»In seinem Buch macht Seitz korrupte politische Eliten für die Misere vieler afrikanischer Staaten verantwortlich. Zugleich wirft er als Insider im diplomatischen Geschäft den Industrieländern eine fehlgeleitete und weitgehend wirkungslose Entwicklungshilfe vor, die egoistischen Motiven folgt. Seitz spricht vom "verheerenden Drang der Europäer, Gutes zu tun", von "Zweckfreundschaften mit Regimen, die ihre Völker ausbeuten", und nicht zuletzt von der Entwicklungshilfe als einer "Riesenindustrie". Die Thesen, die Seitz in Wittenberg referiert, gipfeln in der Forderung nach einem gänzlich veränderten Kurs in der Entwicklungspolitik.«
mz-web.de 18.10.2009»Seitz hat ein Herz für Afrika, er mag die Menschen dort, sofern sie nicht zur politischen Elite zählen. An der lässt er nämlich kein gutes Haar: Wer in Afrika Macht hat, denke allzu oft nur an sich und nicht an Land und Leute. Gut nachvollziehbar beschreibt er, wie sich das von ihm genannte 'Chefproblem' im Alltag vieler schlecht regierter Staaten äußert und welche Folgen es hat: wirtschaftlichen Stillstand, subtile politische Unterdrückung, ausufernde Bürokratie und Verlogenheit. Darin sieht Seitz das größte Entwicklungshemmnis.«
Das Parlament 17.08.2009»Die Entwicklungshilfe ist nur ein Nebenthema im Wahlkampf, aber alle bekennen sich dazu ... Jeder will helfen, ganz besonders in Afrika. Zugleich sind alle irritiert, wenn afrikanische Ökonomen wie James Shikwati oder Dambisa Moyo fordern, die milden Gaben ersatzlos zu streichen. Sie würden nur korrupte Eliten mästen, die Empfänger abhängig machen und unter dem Strich mehr schaden als nützen. Unter dem Titel ›Afrika wird armregiert‹ liegt nun eine abgemilderte deutsche Version dieser Fundamentalkritik vor. Volker Seitz hat sie geschrieben, ein Exbotschafter, der viele Jahre in Afrika stationiert war.«
Die Zeit 10.09.2009»›Ein wichtiges Buch, durch und durch nachvollziehbar und spannend geschrieben, und es hebt sich damit deutlich von vielen Sachbüchern ab. Seitz bezieht sein Wissen nicht allein aus Fachliteratur und von Podiumsdiskussionen. Er hat in Afrika gelebt und er hat dort mit Marktfrauen, Bauern und Politikern gesprochen. Obwohl das Buch beim Lesen sehr wütend auf die ignoranten Eliten macht, macht der Autor auch Hoffnung. Er sagt, dass und wie es besser geht.«
Ariane Wälzer, NDR Info 06.07.2009»Man muss die Ansichten von Seitz nicht teilen, was dieses Buch aber lesenswert macht, ist nicht nur die umfangreiche Darstellung von Zahlen und erhellenden Fakten über Afrika, sondern auch die klare, unpathetische Argumentation des Autors.«
Profil 06.07.2009»Trotz aller Kritik nimmt Seitz den Kontinent nicht nur als Herd von Krisen und Katastrophen, sondern auch als Schauplatz für kulturellen Reichtum, Überlebenskunst und Erfindungsgeist wahr. Afrikaner, so Seitz, hätten ein Recht darauf, dass ihnen die wohlmeinenden Helfer mit einem Minimum an Takt, Urteilsvermögen und Anerkennung begegnen.«
Rheinischer Merkur 13.06.2009»Verdunstete Hilfe ... Die weißen Kolonialherren seien durch schwarze ersetzt worden, durch eine ›habsüchtige Staatsfunktionärsklasse‹. Deren Angehörige führen mit pompösen Eskorten durch die Lande, die Scheiben verdunkelt, ›damit die Insassen möglichst wenig von dem Elend mitbekommen‹. Seitz fordert, die reichen Länder sollten ihr Geld in Zukunft nicht mehr als Bugdethilfen überweisen, sondern direkt in Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft investieren. Vor allem aber müssten die Geber ernsthaft kontrollieren, was mit ihren Spenden geschehe: ›Erst wenn grassierende Probleme von Korruption und Amtsmissbrauch ernsthaft angepackt wurden, darf es noch mehr materielle Hilfe geben.‹«
Der Spiegel 27.07.2009»Seitz war lange für das Auswärtige Amt tätig, zuletzt in der deutschen Botschaft in Kamerun, ist also ein ausgewiesener Kenner. Dies befähigt ihn zu der scharfen Analyse ›Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann‹. Er schildert, wie sich die korrupten Eliten in Afrika - auch ›Wa Benzi‹ in Anlehnung an die von ihnen bevorzugte Automarke genannt - schamlos bereichern, wie Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind, welche verheerenden Folgen die Verharmlosung von Aids hat. Er berichtet auch, wie Ressourcen, Bodenschätze und ›Human Ressources‹ vergeudet werden. Es fehlt an Bildung und dem Zusammenhalt der afrikanischen Länder. Die Entwicklungshilfe, wie sie bisher geleistet wurde, ist oft fehlgeleitet - eine Erkenntnis, die sich langsam durchzusetzen scheint. Der Autor stellt klare Forderungen, nimmt die Regierungen außerhalb des Kontinentes und die Eliten Afrikas in die Verantwortung. Und er zeigt auf, wie Entwicklungshilfe aussehen müsste, um wirklich etwas zu bewirken. Zugleich appelliert er an die Welt, Afrika mit Respekt zu begegnen und die Bedeutung seiner Kultur zu entdecken und zu achten.«
dpa 27.07.2009»Ein fulminantes Plädoyer des früheren deutschen Botschafters in Kamerun gegen das Business der Barmherzigkeit.«
Berlin Online/Berliner Zeitung 19.07.2009»Wer sich für Afrika interessiert, muss diese Schrift der unbequemen Wahrheiten lesen.«
Magdeburger Volksstimme 14.07.2009»Volker Seitz' Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Lage in Afrika. Erst wenn es gelingt, die strukturellen Voraussetzungen für den Aufbau funktionsfähiger afrikanischer Volkswirtschaften zu schaffen, wird sich mittelfristig auch das westliche Bild von Afrika ändern und der wirtschaftliche und kulturelle Reichtum des schwarzen Kontinents jene Würdigung erfahren, die er schon immer verdient hat.«
kulturbuchtipps.de 15.07.2009»Die Art und Weise, wie Seitz die Lage schildert und Möglichkeiten aufzeigt, die derzeitige Lage zu ändern, macht dieses Buch zu einem wertvollen Sachbuch über Afrika. [...] Wer Afrika liebt oder sich für den Kontinent interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Fundiert und exakt beobachtet. Ein Plädoyer für Afrika.«
Freiberger Bücherbär 15.07.2009»Seine jahrelangen Berufserfahrungen in afrikanischen Ländern, die wir Entwicklungsländer nennen, haben ihn angesichts des menschlichen Leides der Armen, der hemmungslosen Kleptokratie der Eliten und des großen Chaos der Gesellschaften weder zum Zyniker noch zum Ideologen gemacht. Das ist so selbstverständlich nicht. Es ist anstrengend, klare Sicht zu behalten, sachlich zu argumentieren und sogar kluge Änderungen vorzuschlagen bei so viel himmelschreienden Ungerechtigkeiten. [...] Er schaut scharf hin, denkt kühl nach und beschreibt luzide die politischen Unzulänglichkeiten. Dort und bei uns. Und er schlägt längst überfällige Reformen vor - nicht nur dort, sondern erst recht für uns. Sein Buch ist ein ›Muss‹ für alle, die sich wenigstens noch ein bisschen um den fast vergessenen Rest der Welt kümmern.«
Sepp J. Wölker, Botschafter a.D. 09.07.2009»›Immer wieder finden sich Eskimos, die den Afrikanern sagen, was sie zu tun haben‹, zitiert der Autor zu Beginn S. J. Lec. Ein Eskimo ist Volker Seitz, der 17 Jahre als deutscher Diplomat in Afrika war, zwar nicht. Trotzdem plädiert er für eine ganz andere Form von Entwicklungshilfe. [...] Interessant!«
Ran 01.07.2009»Ein lesenswerter Diskussionsbeitrag in einer seit lange schwelenden Debatte.«
orf.at 02.07.2009»In vielen Ländern sei den Parlamenten die Dimension ihrer Rohstoffvorkommen und des Handels gar nicht bekannt, korrupte Machthaber wirtschafteten in eigene Taschen, der Mangel an Rechtsstaatlichkeit werde subventioniert, sagt Volker Seitz. Am Verdienst eines Menschen hänge in Afrika das Überleben von durchschnittlich zehn weiteren, dabei müsse unser Interesse doch eigentlich sein, deren Situation tatsächlich zu verbessern, um die Fluchtbewegung in den Griff zu bekommen. Volker Seitz kritisiert die mangelnde Kontrolle und Wirkungsprüfung, er sagt, es sei falsch, dass es keine Motivation zum Aufbau einer eigenen Entwicklungshilfe gäbe und dass hierzulande Entwicklungshilfe zum Einkommensmarkt, zum Beruf vieler Hunderttausender geworden sei.«
hr online 24.06.2009»Wer Afrika liebt oder sich für den Kontinent interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Fundiert und exakt beobachtet. [...] Ein Plädoyer für Afrika.«
Afrika Post 01.09.2009»Volker Seitz Buch „Afrika wird armregiert“, das sich vor allem mit Afrikas Hauptproblem, der Korruption, auseinandersetzt. Einiges an bitteren Einsichten, die mir aber allesamt nicht neu sind. Dennoch ein empfehlenswertes Buch, denn in dieser Anschaulichkeit ist mir dieses Thema bisher noch nirgendwo begegnet. Selbstverständlich kriegen auch Bono und Bob Geldof mal wieder ihr Fett ab, aber wenn man ständig in erster Linie mehr Geld für die Lösung der Probleme dieses Kontinents einfordert, dann darf man sich über diesbezügliche Kritik natürlich nicht wundern…«
Wolfgang Niedecken, Kölsch-Rock-Band BAP, BAP Logbuch 17.9.2009»Eine äußerst interessante Analyse hinter die Kulissen der Entwicklungshilfe.«
Wiener Zeitung 06.10.2009»Kann man gegen Entwicklungshilfe sein, wo es doch offensichtlich etwas moralisch Hochstehendes ist, anderen zu helfen? Kann man das Versprechen unserer und früherer Bundesregierungen, dafür noch mehr Geld auszugeben, ernsthaft als den falschen Weg bezeichnen, ohne sich ins Abseits zu stellen? Volker Seitz wagt das nach 17 Jahren Erfahrung in Afrika, zuletzt als Botschafter in Kamerun. Und er begründet seine Absicht im Detail. [...] Die neue deutsche Regierung wird sich mit dem Buch befassen müssen.«
afrika wirtschaft 01.10.2009»Seitz' Buch ist mitnichten eine Aufforderung zum Nichtstun. Egal, ob er mit allem Recht hat oder nicht - die Lektüre lohnt allemal. Denn er hält allen entwicklungspolitisch Engagierten den Spiegel vor. Das eigene Tun kritisch reflektieren - das kann nie schaden, selbst wenn man sich am Ende bestätigt sieht. Denn "gut" und "gut gemeint" sind bekanntlich nicht immer dasselbe.«
Soziale Ordnung! Interaktives Magazin für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft 02.10.2009»Seitz' Buch wendet sich weniger an Politikwissenschaftler oder Ökonomen, sondern vor allem an eine interessierte Öffentlichkeit, die es gut mit Afrika meint, aber nicht versteht, warum nicht Mangel an Geld das Problem darstellt.«
Michael Kreutz, TRANSATLANTIC FORUM 16.11.2009»In seinem Buch stellt Seitz die gesamte Entwicklungspolitik an den Pranger. Kaum ein Thema bleibt auf den 219 Seiten unausgesprochen: von der mangelnden Bereitschaft der Helferländer Afrika ernst zu nehmen, über die Lüge der Budgethilfen, das inkonsequente Einfordern von Menschenrechten, bis hin zur Verschwendung und zum Missbrauch von Ressourcen. Die falsche Behauptung, Kolonialismus sei verantwortlich für das bestehende Elend, spricht der Autor ebenso an wie den „brain drain“. Auch die Vernachlässigung der Bildung und die fehlende Zusammenarbeit der afrikanischen Länder werden thematisiert. Seitz fordert ein aktiveres Tun der afrikanischen Staaten. Sie müssten endlich aus ihrer Lethargie erwachen. Anstatt sich auf historischem Unrecht auszuruhen, sollten sie heutiges Unrecht im eigenen Land anpacken und damit einen Beitrag dazu leisten, dass der Transformationsprozess hin zu mehr Demokratie gelingt. Von den Geberstaaten fordert der Autor ein Ende der Almosen. Sie ' ... sollten so wenig Geld wie irgend möglich und nur so viel wie dringend nötig fließen lassen'. Aus seiner 17-jährigen Erfahrung als deutscher Diplomat auf verschiedenen Positionen wisse er, dass das meiste Entwicklungshilfegeld bisher nur zwei Gruppen wirklich zu Gute gekommen sei: den korrupten Herrschaftscliquen in Afrika einerseits und dem Aufbau und Erhalt einer Entwicklungshelferökonomie in den Industriestaaten andererseits. Bei den Bedürftigen, der mittellose Landbevölkerung, sei kaum Hilfe gelandet … Seitz’ Buch ist eine Art Schatzkammer, voll von Kostbarkeiten aus langjähriger Erfahrung: „Dieses fröhliche, traurige Afrika hat mich über 40 Jahre nicht losgelassen“, so Seitz. Gleiches könnte auch den Leser ereilen: Erst einmal einen Blick hineingeworfen, hat die Lektüre das Potenzial zu fesseln und nicht mehr loszulassen.«
Vorwärts.de 6. Dezember 2009»Seitz spricht das aus, was sich mancher im stillen Kämmerlein gedacht haben mag. Und das erfordert gerade in der Entwicklungspolitik Mut. Allein deshalb ist dieses Buch ... lesenswert.«
Sebastian Grundberger, Civis mit Sonde 21.01.2010»Das Buch liefert einen bereichernden Beitrag mit klarsichtiger analytischer Bestandsaufnahme und einer spürbaren Verbundenheit mit Afrika.«
Andreas Jungbauer, Mainpost 14.01.2010»Ohne die Entwicklungshilfe als solche anzugreifen, plädiert Seitz für eine radikale Änderung des Einsatzes der Gelder. Wesentlicher Ansatz ist nach Seitz, die demokratisch gesinnte afrikanische Bevölkerung beim Aufbau rechtsstaatlicher Verhältnisse zu unterstützen und ihnen eine wirtschaftliche Zukunft im eigenen Land zu ermöglichen.«
Peter Schell, westermann, 28. Januar 2010 28.01.2010»Seitz' Buch ist eine Streitschrift, keine wissenschaftliche Analyse, aber es ist treffend in seiner Kritik der herrschenden Klasse in afrikanischen Staaten: 'Es gibt ein anderes Afrika als das korrupte. Dieses Afrika müssen wir unterstützen.' Es lohnt sich, in dieser Richtung nach Alternativen zu suchen. Seitz' Buch bietet dafür viele Anregungen.«
Hans Ferdinand Illy, Badische Zeitung 10.03.2010»Volker Seitz hat 17 Jahre als Diplomat in Afrika gearbeitet. Heute kritisiert er die jahrzehntelang ausgeübte Praxis der Entwicklungshilfe - und fordert ihre Reform: 'Wahre Freundschaft gegenüber Afrika muss in Zukunft kritische Zusammenarbeit bedeuten.'«
Ellen Hoffers, ARD.de 12. April 2010»Seitz beschreibt die verschiedenen Konfliktlinien und kommentiert manche Äußerungen westlicher Verstreter süffisant. Die Idee zum Beispiel, Modelldörfer in Afrika zu bauen, komplett durch den Westen finanziert, ist eine in den Zirkeln der Mächtigen geborene Idee, bei der sich jedem Praktiker in Afrika die Nackenhaare aufstellen. Viele der Logiken, die in Europa und vor allem den USA bislang gegriffen haben, seziert Seitz in seinem Buch.«
Tobias Karow, Smart Investor Juni 2010»"Ein interessanter und aufschlussreicher Ansatz."«
Münchner Merkur 12. Juni 2010»Seitz rechnet in seinem Buch mit der Entwicklungshilfe und den afrikanischen Eliten ab. Schnell überzeugt er, dass im Fall der Milliarden hohen Entwicklungshilfezahlungen für afrikanische Staaten viel eben nicht viel hilft ... Seitz, der jahrelang in verschiedenen Ämtern des Auswärtigen Amtes tätig war, ist der Meinung, dass 'jedes afrikanische Land mit Ehrgeiz, Zielorientiertheit und harter Arbeit eine befriedigende Entwicklung nehmen kann'.«
Katharina Lossmann, Dresdner Neueste Nachrichten 21. Juni 2010»In seiner bemerkenswerten Streitschrift empfielt der ehemalige deutsche Botschaft, mit den Partnern in Afrika kritischer und offener zu sprechen. Seiner Erfahrung nach hätten ihn erst seine klaren Worte in den Augen der afrikanischen Regierungen zum gleichberechtigten Gesprächspartner gemacht.«
Aschot Manutscharjan, Bundeswehr aktuell 16.08.2010» «
Aschot Manutscharjan, Bundeswehr aktuell 16.08.2010