...bietet dieses gelungene Buch, welches man fast als Bildband bezeichnen kann.
Die Tiere werden nach Lebensräumen geordnet vorgestellt. Im ersten Kapitel geht es um die Wüstenbewohner. Hier lernt man unter anderem die possierlichen Erdmännchen, den putzigen Wüstenfuchs (Fennek), den Wüstenluchs (Karakal), aber auch beispielsweise den giftigen Sahara-Dickschwanzskorpion oder die Zwergpuffotter kennen.
In Kapitel zwei werden die Bewohner der Savannengebiete vorgestellt. Dazu gehören all jene Tiere, die einem sofort einfallen, wenn man an Afrika denkt: der Afrikanische Elefant, die Giraffe, das Steppenzebra, das Streifengnu, das Breitmaulnashorn, die Thomsongazelle und natürlich die anmutigen Raubkatzen Löwe, Leopard und Gepard.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Tieren, welche die Flüsse und Seen als ihren Lebensraum beanspruchen. Hier lernt man Tiere wie den Nilwaran kennen, selbstverständlich aber auch das gefährliche Nilkrokodil und das nicht minder gefährliche Flusspferd.
Im vierten und letzten Kapitel geht es um die Tiere des Regenwaldes. Neben einigen gefährlichen Schlangenarten und Spinnen werden hier unter anderem der Westliche Flachlandgorilla, aber auch einige trotz ihrer Anmut eher unbekannte Tiere wie das Okapi oder der Bongo, vorgestellt.
Zu Beginn jedes der vier Kapitel wir der jeweilige Lebensraum in Form eines Textes vorgestellt. Aus diesen Texten gehen Informationen hervor bezüglich der Entstehung, der Lage, des Klimas sowie weiteren Besonderheiten und Eigenheiten des jeweiligen Lebensraumes.
Die einzelnen Tierarten werden ebenfalls textlich vorgestellt. Dabei erfährt man beispielsweise Fakten bezüglich der Ernährungsgewohnheiten, des Sozial- und Territorialverhaltens sowie des Paarungsverhaltens.
Darüber hinaus gibt es zu jeder Tierart einen kleinen Steckbrief und mehrere Fotos. Nicht selten erstrecken sich diese Fotos über eine ganze Seite oder nehmen sogar zwei Seiten ein. Deshalb habe ich zu Beginn dieser Rezension auf das Wort "Bildband" zurückgegriffen.
Was ich an dem Buch neben den zahlreichen tollen Fotos besonders positiv finde, ist, dass das Buch einen umfassenden Überblick über Afrikas Tierwelt gibt, weil nicht lediglich die Säugetiere, sondern auch die Amphibien, Reptilien, Vögel, Fische und Insekten berücksichtigt werden.
Leider muss ich jedoch auch eine negative Anmerkung loswerden: Ich vermisse in dem Buch einige Tierarten. Von den einzelnen Familien und Gattungen wird jeweils ein Vertreter vorgestellt. Bei den Gazellen ist dies beispielsweise die Thomsongazelle. Die zahlreichen anderen Gazellenarten (z.B. Grantgazelle, Damagazelle oder Dorkasgazelle) werden nicht berücksichtigt. Dass man all diese Tiere nicht einzeln vorstellt, ist einleuchtend und nachvollziehbar, denn das würde den Rahmen sprengen und das Buch zu einem mehrere Kilo schweren Brocken anwachsen lassen.
Man hätte jedoch meiner Meinung nach zumindest die eigenartige und faszinierende Giraffengazelle (Gerenuk) noch in das Buch aufnehmen können, zumal sie sich vornehmlich aufgrund ihres Körperbaus durchaus stark von den anderen Gazellenarten unterscheidet.
Ebenso ist auch das scheue und sonderbare Erdferkel, welches mit keiner anderen Tierart näher verwandt ist, nicht in dem Buch vertreten.
Es wäre ebenfalls erfreulich gewesen, wenn man noch einige Lemurenarten in das Buch aufgenommen hätte, beispielsweise den Katta oder den Roten Vari, zumal diese Tiere ohnehin kaum jemandem bekannt sind.
Mein Fazit:
Aufgrund einiger fehlender Tierarten halte ich 4,5 Sterne für angemessen. Da es allerdings nicht möglich ist, halbe Sterne zu vergeben, bewerte ich dieses tolle Buch dennoch mit 5 Sternen, zumal es keine weiteren Schwachpunkte enthält.