Klappentext
Sie sind unsere nächsten Verwandten im Tierreich: die Affen. Ihre Eigenarten und Fähigkeiten, ihr Verhalten und ihre Rätselhaftigkeit berühren uns besonders, gleichen sie uns Menschen doch in so vieler Hinsicht. In diesem Band geht es nicht nur um die Menschenaffen, denn die Vielfalt innerhalb der Gattung ist riesig. Das zeigt sich schon allein bei der Größe: Während etwa die Zwergseidenaffen nur rund 100 Gramm auf die Waage bringen, kann ein ausgewachsener Gorilla bis zu 270 Kilo wiegen. Dieser Band führt uns einige der beeindruckendsten Affenarten vor, die stellvertretend für die faszinierende Vielfalt der Spezies stehen, darunter die intelligenten Orang-Utans, auch bekannt als Waldmenschen, oder die kultivierten Japanmakaken, die genüsslich in heißen Quellen baden; die mächtigen, doch meist friedlichen Gorillas; die erstmals ausführlich dokumentierten Roten Uakaris in den Sumpfwäldern am Oberlauf des Amazonas.
Ingo Arndts Bilder berühren durch ihre Unmittelbarkeit; eindrucksvolle Porträts, die den individuellen Charakter der Tiere betonen, wechseln mit reportageartigen Momentaufnahmen und stimmungsvollen Landschaftsbildern ab. Sämtliche Fotos wurden in freier Wildbahn aufgenommen. In seinen Bildtexten schildert Arndt, wie die Fotos entstanden sind und was er in den 10 Jahren seiner Fotoreisen zu den Affen alles erlebt hat. In den Einleitungskapiteln schöpft der Zoologe Fritz Jantschke in sachkundigen Texten aus dem reichen Erfahrungsschatz eines überwiegend mit Menschenaffen verbrachten Berufslebens.
Über den Autor
Ingo Arndt, Jahrgang 1968, ist einer der renommiertesten und erfolgreichsten deutschen Naturfotografen. Seine Reportagereisen führten ihn in alle Welt, er veröffentlicht regelmäßig in GEO und anderen Magazinen. Zahlreiche Auszeichnungen sprechen für sich: 2005 World Press Photo Award, mehrfacher Gewinner bei Wildlife Fotografien des Jahres sowie Europäischer Naturfotograf des Jahres. Bei Frederking & Thaler erschien von ihm Logbuch Polarstern, der Bericht einer Forschungsreise in die Antarktis. Für die darin enthaltenen Mikroskopieaufnahmen von Unterwasser- Kleinstlebewesen erhielt er den Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie, 1. Preis für Mikro-/Makrofotografie.
Dr. Fritz Jantschke hat im Lauf seines Berufslebens auf unterschiedlichste Arten mit Affen zu tun gehabt. Noch vor seinem Zoologie-Studium lernte er als Tierpfleger-Praktikant im Berliner Zoo Menschenaffen kennen, die ihn fortan begleiten sollten. Seine Doktorarbeit schrieb er über das Verhalten von Orang-Utans in Zoos; anschließend war er im Frankfurter Zoo tätig, wo er an vorderster Front mit der Menschenaffen-Zucht befasst war. Später wechselte er zur Öffentlichkeitsarbeit des Zoos und dann zur Zeitschrift Das Tier, wo er 18 Jahre lang Redakteur war. Heute arbeitet er als freier Autor, vor allem fürs Fernsehen.