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Afghanistan Picture Show oder Wie ich lernte, die Welt zu retten
 
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Afghanistan Picture Show oder Wie ich lernte, die Welt zu retten [Gebundene Ausgabe]

William T. Vollmann , Peter Torberg
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 383 Seiten
  • Verlag: Mareverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 393638410X
  • ISBN-13: 978-3936384109
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 318.534 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Rote Armee 1979 in Afghanistan einmarschiert, angeblich um dem afghanischen Volk gegen die Machtübernahme durch westliche Imperialisten beizustehen, geht ein Aufschrei der Empörung durch die Welt. Doch zunächst sind die Widerstandskämpfer der Partisanengruppen, die sich den mehrfach überlegenen Truppen der Sowjetarmee entgegen stemmen, auf sich gestellt. Ihr Kampf scheint aussichtslos, auch wenn sie mit ebenso hartnäckigen wie waghalsigen Aktionen immer wieder kleine Erfolge erringen können. Staunend schaut die westliche Welt zu, wie eine kleine Gruppe schlecht ausgerüsteter, aber überzeugter und leidenschaftlicher Widerstandskämpfer einer hoch gerüsteten modernen Militärmacht die Stirne bietet.

Die Bilder aus Afghanistan beeindrucken auch einen jungen namenlosen Amerikaner, der mit einer Mischung aus Idealismus, schlechtem Gewissen und nagendem Schuldgefühl nach Vorderasien aufbricht, um in der Vermittlung zwischen den Kriegsparteien nicht nur den Tod seiner kleinen Schwester zu vergessen, sondern auch zu lernen, wie man "die Welt retten" kann. Eine Mission, die von vornherein zum Scheitern verurteilt scheint, und doch auf andere Weise zu eindringlichen Erfahrungen und nachhaltigen Erkenntnissen führt. Vor allem die Einsicht in die eigene Hilflosigkeit angesichts der grotesken Absurditäten des Krieges, die Erfahrungen der brutalen Entwurzelung und Heimatlosigkeit der Flüchtlinge, aber auch Beweise der Unbeugsamkeit und Willensstärke derjenigen, die in Freiheit überleben wollen.

Dem Mare Verlag sei Dank: Endlich können auch deutsche Leser William T. Vollmann entdecken, den man ohne Übertreibung einen der eigenwilligsten US-amerikanischen Schriftsteller nennen darf. Schon seit den Achtzigern schreibt Vollmann unbeirrt von wechselnden Trends und Moden seinen Romanzyklus zur frühen amerikanischen Geschichte, dazwischen mal einen postmodernen Detektivroman (The Royal Family) oder einen Reportagenband wie die Afghanistan Picture Show.

Eigentlich schade, dass die mutigen Mare-Editoren bei einem so reichhaltigen Werk gerade auf ein inzwischen schon Jahre altes Buch zurück gegriffen haben, was den Wert von Vollmanns durchaus authentischen und aufschlussreichen Reportagen und Skizzen nicht schmälert, den vom Verlag betonten Vergleich zu Jonathan Franzen oder David Foster Wallace aber noch unerklärlicher erscheinen lässt als er ohnehin ist. Dennoch bietet Volmanns Afghanistan Picture Show einen guten Einstieg in die wundersame Weltsicht dieses besessenen Beobachters und Erzählers. Bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Bücher Vollmanns bald ihren Weg in deutsche Buchläden finden! --Peter Schneck

Kurzbeschreibung

1979: Die Rote Armee marschiert nach Afghanistan. Das Land taumelt ins Chaos. Partisanen leisten den um ein Vielfaches überlegenen Besatzern schier unüberwindbaren Widerstand. Als die Bilder von ausgebrannten Sowjet-Panzern um die Welt gehen, fühlt sich ein junger Amerikaner aufgerufen zum Handeln. Seine kleine Schwester ertrank, weil er unachtsam war. Ihr konnte er nicht helfen; jetzt zieht er los, um die Welt zu retten. In Afghanistan will er "Brücken bauen" und hängt am Ende erschöpft und orientierungslos über der Schulter eines Mudschahed, der ihn durch Gebirgsflüsse tragen muss. Während er allmählich begreift, dass er angesichts dieses Krieges machtlos ist, sehen die kämpfenden Afghanen in dem jungen Amerikaner einen Superhelden.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Etwas anstengend, das Ganze. 30. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch nach kurzen Querlesen spontan gekauft, weil mich aus aktuellen Gründen interessierte, was in einem Land passiert, das politisch, kulturell und militärisch so unter die Räder gekommen ist. Und dann noch aus der Sicht eines Amerikaners geschrieben. Klingt interessant. Insgesamt bin ich aber etwas enttäuscht, weil das Buch doch sehr der Selbstspiegelung des Autors diente. Ein von Identitätsproblemen, Zweifeln und Schuldgefühlen geplagter Junger Mann macht sich auf, um sich moralisch zu reinigen. Oder kurz: "Von einem der auszog, das Helfen zu lernen".
Abgesehen von dieser Schwäche fand ich das Buch aber immer dann interessant, wenn es von den etwas pubertierenden Innensichten mehr auf die Menschen und Situationen im Land scharf stellt. Diese Bruchstücke geben insgesamt einen gewissen Eindruck der Zerissenheit des Landes und der individuellen Schicksale. Mehr kann das Buch fairerweise auch nicht bieten. Spannend fand ich die historische Übersicht am Schluss, die neugierig macht, mehr über die Versuche der diversen Imperien zu erfahren, sich dieses Land gefügig zu machen. Alles Versuch ohne langfristigen Erfolg. Insofern wird es noch spannender, den Irak zu beobachten.
Für diejenigen, die sich schlecht vorbereitet in individuelle Hilfsprojekte stürzen wollen, bestimmt ein abschreckendes Beispiel.
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