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Afrikanisches Maskenspiel: Einblicke in die Religionen Afrikas
 
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Afrikanisches Maskenspiel: Einblicke in die Religionen Afrikas [Gebundene Ausgabe]

V. S. Naipaul , Anette Grube
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1 (5. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100515110
  • ISBN-13: 978-3100515117
  • Originaltitel: The Masque of Africa: Glimpses of African Belief
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 392.021 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

V. S. Naipaul, Romancier und Nobelpreisträger, ist einer der großen Weltreisenden der Literatur. Auf seiner Tour von Uganda über Westafrika bis nach Südafrika erkundet Naipaul die Erscheinungsformen und Auswirkungen des Glaubens. Ob animistische Vorstellungswelten, fremde Religionen wie Christentum und Islam, okkulte Riten und Mythen sie alle beeinflussen gesellschaftliche Prozesse, wirken zusammen mit wirtschaftlichen und politischen Fragen und prägen die Wirklichkeit Afrikas. Überall begegnet Naipaul das Magische, und immer wieder verblüfft die Macht, mit der es die Gegenwart durchwirkt.

Über den Autor

Vidiadhar Surajprasad Naipaul, geb. 17.8.1932 in Trinidad, lebt seit 1950 in Großbritannien. Der Romancier, Reiseschriftsteller und Journalist indischer Herkunft gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der englischsprachigen Literatur. Seine Romane 'Ein Haus für Mr. Biswas' und 'An der Biegung des großen Flusses' sowie das Sachbuch 'Eine islamische Reise' waren Welterfolge. Die meisten seiner Werke wurden ins Deutsche übersetzt. 2001 wurde V. S. Naipaul der Literatur-Nobelpreis verliehen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von hungernden Kätzlein 25. Januar 2012
Von h.n.
Immer wieder bemitleidet Vidiadhar Suraj Naipaul hungernde Kätzlein; der Flughafen in Lagos ist chaotisch, das Hotel dann nicht viel besser. T.i.A., aber Naipaul beklagt unermüdlich über hunderte Seiten den Müll in den Straßen, die Staus, die leidenden Tiere und wie die Afrikaner das weiße Erbe herunterwirtschaften.

Mit derlei Kleinkram hält sich der Großmeister auf - in einem Buch, das deutlich abfällt gegen viele seiner früheren Reiseberichte und Romane: The Masque of Africa liefert bestenfalls mittelmäßige Informationen in dito Prosa (mit zahlreichen gelehrten Vokabeln, die meine Offline-Wörterbücher nicht kannten; ich hatte die englische Ausgabe). Atmosphäre-Beiwert: Null. Der Nobelpreisträger hätte das saft- und kraftlose Buch vielleicht gar nicht veröffentlichen sollen. Mit welchem Gefühl brachten es die Lektoren wohl heraus? Ich glaube, sie sind früh darüber eingeschlafen: schon auf Seite 23 (Picador-TB-Ausgabe) fliegen die Begriffe Busoga und Wasoga durcheinander; Tippfehler ziehen sich durchs Buch; der Rückumschlag verwechselt "continent" und "country".

Viel echtes Leben schildert Naipaul nicht in seinen Berichten aus Uganda, Nigeria, Ghana, Gabon, Südafrika und der Elfenbeinküste. Die meiste Zeit verbringt er jeweils in der Hauptstadt, in Nigeria und Ghana auch ein paar Tage in der jeweils zweiten Stadt, in Gabon gibt es einen Ausflug in die Provinz. Er kommt kaum mal länger in ein Dorf.

In Uganda besichtigt Naipaul alte Schreine und Tempel, referiert Gelesenes und fährt, von Fliegen belästigt, zu einem Schimpansenreservat; in Nigeria besucht Naipaul Provinzfürsten, in Ghana einen Heiler und Ex-Premier Jerry Rawlings, der mit ausnahmsweise gut genährten Haustieren punktet. In der Elfenbeinküste berichtet Naipaul von alten Zeiten und vom Katzen-Verzehr, und in Gabon unterhält er sich mit Pygmäenforschern, ohne selber Pygmäen zu treffen (oder diesen Mangel auch nur zu erklären). Naipaul verlässt sich immer wieder ganz auf das, was ein paar Führer und Verbindungsleute berichten oder bestenfalls präsentieren, ohne selbst medias in res zu gehen (viele Initiationsrituale sind freilich streng geheim). Der Islam spielt nur in Nordnigeria eine Rolle.

Der frühe Naipaul schrieb zauberhaft humorvolle Romane, meist über seine Heimat Trinidad; dann folgten starke Reiseberichte aus Indien und aus dem nicht-arabischen Islam sowie bezwingende Afrika-Romane wie In a Free State, A Bend in the River und Half a Life. Dazwischen gab es schon öfter mal Käse; aber Masque of Africa scheitert nicht mal mit Niveau. Der 76jährige Naipaul lässt sich müde von Gewährsleuten durch afrikanische Tempel, Heilerstätten und Dorfhäuptlingssalons leiten, spricht bequem mit Informanten der Oberklasse, bedauert Kätzlein und andere geplagte Geschöpfe.

Das letzte Kapitel über Südafrika wirkt besonders blass. Der Leser bekommt nicht das Gefühl, überhaupt einen Fuß ins Land gesetzt zu haben. Es gibt eine kurze, uninteressante Begegnung mit Winnie Mandela, einen Besuch auf dem Fetischmarkt, vor allem aber erzählt Naipaul von Ghandi in Südafrika und referiert gedehnt mehrere Erzählungen südafrikanischer Autoren. Das Buch endet denkbar lieblos mit der Nacherzählung einer Erzählung, ohne jeden abrundenden Satz; The Independent: "His hands are shaky, his words no longer perfectly sculpted. The power over readers is dissipating."
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sama
Naipauls "In der Biegung der großen Flusses" war ein Meilenstein für mich, da er die kolonialen und postkolonialen Konflikte schonungslos aufzeigte. Ein großartiges Werk!
Daher hoffte ich dass auch "Afrikanisches Maskenspiel" ähnlich aufschlussreich sein würde. Leider weit gefehlt. Angepriesen als großartig und aufrüttelnd, war das Buch schon nach den ersten hundert Seiten etwas, das ich nur aus Pflichtgefühl zu Ende las. Naipaul beschreibt auf sehr kurze aber plakative Art seine Reise durch mehrere westafrikanische Länder, wobei er immer wieder Personen vor Ort trifft und kennenlernt, die ihn zu vermeintlich typischen (v.a. religiös angehauchten) Sehenswürdigkeiten oder Personen mitnehmen. Die Beschreibung dieser Zusammentreffen jedoch war für mich latent kolonialistisch, nicht zuletzt da Naipaul praktisch jedem Afrikaner den er trifft, Korruption, Langsamkeit, Begriffsstutzigkeit oder Dummheit unterstellt oder gar attestiert. Eine Haltung, die ich von diesem Autor nach seinem anderen Werk nicht erwartet hätte und die mich nicht wenig schockiert hat.
Dass es interkulturelle Unstimmigkeiten gibt ist unstreitbar, normal und durch eine historische oder soziokulturelle Analyse auch erklärbar, diese gibts bei Naipaul jedoch nicht. Er führt diese Unstimmigkeiten mit seinen afrikanischen Kontaken auf eine immanente Eigenschaft des "Anderen" zurück - und das ist nicht hinnehmbar. Ein EInblick in die "Religionen Afrikas" ist hier nicht zu finden, es sei denn man wertet die Besichtigung einiger "Rituale" als "Einblick". Da könnte man aber auch jeden beliebigen Reiseführer wählen. Kommen afrikanische Begleiter mal zu Wort werden die teils sehr interessanten Aussagen dieser lokalen Partner gleich wieder abgebrochen, da für eine tiefere Analyse dem Autor die Zeit vor Ort fehlte (das sagt er an einer Stelle tatsächlich fast wörtlich) - sein Reiseplan war zu straff um ein längeres Verweilen in einem Ort/LAnd zuzulassen.

Am Ende ist "Afrikanisches MAskenspiel" nicht mehr als eine Reisereportage die mit einigen exotischen und aufregenden Begebenheiten gefüttert wurde und einen großen Autorennamen trägt.
Urteil: sollte man lesen um zu wissen wie es nicht sein soll. Schade!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Afrika neu erleben 1. Oktober 2011
Das Buch zeigt ein aktuelles und überaschend neues Bild der Völker Afrikas. In die Tiefe gehend läßt Naipaul den Leser Eindrücke gewinnen, die durch Besuche schwer erkennbar werden.
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