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After the Ice: A Global Human History 20, 000 - 5, 000 BC
 
 
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After the Ice: A Global Human History 20, 000 - 5, 000 BC [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Steven Mithen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Weidenfeld & Nicolson (26. Juni 2003)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0297643185
  • ISBN-13: 978-0297643180
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16,8 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.396.351 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Steven Mithen
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Produktbeschreibungen

From Booklist

Using an unorthodox narrative device, Mithen explores why, how, and where farming displaced hunting and gathering. Mithen conjures John Lubbock, an English author of a once-popular 1865 history of the Stone Age, and sends him back in time to visit dozens of excavation sites around the world as they appeared when inhabited. Lubbock's transcontinental perambulations permit Mithen (a practicing archaeologist who describes his digs in Scotland) to underscore one causal factor in the agricultural revolution: the fluctuations of climate at the end of the last Ice Age. Weather, sea level, and zones of plant and animal life changed dramatically in the 15,000 years of Lubbock's walkabout, and Mithen explains how environmental volatility is scientifically known as he sketches Lubbock observing the various "living" human communities that have been uncovered. A successful marriage of fact and imagination, Mithen's tome establishes a solid knowledge base with full academic references that will be of primary interest to those considering a career in archaeology. Gilbert Taylor
Copyright © American Library Association. All rights reserved -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Spektrum der Wissenschaft

Das Mesolithikum (mittlere Steinzeit), die Zeit der nacheiszeitlichen Jäger und Sammler, war lange Zeit Stiefkind der Archäologie. Erst seit 1927 hat es seinen Platz in der heute allgemein gültigen Gliederung der Vor-geschichte. Aber noch das mehrbändige »Handbuch der Vorgeschichte« von Hermann Müller-Karpe (1966) verschweigt es fast gänzlich, und in »Fischers Weltgeschichte« von 1972 erscheint es nur als Periode der Entkräftung und Verarmung. Funde waren spärlich; unter den Fachleuten allgemein bekannt waren allenfalls die Schädelnester der Ofnet-Höhle in Süddeutschland, vielleicht noch die mesolithische Siedlung von Lepenski Vir am Eisernen Tor, einer wildromantischen Donaulandschaft zwischen Serbien und Rumänien.
Erst in jüngerer Zeit gab es nach 150 Jahren archäologischer Forschung echte Überraschungen. Die umfangreichen Entdeckungen der letzten Dekaden haben alle früheren Abhandlungen veralten lassen. Erst Steven Mithen füllt mit dem vorliegenden Buch die dadurch aufgerissene Lücke.
Was macht das Mesolithikum so wichtig? Der von Mithen gewählte Zeitrahmen umschreibt das für die Entstehung der heutigen Zivilisation zentrale Geschehen: den Wandel vom Jäger zum Bauern. Weltweit findet dieser Prozess erst nach der Eiszeit, also nach 10000 vor unserer Zeitrechnung statt, doch hat er natürlich seine Vorgeschichte, und die lässt sich heute weitaus detaillierter und dramatischer zeichnen als bisher. Viele Fragen nach dem Wo, Wie und Warum sind noch offen, doch ist deutlich, dass die üblichen Vorstellungen von bescheidenen und primitiven Anfängen dörflichen bäuerlichen Lebens nicht die ganze Wahrheit sein können: Heute kennen wir monumentale Bauwerke sesshafter Jäger.
Das Thema ist also spannend und bedeutend. Wird der Autor der gestellten Aufgabe gerecht? Steven Mithen ist Prähistoriker und Kenner der Materie. Er präsentiert den neuesten Forschungsstand, kennt viele der Ausgrabungsstätten aus eigener Anschauung und ist selbst als Ausgräber tätig. In »Prehistory of Mind« (1996) hatte er sich mit Entstehung und Wirken der Gattung Homo sapiens auseinander gesetzt. »After the Ice« bildet in gewisser Weise die Fortsetzung dieses Werks.
Mithen wählt für sein Buch eine originelle Form mit erzählerischen Elementen: Er moderiert das Geschehen und führt eine fiktive Person namens John Lubbock auf einer Zeitreise hin zu den Menschen und Plätzen der Vergangenheit. Der Name des Reisenden ist ?Programm: Der britische Archäologe, Biologe und Politiker John Lubbock (1834–1913) folgte 1865 mit dem Werk »Prehistoric Times« als einer der Ersten nicht der biblischen Chronologie, die der Welt nur ein Alter von 6000 Jahren zumisst. Der vielseitige Gelehrte vollzog auch als Erster die Teilung der Steinzeit in zwei große, sehr unterschiedliche Phasen, nachdem der Däne Christian Thompson 1837 die archäologischen Fundmaterialien nach Stein-, Bronze- und Eisenzeit klassifiziert hatte.
Heute ist klar, dass die Menschen der Altsteinzeit, des Paläolithikums, als Jäger und Sammler lebten und die bäuerliche, nahrungsproduzierende Lebensweise, die entscheidende Errungenschaft des Neolithikums, noch nicht kannten. Dass das wesentlich später zwischen beide Perioden eingeschobene Mesolithikum kein Lückenfüller ist, sondern der Wegbereiter der neuen Zeit, dass der »Neolithisierungsprozess« landschaftlich sehr unterschiedlich und nicht synchron ablief, sondern sich als wechselvolle Geschichte darstellt, das ist das Thema von »After the Ice«.
»Prehistoric Times« im Reisegepäck, konstatiert der moderne John Lubbock immer wieder, was 150 Jahre archäologischer Forschung zu bewegen vermochten. Die Reise beginnt in Vorderasien, in der Landschaft, in der die »Neolithisierung« früher als in anderen Regionen der Welt stattfand. Von hier führt ihn sein Weg nach Europa, Amerika, Süd- und Ostasien und Afrika. Angesichts dieser Weltumrundung sieht man es Mithen gerne nach, dass der von ihm geführte Reisende zuweilen nur die angloamerikanische Forschung im Blick hat und manche andere wichtige Unternehmung übersieht. Hätte Mithen dem modernen John Lubbock noch ein weitere Reiselektüre mit auf den Weg gegeben, die »Weltgeschichte der Steinzeit« von Oswald Menghin (1931), so wäre dem Leser nicht nur aufgefallen, wie viele neue Erkenntnisse mittlerweile angefallen sind, sondern auch, um wie viel attraktiver Steven Mithen die Vermittlung dieser Erkenntnisse gelungen ist. Allen Geschichtsinteressierten, die ein englischsprachiges Werk als Lektüre nicht scheuen, wird »After the Ice« einen faszinierenden Überblick über eine Sparte der prähistorischen Archäologie vermitteln, der zurzeit Aufsehen erregende Neuentdeckungen vergönnt sind.
--Klaus Schmidt

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Extrem beeindruckt 22. Juni 2009
Format:Taschenbuch
After the Ice: A Global Human History 20,000-5000 BC: A Global Human History, 20,000-5,000 BC
21. Juni 2009. Ich bin extrem beeindruckt. Das Buch "After The Ice" ist ein beispiellos starker Text über die Menschheit nach der Eiszeit, von 22'000 bis 7'000 Jahre vor unserer Zeit. Es erschien kurz vor der "Evolution des Göttlichen", ich konnte es dort noch nicht zitieren.

1. Meine Bewunderung gilt der Form:

Mithen hat sich einen modernen John Lubbock ausgedacht, der am Beginn des 21. Jahrhunderts die archäologischen Fundstätten besucht. Vorbild ist dabei ein reiselustiger Gefolgsmann von Charles Darwin, John Lubbock (1834-1913), der schon in viktorianischer Zeit einen Bericht über das archäologische Wissen seiner Zeit verfasst hatte.

Das Alter Ego von Mithen, der moderne John Lubbock, ist in seiner Neugier nicht zu bremsen. Ausgehend von Westasien, über Europa, die beiden Amerikas, Grossaustralien und Ostasien, Südasien und Afrika besucht er Fundstätte um Fundstätte. Er beobachtet die Menschen am Werk und informiert sich bei den jeweils kompetenten Forschern. So liest sich das Buch anschaulich und spannend.

2. Meine Bewunderung gilt dem Inhalt:

Ich kenne kein anderes Kompendium, das so eingehend und zuverlässig darstellt, welche enorme Herausforderung das dramatische Ende der letzten Eiszeit für unseren Globus und die Menschen darstellte. Insbesondere das heutige Nordamerika erlitt die wohl spektakulärsten Veränderungen seines Reliefs und seiner Flusslandschaften. Jede Klimaänderung zwang die Menschen, Lebensgewohnheiten aufzugeben und sich neu einzurichten. Und überhaupt: Neue Lebenswelten zu erschliessen.

3. Meine Bewunderung gilt der menschlichen Leistung

In dieser Zeit schafften die Menschen den Übergang von Jäger-Sammler-Gesellschaften zu Dorf- und Agrarökonomien. Sie verhielten sich kooperativ und wetteifernd, fürsorglich und gewalttätig, egoistisch und altruistisch. Sie zähmten Tiere und züchteten Nutzpflanzen. In Westasien Weizen und Hafer, Schafe und Ziegen usw. In Afrika Rinder, Melonen, Hirse, Sorghum, Ölpalmen usw.; in Indien Truthühner; in Ostasien Reis und Schweine; in Südamerika Vicunas; in Mexiko Mais, Kürbis etc. Einige wenige Übersichtstabellen wären nützlich.

4. Meine Bewunderung gilt der nüchternen Sicht

Mit seinen Aussagen geht Steven Mithen nur soweit, als die archäologischen Daten und Indizien es zulassen. Nichts von Science Fiction! Nichts von Schwärmerei! Das ist sehr erfreulich, wenn man bedenkt, dass auch bei manchen Wissenschaftlern die Fantasie gerne dort durchbrennt, wo ihr Wissen aufhört.

5. Die Proportionen

Am Ende seines Buches stellt Mithen seine Ausführungen in ein Verhältnis zur Gegenwart. Was wir gegenwärtig erleben, ist eine globale Klimaerwärmung. Eine solche machte Tasmanien schon vor 16'000 Jahren unbewohnbar, und die Sahara wurde vor 7'000 zur Wüste, die wir heute kennen. Vor 11'600 Jahren war die globale Temperatur um 7° angestiegen, im Vergleich zum Eiszeit-Höhepunkt. Der Meeresspiegel war um 120 Meter hinauf geklettert. Schlicht gigantisch!

Die Wissenschaftler erwarten von der gegenwärtigen Klimaerwärmung einen Anstieg des Meeresspiegels um 32 Zentimeter in fünfzig Jahren, und eine globale Erwärmung um 3 Grad in hundert Jahren.

Das Szenario verheisst Dramatisches: Dürren und Überschwemmungen werden Menschen in Hunger und Durst stürzen und sie zwingen, ihre Heimaten zu verlassen. Fruchtbare Landschaften werden Wüste, viele Gegenden unbewohnbar. Auch wenn vielleicht Grönland ein Weideland für Rinder wird, die Jagd auf Wale und Eisbären wird dann wohl der Vergangenheit angehören. Dies alles geschähe nicht zum ersten Mal, wie "After The Ice" herausragend dokumentiert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mithen legt mit diesem Buch eine aus archäologischen Funden rekonstruierte, alle fünf Kontinente umfassende Menschheitsgeschichte des Mesolithikums (20.000 - 5.000 vor unserer Zeit) vor.

Um diese schwer zugängliche und wenig erforschte Epoche dem Leser nahezubringen, wählt der Autor eine doppelte Strategie: (1) Er schickt den viktorianischen Politiker und Universalgelehrten John Lubbock, der sich mit seinem Buch "Prehistoric Times" (1865) einen Namen gemacht hat, an jeden wissenschaftlich bedeutsamen Schauplatz und läßt ihn dort - unsichtbar aber sehr lebhaft - die Freuden, Sorgen, Nöte und vielfältigen Lebensbedingungen der Menschen miterleben. (2) Er begründet das jeweilige von ihm vorgeschlagene farbenfrohe Szenario mit der archäologischen Fundlage, die er im Kontext der Hilfsdisziplinen seines Faches interpretiert. Diese Deutungen problematisiert er im Rahmen eines wissenschaftlichen Diskurses, dessen häufige Unabgeschlossenheit er keineswegs verschweigt.

Mithen stellt das für die Datenerhebung unerläßlich Instrumentarium des Archäologen vor: Astronomische, geologische und meteorologische Berechnungen, Radiokarbonmessungen, Dendrochronologie, Pollenanalyse, die Wanderungsbewegungen von Pflanzen aber auch Käfern und Säugetieren als Reaktion auf ökologische Veränderungen, DNA-Analysen zur Feststellung der Unterschiede zwischen Wild- und Zuchtformen von Pflanzen und Tieren, Untersuchungen des Skeletts und besonders der Zähne von Menschen und Tieren, Analyse von Eisbohrkernen und Sedimenten, ethologische Vergleiche mit heute noch lebenden Jäger-und-Sammler-Kulturen.

Im Zentrum der Untersuchung liegen vier Klimaepochen: 20.000-12.700: Letztes Glaziales Maximum (Kaltzeit), 12.700-10.800: Spätglaziales Interstadial (Warmzeit), 10.800-9.600: Jüngere Dryas (Kaltzeit), 9.600 bis heute: kontinuierliche Erwärmung des Holozäns. Mithen entwickelt die komplizierten Auswirkungen dieser Klimaschwankungen auf Bodenbeschaffenheit, Flora, Fauna und Überlebensstrategien der Menschen. Das Abschmelzen der Eisschilde ließ die Weltozeane um 120 Meter ansteigen, was katastrophale Folgen für die hauptsächlich in den Küstengebieten lebenden Jäger-und-Sammler-Kulturen hatte. Der Autor beschreibt die höchst unterschiedlichen Jagdpraktiken in Eiszeit und Warmzeit nebst ihrer weitreichenden sozialen Konsequenzen, den hohen Anspruch der mesolithischen Steinwerkzeugtechnologie und die konfliktreichen Auseinandersetzungen um die nacheiszeitlichen Ressourcen. Er erklärt, weshalb die Tradition der Höhlenmalerei abrupt endete, wie und warum die Domestikation von Wildtieren und die Kultivierung von Wildpflanzen möglich und leider auch notwendig wurden und welche sozialen und psychischen Folgewirkungen die allmähliche Seßhaftigkeit mit sich brachte. Die frühen Siedlungen des Mesolithikums, welche die Hochkulturen vorbereiteten, erweisen sich als eine Anpassungsleistung an Erderwärmung und Bevölkerungswachstum, eine Anpassungsleistung allerdings, die bereits damals alles andere als im Gleichgewicht mit der Natur erfolgte. Mithen scheut nicht den Vergleich mit der Gegenwart: Auch heute bringen (selbstverschuldete!) Klimaveränderungen und Bevölkerungswachstum den Homo Sapiens in eine Zwangslage, und es ist durchaus zweifelhaft, ob er für diese rechtzeitig eine lebensdienliche Anpassungsleistung erbringt.

Die weltumspannende Weite der Thematik, die detailreiche Tiefe der Analyse, die Präzision des wissenschaftlichen Diskurses - Mithen erfüllt diesen unglaublich hohen Anspruch nicht nur vorbildlich, sondern schafft es darüber hinaus auch noch, den Leser mit ergreifenden und farbenprächtigen Szenarien am Leben der Menschen teilhaben zu lassen. Ja, das Buch ist "populär", aber populär im besten Sinne des Wortes. So sollte Wissenschaft vermittelt werden! Wer etwas über die uns bevorstehende Zukunft erfahren möchte, sollte die hier beschriebene Vergangenheit kennen. Als wertvolle Ergänzung empfehle ich: Jost Herbig: "Am Anfang war das Wort" (1984) und "Nahrung für die Götter" (1988), wo auch der Aufstieg der frühen Hochkulturen entwickelt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Buy it, read it, and then read it again.
If you have read about the ancient Egyptiens, the Isrealites, the Hittites, the Celts and all the rest of those ancient civilizations and cultures, and still wondered what came before them. Then this is THE book for you. This takes you from when the ice started to melt up to the start of the building of civilizations. It shows you why people started to build cities when they did and not before. It also makes clear why those cities were built where they were and not somewhere else.
My copy is starting to fall apart already because I have read it to death. I will have order another one soon. Please don't let it go out of print.
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