Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Super Unterhaltung!, 8. Mai 2009
Chad (Brad Pitt) und Linda (Frances McDormand) arbeiten im Fitnessstudio, wo sie eines Tages eine CD mit "heißen" Geheimdienstinformationen finden. Da Geld natürlich ein knappes Gut ist, beschließen die beiden, den Eigentümer der CD, einen gewissen Osborne Cox (John Malkovich), zu erpressen. Der Ex-Agent hat aber weit mehr auf der Pfanne, als die beiden Vorturner, und zugleich keinen Schimmer, wieso es überhaupt eine CD mit seinen Aufzeichnungen gibt. Schon bald entbrennt ein immer schneller drehender, blutiger Reigen paranoider Washingtoner Agenten und Möchtegern James-Bonds...
"Burn After Reading" beginnt unendlich langsam - wie eine Lawine - steigert sich der Film stetig in ein kaum noch zu überblickendes, blutiges Geflecht aus Lug und Betrug, Gier, Lust, Angst und anderen unmenschlichen Eigenheiten, gepaart wird das ganze noch mit reichlichen skurrilen Höhepunkten. Folglich ein echter Coen - dieser "Burn After Reading"-Film.
Die durchweg prominente Besetzung liefert dabei ein absolut unterhaltsames Schauspiel. Allen voran sicherlich der hirnlose Brad Pitt, den ich seit Snatch - Schweine und Diamanten nicht mehr besser gesehen habe oder einen herrlich versoffenen George Clooney mit komischen Essgewohnheiten und Ticks, die ihn zum Mittelpunkt jeder Party machen würden ;o)Dazu kommt eine wunderbar fiese Tilda Swinton oder einen J. K. Simmons als brüllender CIA-Abteilungsleiter. Die komödiantische Performance der Darsteller ist einfach fantastisch.
Für manchen entpuppt sich sicherlich die Handlung als kleines Manko, denn dieser ist die volle Aufmerksamkeit zu widmen, um diesem WirrWarr von Intrigen und falschen Fährten folgen zu können, um auch noch am Ende die Handlung nachvollziehen zu können. Somit bin ich auch noch ein wenig hin und her gerissen, ob sich "Burn After Reading" 4 oder 5 Sterne verdient hat. Ich entscheide mich eher für 4 Sterne, denn dieser Film ist weder ein Thriller noch eine Komödie, er liefert viele Fragen und gute, wie auch schlechte Antworten . Er ist einfach einer dieser Coen-Filme bei denen man nicht weiß, was einen erwartet. Aber eines ist garantiert - beste Unterhaltung. Nur leider war sie hier für meinen Geschmack phasenweise etwas zu, nennen wir es "komisch" ;o)
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34 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Abrechnung mit dem Washingtoner Establishment, 13. April 2009
Was ist das markante eines Coen-Films? Die skurrilen Charaktere, eine völlig absurde Geschichte und der trockene, bitterböse Humor der Coens. Burn After Reading bildet da keine Ausnahme.
Es geht etwas tröge los, die Handlungsstränge sind scheinbar lose miteinander verknüpft. Da ist der CIA-Analyst Cox (Malkovich), der wegen eines Alkoholproblems seinen Job verliert. Seine Frau (Swinton), eine eiskalte, geltungssüchtige Ärztin, hat längst die Scheidung bei ihrem Anwalt in Auftrag gegeben und hat eine Affäre mit einem Regierungsbeamten im Finanzministerium namens Pfarrer (Clooney), der an Paranoia leidet. In den unfreiwilligen Ruhestand versetzt, schreibt Cox seine Memoiren. Die Sicherheitsdisk geht in einem Fitnessstudio verloren und gerät in die Hände von zwei absoluten Freaks (Pitt, McDormand). Diese vermuten geheimes Material auf der Disk und beschließen Cox zu erpressen. Das Chaos nimmt seinen Lauf.
Der schwarze Humor der Coens ist sehr schwer zu rauszulesen. Cox beispielsweise ist einer jener bürokratischen CIA-Analysten, die durch falsche Dossiers Fehlentscheidungen der Bush-Administration zu verantworten hatten und hier auf die Schippe genommen werden. Man braucht ein bisschen Gespür für den Ärger der Amerikaner über das Washingtoner Establishment und den gesamten Geheimdienstapparat. Viele Gags erklären sich erst Minuten später (Malkovichs "What the f?ck"). Manche kommen so unterschwellig böse heraus, dass man sie fast überhört. Beispielsweise als Cox am Telefon erpresst wird und seine Frau meint, wer denn für diese besch... Memoiren auch noch Geld bezahlen soll. Der Film setzt der Idiotie ein Denkmal. Eine Ansammlung dummer Leute, die aus Desinformation heraus Dummes tun. Jeder betrügt Jeden und ist am Ende selbst der Betrogene. So läuft der Film auf ein grandioses Finale zu, in dem dann alle durchdrehen. Eine glückliche Hand hatten die Coens wieder mal beim Cast. Grandios ist Pitt als grenzdebiler Fitnesstrainer. Besser kann man einen Freak nicht geben. Clooney nimmt sich wohl als paranoider Schürzenjäger selbst auf die Schippe. Swinton lässt ob der Eiseskälte jeden männlichen Zuschauer die Adern gefrieren. Und Malkovich ist wieder nahe am Abgrund. Sensationell sind auch die kleinen Nebenrollen. JK Simmons und David Rasche ("Sledgehammer") stellen quasi als ranghohe Geheimdienstbeamte mit viel schwarzem Humor das Versagen der CIA dar. Alle Darsteller skizzieren wunderbar die Skurrilität ihrer Figuren.
Es ist ein typischer Coen-Film. Neues wird diesmal nicht geboten. An No Country For Old Men reicht er nicht ran. Die Farce ist dennoch ein witziger Trip durch eine völlig irre Welt. Die 90 Minuten vergehen sehr schnell, der Humor ist versteckt, man muss sich als Zuseher Mühe geben.
Die Ausstattung der Deluxe-Edition ist reichhaltig. Viele Featurettes ergänzen den Film und runden ihn ab. Hinzu kommt das übliche Bonusmaterial (Trailer,Interviews etc.).
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Top Schauspieler, satter Humor und Gesellschaftskritik, 7. August 2009
Eigentlich konnte ich mir nicht viel unter diesem Titel vorstellen, aber eine Arbeitskollegin hat mich gedrängt, den Film anzuschauen - und ich bin ihr wirklich dankbar. Burn after Reading hat wirklich alle Elemente, die ein erstklassiger Film für einen gelungenen DVD-Abend braucht.
Als erstes zu nennen ist hier wohl die grandiose Schauspielerriege. Hier macht das Zugucken schon allein wegen der Schauspielkunst Spaß. Brad Pitt glänzt in der Rolle des Trottels und hat bei mir mit seiner komischen Mimik voll ins Schwarze getroffen. George Clooney und Tilda Swinton als ungleiches Paar, sorgen auch für eine hervorragende Dynamik. Und nicht zu vergessen, die wunderbare Frances McDormand, die als durchgeknallte Trainerin im Schönheitswahn die Geschichte am Laufen hält.
Ja, und dazu dann eine absurde und aberwitzige Story, die teils vorhersehbar, teils überraschend ist und wirklich mitzureißen versteht. Das Ende - wird hier nicht verraten - ist vielleicht ein wenig zu belanglos, passt aber gerade deshalb super ins Konzept.
Und wer will, kann sich neben dem Komödien-Spaß natürlich auch noch tiefergehende Gedanken über unsere Gesellschaft zwischen Schönheitsidealen und Bürokratieterror machen.
Das ist einer der wenigen Filme, die ich mir gleich zwei Mal angeschaut habe - und ein drittes wird sicherlich noch folgen ...
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