Ich bin von der Aeropress sehr angenehm überrascht worden. Ich habe sie mir nach diversen Lobhudeleien in einschlägigen Kaffeeforen aus Neugier gekauft. Und siehe da - seitdem trinke ich am liebsten Kaffee aus der Aeropress.
Man kann wunderbar mit diversen Sorten, Ziehzeiten und Mahlgraden herumexperimentieren. Wichtig ist nur, dass man das Pulver frisch mahlt und dass das Wasser weder zu heiß (kochend) oder zu kühl (unter 80 Grad) ist, dazwischen ist so ziemlich alles machbar. Was man allerdings beachten sollte ist, dass man relativ viel Kaffee für eine Tasse benötigt. Ist es im normalen Filter eine Menge von ca. 7- 9 Gramm pro Tasse, hat sich in der Aeropress eine Menge von 12 - 15 Gramm als erforderlich erwiesen.
Im Vergleich zum Handfiltern ist das Ergebnis ein sehr viel milderer Kaffe, fast ohne Bitterstoffe, und die Temperatur des Kaffees ist aufgrund der kurzen Ziehzeit und dem anschließenden Aufgießen des "Kaffeekonzentrats" mit heißem Wasser höher als beim Handfiltern (ich vergleiche mit dem Handfiltern, weil das meine vorherige Methode zur Herstellung von nur einer Tasse Kaffee ist). Da kommen wir dann auch zur Einschränkung der Aeropress: Ähnlich wie auch Pad- oder Kapselmaschinen kann man mit der Aeropress nur 1 - 2 Tassen Kaffee auf einmal herstellen. Die Zeit, die man zur Zubereitung braucht entspricht auch etwa der Zeit, die man mit einer Kapsel- oder Padmaschine benötigt. Für Kaffeekränzchen oder Ähnliches sollte man aber noch eine "große" Maschine im Schrank haben (ich z. B. die Krups T8, auch sehr empfehlenswert). Aeropresskaffee schmeckt aber viel besser als der Kapselkaffee.
Es fällt wenig Müll an, in der Beschreibung ist sogar angegeben, wie man die Filter erneut benutzen kann. Man hat wenig Reinigungsaufwand, lediglich der Kaffeesatz muss unten am Gerät kurz abgespült werden.
Meiner Meinung nach also ein prima Ersatz für eine Padmaschine oder einen Handfilter, wobei "Ersatz" es nicht trifft, denn die Aeropress bietet viel mehr Variationsmöglichkeiten.