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Afrikanische Totenklage
 
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Afrikanische Totenklage [Taschenbuch]

Peter Scholl-Latour
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
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Pressestimmen

"Erschreckend wahrhaftig ... Seine Analysen sind schwer zu widerlegen. Hinzu kommt ein geradezu enzyklopädisches Wissen über die Entwicklung des Schwarzen Kontinents ..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"... geht über das Hörensagen und den bloßen Augenschein hinaus ... hebt sich wohltuend ab von der kurzlebigen Aktualität des heutigen Medienbetriebs." (Berliner Zeitung )

"Scholl-Latour schont nichts und niemand. So analysiert er mitleidlos die Krise." (Kölner Stadtanzeiger )

Kurzbeschreibung

Schonungslose Dokumentation und engagiertes Plädoyer zugleich. Völkermord in Ruanda, Hungersnot in Äthiopien, Diamantenkrieg in Sierra Leone - ganz Schwarz-Afrika droht in den Sog von Gewalt und Chaos gezogen zu werden. Peter Scholl-Latour, Vollblutjournalist und Reporterlegende, untersucht die Ursachen, beleuchtet die sozialen und kulturellen Hintergründe und benennt die Verantwortlichen. In "Afrikanische Totenklage" dokumentiert der Bestsellerautor schonungslos die harten Fakten auf dem "vergessenen Kontinent". Zugleich ist es ein engagiertes Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit in der übrigen Welt.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gizmo
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Scholl-Latour hat mit "Afrikanische Totenklage" ein farbenreiches Bild weiter Teile Afrikas gezeichnet - ein Bild, in welchem die Farbe rot dominant ist. Überall auf dem afrikanischen Kontinent beschreibt Scholl-Latour Destabilität, Bürgerkrieg und Rassenauseinandersetzungen. Wie ein roter Faden durchzieht der Tod durch Krieg oder durch AIDS den Bericht über die Reisen des Autors durch Staaten wie den Kongo, Uganda, Angola, Namibia und Südafrika in einem ersten regionalen Großraum und der Region um Liberia herum. Leider wird der Norden des Kontinents ausgespart und auch das bevölkerungs- und rohstoffreiche Nigeria nur am Rande erwähnt. Durch den immer wieder eingestreuten Rückblick auf Reisen des Autors in den 50er, 60er und 70er Jahren gelingt es Scholl-Latour, den zeitgeschichtlichen Hintergrund für die aktuellen Ereignisse in excellenter Weisenachzuzeichnen.

Das Buch lebt von der Fähigkeit des Autors durch Gespräche mit Repräsentanten des Staates oder der in nahezu jedem Land üblichen Rebellengruppen, aber auch mit der einfachen Bevölkerung ein lebendiges Bild zu zeichnen, das zwar an vielen Stellen subjektiv, aber deswegen nicht weniger anregend ist. Scholl-Latours Klage gegen die amerikanische Politik, welche sich verstärkt auf den Profit konzentriert, den der Diamantenhandel und die Ölvorkommen versprechen, erinnert einen vor dem Hintergrund der Anschläge vom 11. September daran, daß die amerikanische Außenpolitik schon immer interessengeleitet war und dabei den Kampf für Menschenrechte und Demokratie schon mal geringere Priorität genießen. Es wird deutlich, daß hier ein Politikwechsel von Nöten ist, um Stabilität auf diesen Kontinent zu erreichen, die erforderlich ist, um das Leiden dieses Kontinents zu beenden, der Kontinent, welcher letztlich noch immer die Geburtsstätte des modernen Menschen ist.

Aber Scholl-Latour beschreibt auch eindringlich, daß man das Chaos des Kontinents nicht nur auf die Fehler der nicht-afrikanischen Staaten beschränken kann. In nahezu allen Staaten Afrikas herrschen Machtkämpfe zwischen den unterschidlichen Stämmen. Hier geht es um eine ethnische Vorherrschaft, in der lediglich die Abstammung, nicht die politische Gesinnung ausschlaggebend ist für die Zugehörigkeit zu einem Lager. Auch die afrikanischen Naturreligionen werden zur Begründung der Zustände herangezogen. So ist bspw. der Glaube weit verbreitet, der Sex mit einer Jungfrau schütze vor AIDS. Dies führt nicht nur zu einer enormen Vergewaltigung von jungen Mädchen, sondern auch zur massiven Weiterverbreitung von AIDS.

Zu kritisieren ist jedoch die insgesamt etwas einseitige Sichtweise des Autors. Seine Beschreibung zeichnet ein absolut düsteres Bid, Hoffnungsschimmer kommen nicht auf. Wenn eine Situation noch nicht zum Bürgerkreig eskaliert ist, erscheint es so, als ob der Autor einen solchen Ausbruch prophezeien wollte. Hoffnungsvolle Projekte der Entwicklungsarbeit werden nicht genannt, die Vereinten Nationen erscheinen in einem sehr düsteren Ton. So wird das Buch dem Titel gerecht: Es ist eine Totenklage, der Autor hat den Patienten bereits aufgegeben. Als junger Mensch will und kann man sich diesem fatalen Urteil nicht anschließen.

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62 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein hochinteressantes Buch, das aber leider nur die in einigen Regionen Afrikas herrschenden Zustände beschreibt und keinerlei Lösungen aufzeigt.
Scholl-Latour beschreibt in oftmals großer Detail-Genauigkeit, was er wo erlebt hat und von welchen Krisen die besuchte Region in den letzten Jahrzehnten heimgesucht worden war. Dabei kommt es dem Leser so vor, als reiste er von einem Blutbad zum nächsten, ohne aber, oh Wunder, jemals auch nur ein einziges blaues Auge davongetragen zu haben.
Der einzige rote Faden, abgesehen von den Gewaltexzessen der schwarzen Bevölkerung - die er exzellent dokumentiert - ist seine Vorliebe für Frankreich und die französische Sprache und seine Abneigung gegenüber dem amerikanischen Einfluß auf die Länder Afrikas.
Eine politische Zielrichtung scheint Scholl-Latour ansonsten keine zu haben und bewertet auch Diktatoren zumeist anhand kurzer Treffen mit ihnen. Einige waren im sympathisch, andere nicht.
Die Buren Südafrikas sind im zutiefst verhaßt, obgleich sie über Jahrzehnte Stabilität und bescheidenen Wohlstand im südlichen Afrika garantierten - etwas, das Scholl-Latour eigentlich heute im gesamten übrigen Afrika vermißt. Wer die Buren besser kennt, weiß, daß sie sehr gastfreundlich sind. Schade eigentlich, daß Scholl-Latour Schwarze, Moslems und Juden bei seinen Reisen als Gastgeber bevorzugt hat.
Persönlich geärgert habe ich mich übrigens - und das mag für manche als Erklärung für meine etwas kritischere Sichtweise des gesamten Buches dienen - über Scholl-Latours abwertende Beschreibung der deutschgeprägten Stadt Swakopmund (Südwestafrika) als "schwarz-weiß-rotes Disneyland". Als jemand, der 16 Jahre dort gelebt hat, kann ich diese Sichtweise nur als zutiefst arrogant und ignorant bezeichnen. Sie entspricht nicht der Realität.
Schade eigentlich, daß ein ansonsten so exzellent, fast spannend, geschriebenes Buch durch diese undifferenzierte Sichtweise so stark an Wert verliert.
Es ist doch merkwürdig: In alle eingeborenen Völker kann sich Scholl-Latour hineinversetzen und bringt für so viele ihrer grausamen Diktatoren sogar Sympathien auf, aber an Menschen der eigenen "Rasse" (er selbst verwendet dieses Wort so oft, viel zu oft) scheitert der Autor kläglich.
Fazit: Das Buch unbedingt kaufen, kritisch lesen und auch mal im Zusammenhang mit Themen wie Terrorismus, Masseneinwanderung, Drogenkriminalität usw. sehen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Afrikanische Totenklage 6. März 2007
Format:Taschenbuch
Dieses Buch sorgt für viele Kontroversen, wie man den verschiedensten Rezensionen entnehmen kann. Scholl-Latour ist sich dessen jedoch oft bewusst und zitiert an entsprechenden Stellen lieber einen weiteren (Zeit-)zeugen, anstatt allein auf seiner Meinung zu beharren. Es sei noch gesagt, dass Scholl-Latours Literatur keineswegs etwas für "Einsteiger" ist. Abgesehen von dem Gebrauch vieler fremdsprachlicher Begriffe, setzt auch der Inhalt ein gutes Basiswissen und starkes Interesse an die Länder und deren Bewohner voraus. Andernfalls vergeht dem Leser schnell die Lust am Lesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Afrikanische Totenklage
Peter Scholl-Latour ist sicherlich nicht ganz unumstritten, was die 'Tiefe' seiner Werke anbelangt, da er sich rund um den Globus mit mittlerweile wohl ziemlich allen Weltregionen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Leseratte veröffentlicht
erschreckend
Mit diesem Buch hat Peter Scholl-Latour heftige kontroversen ausgelöst. Mit dein einzelnen Vorwürfen die gegen ihn erhoben wurden möchte ich mich allerdings nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Montarde veröffentlicht
Ist Afrika ein Opfer der Clobalisierung ?!?
Beinnahe ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten großen Afrikareports Matata am Kongo" kehrt der Autor noch einmal auf den schwarzen Kontinent zurück. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. April 2009 von Familie Vader
mit fundiertem Wissen spannend erzählt,
Typisch Peter Scholl-Latour, der mit seinem fundierten Wissen zum Verständnis der für Aussenstehende verworrenen Verhältnisse in Afrika wesentlich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2009 von Manfred Schrade
Auch ein Nachschlagewerk
Alle Bücher von Scholl-Latour sind lesenswert. Aber "Die Afrikanische Totenklage" ist eines, dem man mehr Beachtung schenken sollte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2008 von Buchstabenleser
Der alte Mann und das Erbe von Joseph Conrad und Ernest Hemingway.
Schon auf den ersten 5 Seiten sticht die kolonial-rassistische Grundhaltung Scholl-Latours ins Auge: die regelmäßige Benutzung von Vokabeln wie "Rasse", "Eingeborene",... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2008 von Punaise!
Hervorragender Einblick in die aktuelle afrikanische Gegenwart
Peter Scholl-Latur versteht es wie kein anderer aktuelle Geschichte darzustellen. Seine jahrzehnte-lange Erfahrung und persönliche Kontakte erlauben es dem Autor Sachverhalte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Dezember 2006 von A. Clark
seriöse Darstellung afrikanischer Zusammenhänge
mir hat das buch sehr gut gefallen.

die konflikte in afrika werden heute und rückblickend in den sechzigern betrachtet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. August 2006 von Thomas Anders
Viel Beobachtung, wenig Analyse
Der langjährige Afrikajournalist Peter Scholl-Latour beschreibt in seinem Buch 'Afrikanische Totenklage' die großen afrikanischen Krisen- und Kriegsgebiete des letzten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2006 von Tembo
Gemischt
Zur Afrikanischen Totenklage ist ja schon viel geschrieben worden. Mein persönlicher Eindruck ist ein eher zwiespältiger. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Juli 2006 von RockBrasiliano
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