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Affluenza: Zeitkrankheit Konsum
 
 
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Affluenza: Zeitkrankheit Konsum [Gebundene Ausgabe]

John de Graaf , Elisabeth Liebl
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Riemann Verlag (6. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500268
  • ISBN-13: 978-3570500262
  • Originaltitel: Affluenza
  • Größe und/oder Gewicht: 22,1 x 14,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 447.050 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

John De Graaf
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ja, die Autoren haben Recht. Und jeder von uns weiß das. Im Grunde. Eigentlich. Aber mit dem Konsum ist es wie mit dem Rauchen: Selbst wenn eines Tages nur noch Totenköpfe auf den Packungen abgebildet wären: geraucht würde trotzdem. Einsicht und Handeln sind zweierlei.

Für wen also dieses Buch? Für alle, die erschöpft sind vom Rattenrennen ihres Alltags: immer mehr Gehetze und immer weniger Spaß am Leben; für alle, die Kinder haben und sich fragen, wie deren Welt einmal aussehen wird; für Tante Gerda, der ein bisschen weniger Essen und für Onkel Tilo, dem ein bisschen weniger Arbeit nicht schaden würde; vor allem für alle Leute mit drei Mal Urlaub im Jahr und drei Mal Auto in der Garage.

Das Wort Affluenza ist -- augenzwinkerndes -- Kunstwort, analog gebildet zum allbekannten Influenza, dem medizinischen Fachbegriff für Schnupfen. Affluenza steht für Überflusskrankheit. Entsprechend gibt es: Symptome, Ursachen, Behandlung. Etwas gewaltsam diese Parallele. Vor allem aber: Auf 400 Seiten kein einziger wirklich neuer Gedanke: Dass unsere Klamotten so billig sind, weil in Asien Kinder wie Sklaven schuften, dass immer mehr weder glücklich noch zufrieden macht, dafür eher krank: bekannt, gebongt und abgehakt.

Trotzdem: Der neue Gedanke von de Graaf, Wann und Naylor liegt vielleicht im Wörtchen etwas. Etwas weniger würde uns schon reicher machen: weniger Auto, weniger Klamotten, weniger reisen. Zugegeben, eher eine homöopathische Kur, aber die soll ja oft sehr wirksam sein. Die Welt würde so nicht gerettet, aber jeder von uns wäre -- schon mittelfristig -- glücklicher. --Michael Winteroll

Kurzbeschreibung

Mal ehrlich: Wie viele Kreditkarten besitzen Sie? Wie viele Radios, Fernseher, Nierenschoner, Barbiepuppen und Nippes jedweder Art? Können auch Sie sich der Sucht des Haben-Müssens kaum erwehren? Dann müssen Sie als infiziert gelten, befallen von Affluenza, der ansteckenden Sucht nach mehr Konsum und Besitz. Auch Sie leben - wie alle anderen - mit dem Supermarkt im Kopf. Der Kulturkritiker John de Graaf, der Umweltexperte David Wann und der Wirtschaftsprofessor Thomas H. Naylor haben sich zusammengetan, um diese neue Krankheit zu analysieren. Und wie bei einer richtigen Krankheit rücken sie dem Phänomen auf dreierlei Weise zu Leibe: Sie untersuchen die Symptome, klären deren Ursachen und verordnen danach eine einfache, aber wirksame Kur. Auf unterhaltsame Weise präsentieren sie Cartoons, Geschichten und Fakten, die zeigen, was unser Lebensstil wirklich kostet: eine wachsende Zahl überschuldeter Haushalte, Konsumdruck, der insbesondere unsere Kinder infiziert hat, permanenter Zeitdruck, das atemlose Bemühen um "schneller, größer, weiter, mehr", der rücksichtslose Verbrauch von Natur und Rohstoffen und last not least Krankheiten wie Diabetes, Allergien oder Fettsucht. Wir sind arm geworden an tiefen Erfahrungen und harmonischen familiären Bindungen.

Gibt es denn keinen Ausweg aus dem Teufelskreis unendlichen Wachstums? Sehr wohl, sagen die Autoren. Wenn wir erkennen, was das Leben wirklich lebenswert macht, werden wir uns nicht länger am Lebensstil der Reichen orientieren, sondern an dem weitaus lohnenderen der Zufriedenen und Gesunden.




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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Am Abgrund 8. Februar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Das Bild, den Konsumwahn als eine Art Krankheit zu betrachten und sie von allen Seiten zu beschreiben, in Symptomen, Ursachen und Therapieansätzen, hilft dem Leser die sehr komplexen Zusammenhänge zu begreifen: von der Bedürfnisweckung über die Schuldenfalle bis hin zum Müllproblem. Und dass die neuen Laubsauger oder die noch größeren 20-Liter-auf-100-km-Spritfresser uns auf Dauer nicht glücklich machen, ahnten wir ja bereits.
Mein Blick für unnötigen Konsum ist jedenfalls enorm geschärft worden durch das Buch. Sehr empfehlenswert!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gute Denkanstöße 10. Juli 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Zugegeben, der Spruch "Weniger ist mehr" scheint ziemlich abgegriffen und nicht gerade neu. Dennoch ist er wahr und aktueller denn je, da viele von uns ihre Anhäufung von materiellem Besitz zunehmend auch als Belastung empfinden (Wie die Autoren sagen: Dinge, die wir besitzen, besitzen auch uns!). Die Lektüre dieses Buches ist sehr empfehlenswert, da es den Konsum, seine Funktion und seine Folgen (psychologische, soziale, ökologische) von allen Seiten beleuchtet - und dies in einer gut verständlichen, leicht lesbaren Sprache und in einem angenehmen, zuweilen leicht ironischen Schreibstil. Die Autoren begnügen sich nicht nur mit der Bestandsaufnahme unserer Überflußgesellschaft, sondern geben auch Anregungen für individuelle Verhaltensänderungen - sozusagen Medikamente gegen den Konsumvirus, die AFFLUENZA. Möge es nützen, daß wir uns zukünftig auf Erich Fromm's Frage "Haben oder Sein" nicht mehr so eindeutig nur für das "Haben" entscheiden.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
USA im Konsumrausch! 24. April 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Shoppen in gigantischen Einkaufszentren, rund um die Uhr, bis die Kreditkarte raucht. Alles konsumieren ohne Rücksicht auf die Familie, den Mitmenschen, die Natur, sich selbst. So, oder so ähnlich stellt man sich das Konsumschlaraffenland USA vor.

In ihrem Buch "Affluenza, Zeitkrankheit Konsum" versuchen John de Graaf, David Wann und Thomas H. Naylor dem Konsumwahn vor allem der us-amerikanischen Bevölkerung auf den Grund zu gehen. Und dies erfolgt auf eine subtile und originelle Weise, in dem der Konsum als eine Viruserkrankung, genannt "Affluenza" diagnostiziert wird, wie die gleichnamige Dokumentation. Folglich ist das Buch auch in die drei Kapitel Symptome, Ursachen und Behandlung gegliedert. Es wird der Frage nachgegangen, wie es in den USA und, mit Abstrichen, in anderen Industriestaaten soweit kommen konnte, dass der hemmungslose Konsum Fuß fassen konnte. Ebenso werden die Auswirkungen des Massenkonsums auf allen Ebenen unseres Lebens (Einzelnen, Gesellschaft, Arbeit, Umwelt, etc.) nachgegangen und wie man sich dem entziehen kann.

Man merkt sofort, dass das Buch nicht mit erhobenem Zeigefinger geschrieben wurde, sondern den ganzen Konsumwahn aufs Korn nimmt und die Auswüchse aufzeigt. Wenn, um die Produktivität zu steigern, Kühe beim Schlachten nicht mehr betäubt werden; wenn für viele US-Amerikaner das Einkaufen zur Sucht wird, diese Sucht aber in Werbespots als Recht jedes US-Einwohners gefordert wird, wenn nur mehr das Prinzip "Groß, Größer, am Größten" zählt, ist dann etwas nicht faul? Aber wie erklärt man dann die hohe Verschuldung der US-Bürger, die um den hohen virtuellen Lebensstandard, den zig Fernsehfamilien vorleben, zu finanzieren, mehrere Jobs annehmen und daher keine Zeit mehr für die Angehörigen und Freizeit haben und die US-Amerikaner inzwischen länger arbeiten als die Japaner, aber keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub haben. Wie erklärt man, dass PR Firmen die Klimaerwärmung anpreisen. Einige Auswüchse erinnern an Michael Moore Abrechnung mit den USA unter George W. Bush: Stupid White Men

Dieses Buch bezieht sich hauptsächlich auf den us-amerikanischen Konsumwahn obwohl ich dies nicht negativ sehen würde. Es fließen immerhin auch europäische Aspekte ein oder es wird Europa mit Amerika verglichen. Und zum Schluss kann man sich durchaus fragen, ob es sinnvoll ist, dem us-amerikanischen System hinterher zu äffen oder einen europäischen Weg des Konsums zu finden, falls es nicht doch schon zu spät ist?

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