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Affen zeichnen nicht
 
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Affen zeichnen nicht [Gebundene Ausgabe]

Heiner Link
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 109 Seiten
  • Verlag: Reclam, Leipzig (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3379007692
  • ISBN-13: 978-3379007696
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 12,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.371.686 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Ein Sandflohhändler von Rang

Heiner Links Humoresken «Affen zeichnen nicht»

Kein geringes Vorhaben ist es, die Literatur vom «germanistischen Muff» zu befreien, von «Normen und feuilletonistischen Zwängen», wie Heiner Link es sich 1997 in der Anthologie «Trash-Piloten» vorgenommen hat. Das Ergebnis war eine Sammlung von spannenden Texten, die das Banale und Abfällige des Alltags thematisieren, einige davon jedoch mit einem verschwitzten Zwang zum Nonkonformismus. In seinem Roman «Hungerleider» hat er gezeigt, wie man mit Witz und Sprache sogar aus Deutschlands Langeweile unterhaltsame Funken schlagen kann, mit dem Monolog eines humorvoll-rabiaten Ich über die Zumutungen der Alltäglichkeit. Auch sein neues Buch, «Affen zeichnen nicht», ein schmaler Band von bissig-komischen Kurztexten, ist ein Sonderling im literarischen Deutschland, wo der Humor sich besonders schwer tut. Heiner Link mag sich was von den amerikanischen Beatniks abgeschaut haben, von Brinkmann den wilden Blick und von Henscheid das böse Maul.

Dutzendweise werden in diesem Buch literarische Quellen zitiert oder sonstwie verdreht, von Achternbusch bis Valentin, eine Broschüre mit vielerlei Tips für den Erfolg im Leben oder ein Werbeheft der Volks- und Raiffeisenbanken. Be-sonders die Perlen aus dem Alltagsdeutsch modelliert der Autor und wirft sie als begnadeter Stimmenimitator unter seine eigenen Erzählungen. Da versucht ein Ich-Erzähler unverdrossen das Kauderwelsch des Kommerzes auf sein eigenes Leben zu beziehen und fällt dabei gekonnt auf die grosse Schnauze. Das Glanzstück des Buches erzählt von der Eifersucht und beginnt mit dem Satz «Ich habe unsere Katze erschossen». Die Ehefrau ist in Marokko, zur Arbeit, sagt sie. Der Sommer schleicht öde durchs Land, und selbst die blödesten Freunde haben keine Zeit für ein Besäufnis. «Da kam die Katze und wollte gestreichelt werden. Verschwinde, sage ich, sonst hole ich meinen Revolver, eine 08 von meinem Grossvater, aber die Katze fing an zu schnurren, also hab ich sie nicht erschossen. / Ich war aber nah dran.»

Dieser Erzähler ist ein «Sandflohhändler von Rang», der offenbar ein windiges Geschäft mit Worten treibt. Nur selten ist er in Harmonie mit seiner Umwelt, so sehr er es sich einredet: «Jeden Tag, wenn ich durchs Puchheimer Gewerbegebiet fahre, fühle ich die Kraft der Industrie, die Wärme der LKW-Laderampen und die Melancholie der Gebrauchtwagenhalden mitsamt den heimeligen Imbissbuden.» Überwiegt dann doch der Ärger mit der Schwiegermutter oder mit toten Fischen im Aquarium, so hilft «die letzte Freiheit», ein Besuch in der kundenfreundlichen Autowaschanlage zum «kollektiven Popeln an den Aluminiumfelgen». Die ironische Miene zum grauen Spiel der Wirklichkeit kann auch um-schlagen in schnaubende Ohnmacht angesichts der «Schosshündchen beim morgendlichen Auslauf». Ökonomisch und elegant laviert Heiner Link zwischen den sprachlichen Welten, dem strengen Dummdeutsch der Werbebroschüren und dem eigenen lockeren Mundwerk.

Franz Haas

Klappentext

Heiner Link f|hrt den Leser seiner "Humoresken" in dubiose Welten, durch gefdlschte W|sten, New Yorker Bars und Waschan$ Affen zeichnen nicht ist ein Band mit aberwitzigen, anarchischen Grotesken, eine Reise durch die Welt der Erfolgsstrate$ Heiner Link, geb. 1960 lebt als freier Schriftsteller in M|nchen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Gelungen, gelungen, gelungen!
Die vielen Kurzgeschichten treffen bei so vielen Dingen exakt ins Schwarze! Heiner Link hat das alles humorvoll und teilweise mit viel Sexappeal und Bayerischem Flair geschrieben, wobei man auch hier und da einige private Dinge wiederfindet, unter anderem in 'meine Tochter darf ich nicht Prinzessin nennen' (das durfte er tatsächlich nicht).
Fazit: Lesen!
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