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Afrika und Wissenschaft: Diaspora und Wasserversorgung im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit
 
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Afrika und Wissenschaft: Diaspora und Wasserversorgung im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit [Broschiert]

Leonard Jamfa

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Über die Lüge als Handelsstrategie Eine Vielzahl von Institutionen wie die „Weltbank“ (WB), der „Internationale Währungsfonds“ (IWF), die „Agence Française de Développement“ (AFD), die „United States Agency for International Development“ (USAID), die deutsche „Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit“ (GTZ) und viele mehr sind heute Funktionsträger in den Südstaaten, betraut mit der Hauptaufgabe, deren Entwicklungsprozesse zu unterstützen. Obwohl sie ihre aktuelle Agenda mit einigen nicht-wirtschaftlichen Kapiteln, wie beispielsweise die Menschenrechte oder die Demokratie etc. angereichert haben, hat sich das Verständnis des Begriffes „Entwicklung“ durch diese Agenturen, historisch gesehen, nicht verändert. Die „Entwicklungshilfe“, die nach wie vor als Hauptinstrument der Entwicklungspolitik gilt, wurde erstmalig nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen. Die heutige Entwicklungspolitik ist im Wesentlichen das „Produkt“ einer materialistischen Sicht der Welt. Sowohl heute wie auch in den 1950er Jahren ist der Diskurs gleich, fokussiert auf Wirtschaftswachstum. Gemäß diesem fest verankerten Credo werden Investitionsaktivitäten in die Infrastruktur, beispielsweise die Errichtung von Kommunikationskanälen, der Bau von Brücken, Staudämmen etc., getätigt. Diese Vorgehensweise erzeugt günstige Bedingungen für das Wirtschaftswachstum, was automatisch zur Besserung der Lebensqualität der Menschen führen sollte. Die Entwicklungshilfe wird seit Jahrzehnten durch die Steuerzahler finanziert. Im Diskurs, der geführt wird, um solche finanziellen Investition in den ehemaligen Kolonien zu rechtfertigen, wird den die Bürger des Westens sei die Bekämpfung der Armut mittels Wirtschaftswachstumsförderung als Scheinargument vorgegeben. Das Argument ist nicht prima facie in Frage zu stellen. Es gibt selbstverständlich keine Entwicklung ohne Wirtschaftswachstum. Obwohl seit den 1960er Jahren das Wirtschaftswachstum in Entwicklungsregionen effektiv eingesetzt worden ist, wie Maggie Black deutlich erklärt, nahm hierdurch jedoch gleichzeitig die Armut kontinuierlich und in einem erscheckenden Maße zu. Erstmalig hat die Weltbank ihr Verständnis von der „Entwicklung“ revidieren und nicht-ökonomische Faktoren bei der Definition des Begriffes gelten lassen müssen. Ihr Präsident, Robert McNamara betont im Jahr 1973, dass eine neue Ära in der Geschichte der Entwicklungspolitik angebrochen sei. Seither hat sich das Konzept der „Entwicklung“ in erheblichem Maße ausgeweitet. Es ist inzwischen beinahe ein Fakt, dass die „Entwicklung“ nicht nur aktuelle ökonomische bzw. buchhalterische Faktoren beinhalten sollte. Es muss auf jeden Fall die langfristige Auswirkung unserer heutigen wirtschaftlichen Tätigkeiten und Entscheidungen berücksichtigt und ins Kalkül einbezogen werden. Aus dieser Notwendigkeit heraus ist der Begriff der „nachhaltigen Entwicklung“ entstanden. Glaubhaften Quellen zufolge ist der Wohlstand der gesamten Welt rapide angestiegen. Dies sollte einen Hinweis liefern, dass sich die Schwerpunktsetzung in Bezug auf das Wirtschaftswachstum ausgezahlt hat. Aber wie lässt es sich erklären, dass im Jahr 2010 rund 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser haben ? Mit anderen Worten: Weshalb hat die Lehre vom Wirtschaftswachstum, wie sie durch die Weltbank seit über 50 Jahren propagiert und gefördert wird, und der die europäischen Staaten (unter anderem Deutschland) folgen nicht automatisch zur Verringerung der Armut in den Ländern des Südens, wie ursprünglich feierlich angekündigt, geführt? ... Leonard JAMFA

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