Aus der Amazon.de-Redaktion
Der iranischen Filmemacherin Siba Shakib treibt es Zornestränen in die Augen, als sie in einem UN-Übergangslager für afghanische Rückkehrer die Geschichte der Frau in der Burka zu hören bekommt. Freimütig berichtet Shirin, wie russische Soldaten damals ins Dorf drangen. Man wusste, was sie wollten. Shirins Schwestern stellten sich zur Verfügung. "Russen schlitzen" nannten sie es, wenn sie danach einen von ihnen töten konnten. Die Vergeltungsmaßnahmen der Russen, Vergewaltigungen und Hinrichtungen -- zu ungeheuerlich, um hier wiedergegeben zu werden.
Der "Süßen Blume", wie Shirins Name übersetzt lautet, gelang schließlich die Flucht aus ihrem zerstörten Dorf nach Kabul. Dort erwartete sie die Russenschule. Bildung und Wissen, erkennt Shirin, bieten eine Aussicht. Drei zerfledderte Bücher besitzt sie noch. Ein Anfang. Dann kamen die Taliban. Erneut diese ausgehungerten Männerblicke, diesmal gottesfürchtig und streng, ständig auf der Suche nach Verfehlungen, die sie mit Rutenhieben ahnden konnten. Macht, aus nichts geboren als purer Ohnmacht.
Nach der Zerschlagung des Taliban-Regimes schreien immer mehr Frauen ihren jahrelang unterdrückten Schmerz hinaus. Ein weiterer erschütternder Leidensbericht stammt von Latifa. Nach Lektüre ihres weltweit erfolgreichen Buchs Das verbotene Gesicht, schleicht sich unwillkürlich ein fast kindlich naiver Gedanke ein: Wie wahrhaft tröstlich und sinnstiftend wäre ein Gott, der dieses geschundene Land und Menschen wie Shirin und Latifa, nicht nur zum Beweinen aufsuchte, sondern seine göttliche Macht handelnd einsetzte! --Ravi Unger
Perlentaucher.de
Martin Z. Schröder bespricht die vierstündige Lesung von Shakibs nach dem 11. September zum Bestseller gewordenen Buch. Dass er nur zwei Stunden bei der Veranstaltung aushalten, konnte, spricht eigentlich schon für sich. Er findet die Darstellung des Leidensweges einer afghanischen Frau "auf lausige Weise vorgeblich künstlerisch aufgebrezelt" und ist erleichtert, dass inzwischen seiner Meinung nach sehr gute Sachliteratur erschienen ist, die "literarische Erzeugnisse" , die nur vom Sensationseffekt leben, überflüssig machen.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Ich habe selber gesehen und gespürt, was es bedeutet, wenn Frauen jedes Recht, jede Würde verloren haben. Wenn die Würde der Menschen antastbar ist. Wenn Menschen kein Recht auf Arbeit, Erziehung, Gesundheit, kein Recht auf Zukunft haben. Weil sie Frauen und Mädchen sind. Die Frauen haben uns immer wieder angefleht, gebt uns wenigstens unsere Stimme wieder. Siba Shakib ist das mit ihrem wunderbaren Buch auf beeindruckende Weise gelungen." (Claudia Roth, Vorsitzende des Bündnis 90 / Die Grünen)
Kurzbeschreibung
Klappentext
Der Spiegel
"... die Geschichte einer afghanischen Flüchtlingsfrau, wie es Tausende und Abertausende gibt. Nein, nichts Besonderes. ... Und doch etwas Besonderes: eine zutiefst anrührende Geschichte, traurig, aber voller Hoffnung, schrecklich und lustig, wunderbar orientalisch-poetisch erzählt, untermalt vom Rhythmus der Wortwiederholungen."
Frankfurter Rundschau
"Siba Shakib hat dem Leiden der afghanischen Frauen eine Stimme gegeben. Sie erzählt von dem Schmerz, aber auch von Mut und Würde."
Für Sie
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Taschenbuch
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