Einfach Genial (9 von 10 Punkten) Auch wenn man es der Band nicht ansieht: We Are Wolf sind nun schon ganze 10 Jahre unterwegs (wenn auch zunächst als Eat Unda Table). Zeit genug hatten sie also, um an ihrem ersten Longplayer zu arbeiten, den sie nun endlich mit AEONS auf die Menschheit loslassen. Ich kann schon mal versichern, dass sich das Warten definitiv gelohnt hat! Dieses Album steht nämlich für alles, was modernen Death Metal heutzutage ausmacht. Das Fundament aus Deathcore und Melodic Death Metal (welches etwas mit The Black Dahlia Murder vergleichbar ist) lockt die Kids zielsicher in den Pit, während die Veredelung durch Technical Death Metal der modernen Schule (wie ihn z.B. All Shall Perish oder Ignominious Incarceration zocken) bestimmt auch von so manchem älteren Banger Respekt ernten wird. Darüber hinaus ist auch der Gesang sehr genial, denn Sänger René Becker punktet neben tiefen Growls vor allem mit seinem einzigartigen, hysterischen Kreischgesang. Diese Stimme passt wirklich gut zu den dunklen Lyrics, in denen dem Hörer durch Utopien und apokalyptische Szenarien die Abgründe der Gesellschaft vor Augen geführt werden. Tempomäßig bleibt man übrigens meist im schnelleren Tempobereich, allerdings bremsen sich die Songs auch des öfteren mal ein und machen so Platz für feine Melodien oder dem Klargesang von Gitarrist Leo Derwel (in Track 1 & 11), welche für richtig epische Momente sorgen. Hier stimmt also wirklich alles: Fette Riffs, flotte Solos, tolle Melodien, gute Dynamik und eigenständige Vocals. We Are Wolf machen also vieles richtig und zeigen das sich lange Liveerfahrung bei einem Debüt auszahlt. Hoffen wir, dass dies der Grundstein für eine vielversprechende Karriere und die Zukunft des Death Metals ist. Mich hat die Band auf jeden Fall überzeugt! Anspieltipps: My Eternal Promise, Let´s celebrate the Apocalypse und Gotham burns Mehr Info: metalglory.de/reviews.php?nr=19904 (Metalrocky von metalglory.de)
Empfehlenswert! Basta! We Are Wolf gibt s schon seit zehn Jahren und das merkt man diesem Werk durchaus an. Allerdings hießen sie früher mal Eat Unda Table (Supi!) und machten Metalcore. Daraus wurde Death Metal und We Are Wolf. Vor allem merkt man auch, dass in der fruchtbaren Rhein-Ruhr-Szene eine Menge zu allem entschlossene Menschen der x-ten Generation unterwegs sind, die Metal schon von Kindesbeinen an verinnerlicht haben. Dabei herausgekommen ist mit AEONS ein echter Hammer des modernen Deathmetal, wie ihr gleich lesen werdet. My Eternal Promise drummt verhalten los, aber dann ..., eben Deathmetal. Was soll ich sagen? Dröhnend, riffend und growlend/kreischend/brüllend, meine Freunde! Aber auch melodiös. Kein Scherz! Darüber würde ich keine Witze machen, ehrlich! Starke Sache. Abyss..., Primordial und The Invisible machen keine Gefangenen, warum auch? Aber es fehlt beileibe nicht an melodiösen Elementen, die jeden Song interessant und hörenswert machen. Auch Let's Celebrate... bringt uns weiter nach vorne. Nach knallhartem Anfang geht s auch so weiter, der "Gesang" ist unerhört brutal und eindrucksvoll, und das Ende naht mit unbarmherzigem Krach . Ein echter Wutbatzen! Unholy... und Origin machen so weiter, mit langsameren Parts und selbst mir macht das Spaß! The Conspiracy dann ist hervorragend, hart und packend, und besonders Gotham Burns und Aeons regieren mit geilem Groove und schonungsloser, auch gesanglicher, Power! Wie hält der Sänger das durch? Melodic Deathmetal mit abgesägtem Lauf könnte ich das nennen, wenn ich mir dadurch nicht Ärger einhandeln würde. Schon wieder eine neues Genre!? Moderner Death Metal triffts eher. Egal! Die Gitarren schreddern und die kaskadierenden flammenden Melodien gebieren ein feuriges, Lava speiendes Untier. Die anmutigen kleinen Choräle aus mehrstimmigen Vocals und packenden Refrains begleiten die fetten Riffs auf ihrem Weg zum Olymp des Deathmetal. Fortschritt wird zum Gesetz und Stillstand ist Rückschritt und damit fatal! Die "Reine Lehre" ist von gestern! Es lebe die Veränderung! Es lebe We Are Wolf! Okay, nach z. B. Noctem nun der nächste Deathmetal-Hammer, denn auch We Are Wolf bringen den Metal auf eine neue Ebene. Ich kack ab, ey! Das Problem ist schlichtweg allerdings die Umsetzung auf der Bühne. Wie hört sich das dort an? Als Soundbrei wird das erfahrungsgemäß unerträglich sein, deshalb bin ich seit Jahrzehnten eher der Plattenfreak, wo eine fette Produktion wie hier die Feinheiten erst so richtig zur Geltung bringen kann. Mehr Info: squealer-rocks.de/cdreview.php?var=2488 (TheMattes von squealer-rocks.de)
Unglaubliche Vocals (7 von 10 Punkten) Bereits seit 2000 sind die Wölfe aktive Mitglieder der deutschen Metalszene, damals wurde noch unter dem hübschen Namen Eat Unda Table Metalcore gespielt, bevor - nach einer EP und einer Split-EP - der Name in We Are Wolf umgemodelt wurde. Krasserer Name, krassere Musik, das dürften sich die Jungs gedacht haben; fortan wurde Death Metal/Deathcore gezockt, brutal, laut, schnell, alles andere war nicht gut genug. Was unterscheidet nun We Are Wolf von anderen deutschen Deathcore-Bands wie beispielsweise Placenta? Das Quintett hat zwei Gitarristen, um den richtigen druckvollen Sound aufzubauen, des Weiteren einen Drummer, einen Bassisten, einen Sänger. Nicht weiter ungewöhnlich, könnte man meinen, aber schalten wir noch mal einen Schritt zurück - richtig, zum Sänger. René als Sänger; zu bezeichnen, tut ihm mehr als Unrecht: Der Mann ist ein absolutes Monster am Mikro, das nicht nur die typischen Growls beherrscht, sondern mit einer, sagen wir mal, zweiten Stimme völlig hysterisch keift. Erinnerungen werden wach an Alesanas Shouter Dennis Diablo, der ebenfalls sowohl die tiefen als auch die hohen Extreme perfekt beherrscht; dennoch zieht Renés Gebrüll irgendwie in eine völlig andere Richtung, alle Songs wirken unruhig, verzweifelt, in die Enge getrieben - eine Tatsache, die das Hören des neuen und ersten Full-Length-Albums Aeons zu einer wahren nervlichen Achterbahn macht. Bevor wir uns wieder dem Mann am Mikro zuwenden, sollten wir näher auf die Instrumentals eingehen, um uns einigermaßen zu beruhigen: Nico, Frank, Lorenz und Leo verstehen ihr Handwerk natürlich, die Gitarren krachen ordentlich, die Drums scheppern nicht ein bisschen, sondern treiben wunderbar voran und auch der Bass ist genau an den richtigen Stellen zurhand. Gitarrist Leo hilft zeitweise mit klarem Gesang aus, der aber meist etwas leiser untergemischt wurde und so ein düster-mysteriöses Flair versprüht. Wirklichen Wiedererkennungswert verpassen dem Sound allerdings erst die Hauptvocals - mit einer Stimme, die meines Wissens relativ einzigartig sein dürfte, treibt René die Songs noch ein wenig schneller voran, projiziert Wut und Aggressionen auf den Hörer und bewirkt, dass man sich beim bloßen Anhören dabei ertappt, unruhig auf der Sitzfläche herumzurutschen. My Eternal Promise heißt der Einstand und der macht natürlich keine Gefangenen: Nach einem düsteren Intro legt René richtig los, die Kombination der beiden verschiedenen extremen Gesangsstile, teilweise auch noch übereinander gelegt, bläst den Hörer völlig weg, fast wie ein Rettungsanker kommt einem da der klare Gesang vor. Hammer! Auch die Dynamik der folgenden Songs, beispielsweise bei Primordial, ist überirdisch, die flirrenden Gitarren verstärken die Death-Metal-Atmosphäre und auch Drummer Frank leistet hervorragende Arbeit. Problematisch ist dagegen, dass kaum eines der Stücke sich wirklich festsetzen kann - zwar wird hier durchaus überdurchschnittlich gehandwerkt, mehr aber meist auch nicht. Ein erneutes Aufhorchen verursacht das Instrumental Origin, ein melancholisch schönes Gitarrenstück mit sporadischem Drum-Einsatz, das aber nur die Ouvertüre für das brutale The Conspiracy darstellt, das aber mit einem überraschend einprägsamen, dynamischen Refrain punkten kann. Zum Schluss reiht sich der Titeltrack noch einmal in die technisch hochqualitativen, aber ein wenig verfrickelten und daher nicht unbedingt einprägsamen Tracks ein. Das ist aber auch das einzige Manko, das man We Are Wolf ankreiden könnte - abgesehen von den insgesamt zu einförmig gehaltenen Songs kann man nämlich sofort erkennen, dass in dieser Band ein riesiges Potenzial steckt. Mehr Info: the-pit.de/reviews/cds/details/article/we-are-wolf-aeons/ (Katharina Neuert von the-pit.de)