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VINE-PRODUKTTESTERam 11. Januar 2010
Der Name Ihsahn wird wohl auf immer und ewig mit den Black Metal-Pionieren Emperor verbunden bleiben. Dabei hat Vegard Sverre Tveitan (so sein richtiger Name) bei seinem Streben nach musikalischem Ausdruck den Black Metal schon lange hinter sich gelassen, was man deutlich an seinem dritten Soloalbum After hört. Dieses klingt viel eher nach technischer Kälte, als nach nihilistischer Schwärze. Wenn man schon eine Schublade dafür aufmachen will, müsste es extremer Progressive Metal sein. Nach seinem Versuch auf dem Vorgänger angL zu so etwas wie der Black Metal-Version von Opeth zu mutieren, bekommen wir auf dieser CD wohl erstmals den echten und eigenen Ihsahn zu hören, der es nicht mehr nötig hat, dass man ihn an Genrereferenzen festmacht. Die Barrieren scheinen also gebrochen.

Und dementsprechend sperrig klingt After auch. Leicht zu fassen bleibt es selbst nach dem zehnten Durchlauf noch nicht wirklich. Doch aus den acht musikalischen Brocken schälen sich immer mehr bemerkenswerte und interessante Songs. Dabei sind alle Stücke auf ihre Art und Weise ziemlich heavy, ohne jemals gezwungen hart zu sein. Vielmehr brodeln sie vor sich hin, entladen ihre Spannungen nicht beständig in wilden Ausbrüchen. Lediglich bei "A grave inversed" gehen den Musikern komplett die Gäule durch. Hier treffen radikale Blastbeats auf Freejazz, wenn sich das Saxophon mit den Gitarren und Ihsahns Donnergrollen duelliert. Saxophon? Jawohl, Saxophon. Nicht selten nimmt dieses Instrument einen dominanten Platz im Sound der Platte ein. Was anfangs noch befremdlich wirkt, klingt mit der Zeit immer selbstverständlicher und bringt sogar eine gewisse emotionale Wärme ins Klangbild. Denn das ist das größte Problem der Platte: Sie wirkt mit ihrer technischen Perfektion kalt und schier unnahbar, dadurch ziemlich bedrohlich und vielleicht auch gerade deswegen faszinierend.

Kein Song klingt auf After wie ein anderer. Und 08/15-Standardsongwriting musste genauso draußen bleiben, wie Langeweile. Hier hätten wir z.B. mit "The barren lands" einen hochmodernen Progmetalsong, mit dem Titeltrack "AFTER" pure Melancholie, melodisch vertont, mit "Austere" ein wunderbares fast träumerisches, aber dann doch wieder beunruhigendes Lied und mit "Undercurrent" einen Longtrack der von gleitenden, gezupften Gitarren und fast friedvollen Passagen, bis zu harten Gitarrenbreaks mit garstiger Stimme, einen großen klaren Refrain und schräge Jazztöne die ganze Bandbreite der Platte bietet. Beschlossen wird After von "On the shores", bei dem das wimmernde Saxophon den Hörer auf Wellen dem Abgrund entgegen treibt.

Wie man es auch dreht und wendet, das dritte Ihsahn-Album ist ein außergewöhnliches und auf seine Art und Weise extremes Stück Musik. Mit ein bisschen mehr an Emotionalität wäre es sogar annähernd perfekt. Dafür strotzt es vor spielerischer Klasse, mit der neben der Spiral Architect-Rhythmusgruppe Asgeir Mickelson und Lars Koppang Norberg, sowie dem Saxophonisten Jorgen Munkeby, vor allem der Namensgeber an seiner achtsaitigen Gitarre brilliert. So fängt 2010 gut an!
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am 15. März 2010
Seit der Emperor-Prometheus-Offenbarung lege ich mir die neuen Veröffentlichungen des Masterminds blind zu, soll heißen, ohne vorher reinzuhören. Eine gewisse gemeinsame Idee von guter Musik scheint uns hier zu einigen-obwohl ich nicht viel mit BlackMetal anzufangen weiß, fühle ich mich doch eher in der progressiven Richtung zu Hause. Womit man bei Ihsahn jedoch überaus gute Chancen hat, gefallen an den Veröffentlichungen zu finden, wenn "progressiv" im Wortsinne verstanden wird.

Und so waren The Adversary und AngL auch gute Scheiben, ohne Frage, aber qualitativ nicht immer ganz homogen. Echte Highlights ("Monolith"!) wechselten mit weniger starken Stücken. Dies hat sich mit "After" nun klar geändert. Geht es mit dem starken Opener "The Barren Lands" noch Ihsahn-typisch los, so wird schon in "A Grave Inversed" derart die Gegend verwüstet, dass es nur so eine Art hat. Nicht zuletzt trägt besonders das sich immer wieder vergaloppierende Saxophon in dieser pfeilschnellen Granate dazu bei, dass ein Grinsen in mein Gesicht gemeißelt wird, wie bei Batman's Joker. Aber erst danach wird mit dem titelgebenden Stück die Grundausrichtung deutlich: eine eher melancholische Stimmung, deren tief hängende Wolken immer wieder durch die wütenden, vocalen Ausbrüche aufgerissen werden. Und immer wieder dieses Saxophon, welches glücklicherweise nicht als Gimmick eingesetzt wird, sondern sich voll integriert. Und so kommt beispielsweise in "Heavens Black Sea" echte Blade Runner-Stimmung auf, ein sehr abgefahrenes Hörerlebnis. An dieser Stelle muss ich der geschätzten Meinung des Vorrezensenten widersprechen: aus meiner Sicht geht es insgesamt kaum emotionaler. Verzweiflung, Wut, Trauer, Hoffnung scheinen mir hier die Zutaten für das achtgängige Menü zu sein, mit echtem Herzblut eingespielt, so intensiv wie seit "Prometheus" nicht mehr. Die innovativen Melodien würden bei anderen Bands sicher für drei Alben reichen.

Ihsahn ist hier echt ein ziemlich großer Wurf gelungen: ungemein abwechslungsreich, dennoch aus einem Guss und das fast wichtigste: die Mucke kann wohl niemanden wirklich kalt lassen, wer ein Ohr für diese Art Musik hat (oder zwei). Zudem ist's keine One-Man-Show, denn neben Saxophon kann man mit den alten Spiral Architect-Virtuosen als Rythmussektion ja gar nichts falsch machen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. Januar 2010
Der Name Ihsahn wird wohl auf immer und ewig mit den Black Metal-Pionieren Emperor verbunden bleiben. Dabei hat Vegard Sverre Tveitan (so sein richtiger Name) bei seinem Streben nach musikalischem Ausdruck den Black Metal schon lange hinter sich gelassen, was man deutlich an seinem dritten Soloalbum After hört. Dieses klingt viel eher nach technischer Kälte, als nach nihilistischer Schwärze. Wenn man schon eine Schublade dafür aufmachen will, müsste es extremer Progressive Metal sein. Nach seinem Versuch auf dem Vorgänger angL zu so etwas wie der Black Metal-Version von Opeth zu mutieren, bekommen wir auf dieser CD wohl erstmals den echten und eigenen Ihsahn zu hören, der es nicht mehr nötig hat, dass man ihn an Genrereferenzen festmacht. Die Barrieren scheinen also gebrochen.

Und dementsprechend sperrig klingt After auch. Leicht zu fassen bleibt es selbst nach dem zehnten Durchlauf noch nicht wirklich. Doch aus den acht musikalischen Brocken schälen sich immer mehr bemerkenswerte und interessante Songs. Dabei sind alle Stücke auf ihre Art und Weise ziemlich heavy, ohne jemals gezwungen hart zu sein. Vielmehr brodeln sie vor sich hin, entladen ihre Spannungen nicht beständig in wilden Ausbrüchen. Lediglich bei "A grave inversed" gehen den Musikern komplett die Gäule durch. Hier treffen radikale Blastbeats auf Freejazz, wenn sich das Saxophon mit den Gitarren und Ihsahns Donnergrollen duelliert. Saxophon? Jawohl, Saxophon. Nicht selten nimmt dieses Instrument einen dominanten Platz im Sound der Platte ein. Was anfangs noch befremdlich wirkt, klingt mit der Zeit immer selbstverständlicher und bringt sogar eine gewisse emotionale Wärme ins Klangbild. Denn das ist das größte Problem der Platte: Sie wirkt mit ihrer technischen Perfektion kalt und schier unnahbar, dadurch ziemlich bedrohlich und vielleicht auch gerade deswegen faszinierend.

Kein Song klingt auf After wie ein anderer. Und 08/15-Standardsongwriting musste genauso draußen bleiben, wie Langeweile. Hier hätten wir z.B. mit "The barren lands" einen hochmodernen Progmetalsong, mit dem Titeltrack "AFTER" pure Melancholie, melodisch vertont, mit "Austere" ein wunderbares fast träumerisches, aber dann doch wieder beunruhigendes Lied und mit "Undercurrent" einen Longtrack der von gleitenden, gezupften Gitarren und fast friedvollen Passagen, bis zu harten Gitarrenbreaks mit garstiger Stimme, einen großen klaren Refrain und schräge Jazztöne die ganze Bandbreite der Platte bietet. Beschlossen wird After von "On the shores", bei dem das wimmernde Saxophon den Hörer auf Wellen dem Abgrund entgegen treibt.

Wie man es auch dreht und wendet, das dritte Ihsahn-Album ist ein außergewöhnliches und auf seine Art und Weise extremes Stück Musik. Mit ein bisschen mehr an Emotionalität wäre es sogar annähernd perfekt. Dafür strotzt es vor spielerischer Klasse, mit der neben der Spiral Architect-Rhythmusgruppe Asgeir Mickelson und Lars Koppang Norberg, sowie dem Saxophonisten Jorgen Munkeby, vor allem der Namensgeber an seiner achtsaitigen Gitarre brilliert. So fängt 2010 gut an!
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am 4. Februar 2010
Endlich ist das neue Werk "After" erschienen. Eines meiner meisterwarteten Alben der letzten Zeit.
Es ist das letzte der drei Alben unter dem "Ihsahn"-Banner (man darf gespannt sein, was man in Zukunft von ihm erwarten kann).

Die Vorgänger waren progressiv, mal melodisch, mal etwas härter, aber stets 100% Ihsahn, dabei aber keinen Meter so verwirrend wie der letzte Emperor-Output "Prometheus".
Ähnlich wie beim damals letzten Emperor-Output: Es wird eine neue Gitarrenart gespielt. Bei Prometheus erstmals 7-Saiter, bei After das erste mal mit 8-Saiter Gitarren.

Teil 3 der Reise reiht sich da ein, wenn auch auf etwas andere Art und Weise:
Das Album startet verhältnismäßig zahm, wenn auch ohne Clean-Gesänge und stellenweise polyrhythmischer Vertracktheit.
Hinter dem scheinbar leichten Gerüst verbirgt sich überraschend viel Inhalt, was einem die Sache nicht ganz einfach macht. Vor allem, wenn man dann bei Song zwei angelangt ist.
Hier wird geböllert wie seit Prometheus nicht mehr und dabei ist auch das erste und letzte mal so etwas wie ein "schwarzer" Hauch in den Songs, ohne dabei all zu sehr an Emperor zu erinnern.

Noch im selben Song wird ein urtypisches Death Metal-Riff verbraten, während das Saxophon (ja, richtig!) dazu mittrötet, wenn auch nicht auf blues oder jazzige Art und Weise, sondern mit der Gitarre, was erstmal für erstaunen sorgt (triolisch).
Schon hier nimmt das neue Instrument (bedient vom Shining-Fronter) überraschend viel Platz ein, nachdem man eine reine Böller-Orgie erwartet hatte: Mal jazzig atonal, mal zum Groove ein sehr gutes Solo beigesteuert. Auch hier gibt es wieder sehr sehr viel zu entdecken.

Song drei, der Titeltrack, bietet auch wieder mehr, als man zu beginn erwartet, was auch auf die restlichen Songs zutrifft. Dieser startet sehr soft, mit einem sehr großen und vor allem sehr guten Refrain, was sich wieder in Härte steigert.

Songs wie Frozen Lakes On Mars bieten hingegen wieder mehr Geböller und auch erhöhten Anteil an supertiefen Tönen auf der F-Saite, andere startet verträumt oder hochmelancholisch.

Nicht zu unterschätzen ist das Saxophon-Element, welches eigentlich nur bei Inversed Grave richtig aus dem Rahmen fällt. Ob das einem zusagt, muss man für sich selbst entscheiden.
Bei fast allen anderen Gastauftritten dieses Instruments wird ein warmer und sehr passender Gegenpart zu den unterkühlten Songs geliefert.

Unterkühlt? Richtig!
Waren die Songs auf den letzten zwei Alben noch ein Querschnitt aus verschiedensten Elementen des Metal, eine Art "Prometheus-Light" und durch die Abmischung verhältnismäßig kalt, so hat sich Ihsahn auf diesem Album tatsächlich neu erfunden und dabei viele Trademarks beibehalten.
Die Songzahl hat sich auf 8 Stück reduziert (Spiellänge ca 52 Minuten), dafür sind die Songs mit noch viel mehr Details durchwuchert.

Was sofort auffällt ist die zurückgenommene Härte, nur bei A Inversed Grave und Frozen Lakes On Mars wird durchweg, und heftig wie seit Jahren nicht mehr, das Gaspedal durchgetreten, bei ersterem wundert man sich sogar schon über die Nahezu-Brutalität und umgebende Schwärze.
Die Songs sind größtenteils langsamer gehalten, dabei aber auch leicht steril und vor allem sehr unterkühlt (das Album beschäftigt sich auch mit dem Tod und dem, was danach kommt). Ein starres, technisches Grundgerüst, das desöfteren durch akustische Parts aufgelockert wird.
Sobald das Saxophon zum Einsatz und Untermalung dazu kommt, empfindet man das einzige mal so etwas wie Wärme, was den Songs nicht nur Frische, sondern auch ein gewisses Maß an originalität gewährt.

Im Endeffekt ziehe ich meinen Hut: Was Ihsahn hier geschaffen hat, hätte schon nach The Adversary kommen können. Nichts gegen angL, das Album ist sehr gut, hatte aber nicht die volle Klasse des grandiosen Erstlings erreicht.
Die Songs sind auf After noch sperriger als auf den Vorgängern, jazziger angehaucht und dabei sehr viel gefühlvoller, ohne ins endlos softe abzudringen. Hier treffen ungezügelte Wut (A Inversed Grave), technisches Gespiele (Frozen Lakes On Mars), Naivität (The Barren Lands), Gefühl (After) und Verträumtheit (Austere) aufeinander und vermischen sich dabei größtenteils miteinander. Ähnliches hatte ich zuvor nur auf gewissen Black Metal Scheiben und den Devin Townsend-Outputs (Strapping Young Lad eingeschlossen!) empfunden.

Was beide Vorgänger nicht erreicht hatten, war die neue, hier vorzufindende Einzigartigkeit. Man erkennt hier eindeutig Ihsahn, aber die Trennung zu den Emperor-Wurzeln ist endlich vollends geglückt. Ich huldige Emperor, aber die Vergangenheit sollte nur noch durch die Band selbst auf Konzerten oder wie auch beim Ihsahn-Konzert aufleben.

Auch hier kann ich wieder nur die volle Punktzahl zücken, das kann jeder andere auch, aber nur, wenn er dem Album entsprechend viel Zeit gibt, sich mit ein oder zwei sehr widerspenstigen Saxophon-Parts anfreunden und vor allem ein breites musikalisches Spektrum aufweisen kann.

10/10
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