Ein kleiner Überblick und ein paar Hintergrundinformationen mit Schwerpunkt Südafrika. Auch wenn die Autorin ursprünglich selber aus Südafrika stammt, zeigt dieses Buch recht gut was passiert, wenn man über etwas schreibt das man selber nicht wirklich beherrscht. Es reicht eben - trotz aller guten Vorsätze - nicht, quer über den Kontinent ein paar Hausfrauen und Köchen etwas über die Schulter zu schauen. Die so entstandene Rezeptsammlung ist größtenteils stätdisch geprägte Langweilkost (mit alleine 20 Maisbrei-Varianten) die ganz bestimmt nicht "im neuen Jahrtausend ein Trendsetter" sein wird, wie sich die Autorin in ihrer Einleitung versteigt. Allzu lasche ("1kg gemischte Innereien - Kutteln, Lunge etc.") und falsche Zutatenangaben ("Tintenfisch" statt, wie auf dem Bild zu sehen, Oktopus) tragen zusätzlich nicht grade zum Gelingen der Gerichte bei. Wobei oft nicht unbedingt klar ist, ob an manchem Fehler nicht die Übersetzung und ein mangelhaftes Lektorat schuld sind (typische Cut-and-Paste-Fehler wie "and" statt "und" inbegriffen). So runden denn auch absurde Hinweise (wie: "Bei der Verwendung von Hühnchen statt Lammfleisch die Kochzeit um 60 Minuten verkürzen" - bei einer Gesamtkochzeit von grade einmal 50 Minuten ein echtes Kunststück) und eine miserable Druckqualität den grade einmal mittelmäßigen Eindruck dieses Softcover-Buchs (eher ein Heft) ab. Da nützt dann auch der recht günstige Preis nicht mehr viel..