduction. Fein ist ein Track, der in 8 Tonspuren vom Score, bis zum Geräuschemacher aufgelöst und einzeln abrufbar ist. Emmerich selbst spricht 14 Minuten lang intensiv über den Film und seine Idee selbst und das in Deutsch. Stellenweise findet man Menüpunkte doppelt auf verschiedenen Subseiten, das ist aber so gewollt, um schnellere Verknüpfungen zu benachbarten Themen zu schaffen. Alle Extras sind auf Wunsch deutsch untertitelbar, was sehr gut ankommt. Das Extra "Global Watch" soll Details zu verschiedenen Naturkatastrophen auf diesem Planeten zeigen, ist aber praktisch auch auf einem 82ér TV nicht zu lesen. --movieman.de
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Da macht ein Regisseur, der bekannt - und vor allem beliebt - ist für seine Katastrophenszenarien einen Endzeit-Film und nutzt den oft besungenen Klimawandel als Rahmenhandlung und sogleich brandet die Diskussion über die unkorrekte Darstellung von Einzelheiten der Großwetterlage auf, oder man erregt sich über physikalische Phänomene, die absolut realitätsfremd dargestellt seien. Das wäre, als würde man sich ernsthaft fragen ob Godzilla wirklich so viele Eier legen konnte, oder warum Außerirdische die Erde vernichten, wo es wissenschaftlich doch gar nicht erwiesen ist, dass es überhaupt Außerirdische gibt.
Hand aufs Herz: Wer sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte einen Katastrophenfilm Marke Emmerich ansieht, will doch keine physikalischen, soziologischen oder gar politischen Höhenflüge zu erleben.
Was soll also all die Kritik an der Oberflächlichkeit des Films?
Roland Emmerich hat genau das gehalten, was sein Name verspricht: Harntreibende Vernichtungssequenzen, Gänsehaut auslösende Untergangsstimmung und ganz viel Heldentum und all das - wie immer - mit einer Überdosis an amerikanischem Patriotismus.
That’s him!
Wer jetzt jammert, dass er lieber einen kontemplativen Wim Wenders Film gesehen hätte, der ist wirklich selber schuld.
Apropos andere Regisseure: Absolut unsachlich ist die Kritik an der schwäbischen Herkunft des Filmemachers. Hat das etwa Einfluss auf die Anzahl der Sterne, die man hier vergibt?
Hätte ein Hamburger eventuell mehr aus dem Klimakollaps herausgeholt? Möglicherweise wäre dann ein U-Boot durch Manhattan geschwommen.
Die Wahrheit ist, die einzigen beiden großen deutschen Regisseure Emmerich und Petersen sind vermutlich nur deshalb nach Hollywood gegangen, weil die deutsche Kinolandschaft so jämmerlich farblos und ewig problematisierend ist. Und Kinogänger (oder DVD-Käufer), die einen reißerischen Endzeitschocker nicht von einer sachlichen Umwelt-Doku unterscheiden können, tragen nicht wirklich zu einer Verbesserung der langweiligen deutschen Filmkultur bei.
Wer also weiß, was er von einem Emmerich Produkt zu erwarten hat und sich gerne mitreißen lässt in eine hammermäßig, zugefrorene Welt, der wird nicht enttäuscht sein wenn er The day after tomorrow kauft. Wer sich philosophischen Tiefgang und gar ein komplexes Sittengemälde zur Zeiten des Weltuntergangs erhofft, der, hebt sich sein Geld besser für den Tag X auf, an dem es einem genialen Regisseur wirklich gelingt all das in einem Jahrhundertfilm zu vereinen (vielleicht ein Schwabe :-)!
Ich habe mich für den Kauf der 2-Disk-Edition entschieden und bin ziemlich enttäuscht. Auf die 3 Stunden Bonusmaterial kommt man nur mit kräftigen „Augen zu"-Drücken. Die unveröffentlichten Szenen mit Regiekommentar sind ganz nett (ca. 25 Minuten), die Featurette über die optischen Spezialeffekte ist sehr gut und interessant (ca 30 Minuten), aber die einstündige Dokumentation über Klimaforschung (hier ist die Message, die der Film haben wollte), die Featurette über die Toneffekte, Bildergalerien, sind na ja. Dazu noch eine Doku über den Film „Alien vs. Predator"...
Ich ärgere mich, dass ich das Geld für die Special-Edition ausgegeben haben, mit der Ein-Disk-Variante erzielt man ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
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