Pressestimmen
"... Im vorliegenden Buch gibt Reder einen Rückblick auf die bisherigen Aktivitäten der österreichischen Afghanistan-Helfer, legt aber auch brillante Analysen der aktuellen Situation vor: So erfährt man einiges über den schwierigen Stand demokratischer Kräfte innerhalb des Anti-Sowjetwiderstandes, die Bewaffnung der Mudschaheddin durch die CIA und viele andere Puzzlesteine der heutigen Weltlage, deren Ingredienzien im geschundenen Afghanistan gebraut wurden." architektur.aktuell 4/2004 "Reders Buch steht für Aufklärung über eine weithin unbekannte und lange Zeit in sich verschlossene Weltgegend, die erst mit dem Begriff ‚Taliban‘ traurige Berühmtheit erlangte. Mit den Verhältnissen seit den Achtzigerjahren vertraut, in praktischer Flüchtlingshilfe tätig und mit Wiederaufbauprogrammen betraut, zeichnet der Autor ein penibles Bild, das er zwar für fragmentarisch erklärt, das aber schrittweise all jene hermeneutischen Zirkel der Fremdwahrnehmung durchbricht, um schließlich tatsächlich nach Afghanistan zu führen." Erich Klein, Falter, Wien
Kurzbeschreibung
In "Afghanistan, fragmentarisch" berichtet Christian Reder vom letzten zur Dauerkrise gewordenen Desaster des Kalten Krieges und vom Entstehen radikalisierter islamistischer Gruppen aus der Sicht einer langjährigen humanitären Initiative, des "Österreichischen Hilfskomitees für Afghanistan". Erzählt wird, wie Transfers mit gegenseitigen Erwartungen über mehr als zwanzig Jahre hinweg in Gang gehalten wurden: Transfer als Zusammenarbeit mit kulturell ganz anders geprägten Flüchtlingen, im Gespräch über vertretene Ansichten, unter unübersichtlichen Umständen. Rückblicke verdeutlichen, dass es sehr wohl andere Möglichkeiten gegeben hätte, aber systematisch auf Radikalisierung gesetzt worden ist.