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am 23. Oktober 2013
In seinem Buch „Africa“ beschäftigt sich der britische Journalist Richard Dowden mit einem Kontinent, den er seit Jahrzehnten bereist und den die meisten von uns vor allem mit Armut, Krankheit und Krieg in Verbindung bringen. Diese dunkle Seite verschweigt Dowden nicht, aber – und das unterscheidet sein Buch von den meisten Medienberichten über Afrika – er fragt nach den tiefer liegenden Ursachen der afrikanischen Konflikte, schlägt Lösungen vor, und führt den Leser in die Geheimnisse des Kontinents und seiner Einwohner ein.

In das Buch fließen Artikel, Interviews und Notizen aus über 30 Jahren ein. Stellenweise wirkt es dadurch wie ein Flickenteppich, ein klar erkennbarer Leitfaden fehlt. Dowden wiederholt sich, und es ist nicht immer klar erkennbar, ob er gerade über die Vergangenheit oder die Gegenwart eines Landes schreibt. Die nach Ländern gegliederten Kapitel sind unterschiedlicher Qualität. In den besten erzählt Dowden seine persönlichen Erlebnisse. Hier taucht man mit ihm ein in eine Welt, die zugleich chaotisch und faszinierend, erschreckend und berauschend ist. Andere Kapitel enthalten lange Abhandlungen über Geschichte und Politik, die oft etwas trocken und verwirrend geraten. Darüber hinaus hat sich die Situation in einigen der von Dowden beschriebenen Ländern seit der Erstveröffentlichung 2008 stark verändert.

Daher sollte „Africa“ nicht als Geschichtsbuch gelesen werden, sondern als Charakterstudie eines kaum bekannten Kontinents. Und als solche funktioniert das Buch wunderbar. Wie konnten Diktatoren wie Idi Amin (Uganda) und Mobutu (Kongo) sich jahrzehntelang an der Macht halten und ihre Länder hemmungslos ausbeuten? Warum liegen die rohstoffreichsten Länder des Kontinents wirtschaftlich am Boden? Ist der Kampf gegen AIDS in Afrika zum Scheitern verurteilt? Dowdens Antworten auf diese Fragen gehen weit über das bekannte Mantra von Armut und mangelnder Bildung hinaus. Stattdessen werden afrikanische Denkmuster, Aberglauben und Traditionen beleuchtet. Das ist manchmal erschreckend, oft amüsant, und immer erhellend.

Als Kernaussage des Buches bleibt die Aufforderung, Afrika nicht nach westlichen Maßstäben zu beurteilen. Die irrige Annahme, dass unsere politischen, wirtschaftlichen und moralischen Systeme sich eins zu eins auf Afrika übertragen lassen, ist einer der Hauptgründe für das wiederholte Scheitern des Kontinents. Auch Entwicklungshilfe wird von Dowden kritisch beurteilt, weil sich Politiker und Warlords an ihr bereichern, und sie zu einem fragwürdigen Wettbewerb der Hilfsorganisationen führt.

Trotz einiger verzeihbarer Schwächen ist „Africa“ ein fesselndes Buch, das begeistert, bewegt, erschüttert, und meinen Blick auf Afrika vollkommen geändert hat. Obwohl Dowden auch auf Hungersnot, Völkermord und Bürgerkrieg eingeht, gelingt es ihm, einen Teil seiner Begeisterung für Afrika auf den Leser zu übertragen und Lust auf mehr zu wecken. Selbst Lagos, gemeinhin als eine der schlimmsten Städte der Welt bekannt, möchte man nach Dowdens Bericht einmal selbst erleben.
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am 20. Dezember 2011
The book is fantastic, it touches all major areas of the typical Africa. It is not a book full of negative stories of Africa.
I am an African myself, I have lived in Swaziland, Tanzania and Ghana. I have also worked in the area of development management, so I can identify with what is written.
I would recommend the book to development workers, there is a lot of food for thought...
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am 21. Oktober 2014
I have had many misconceptions about Africa, and I understand that I know very little about this huge continent. Richard Downden's book was a good eye opener.
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am 9. Juli 2014
One of the best comprehensive books about Africa that I've ever read and I've given it as a gift to 6 people already
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