Wie lange mußten wir darauf warten - Adrian Mole ist zurück! Seit den 80ern lese ich die Reihe und bedauere, daß es so selten Fortsetzungen gibt. Doch das ist der Preis der Qualität, die S. Townsend verfaßt... Adrians neuestes Tagebuch umfaßt zwei Jahre und wie immer schafft er es, jedes Problem zur riesigen Katastrophe zu steigern. Mit ihrem wunderbaren Humor vertieft Sue Townsend das Leben ihres weltfremden Helden und neben den liebgewonnenen Figuren erschafft sie viele neue und schräge Charaktere. Angefangen mit Adrians neuer Freundin Marigold und ihrer öko-faschistischen Familie treffen wir auch Pandora, Adrians Eltern, Barry Kent, Nigel und Rosie wieder. Diesmal treten jedoch die neuen Personen in den Vordergrund und erweitern die Adrian-Mole-Welt. Die Handlung ist wie immer absurd-komisch, wird zeitweise aber auch tiefsinniger und verbindet Unterhaltung mit ernsten Themen. Ob nun Adrians extravaganter Lebenstil (ein standesgemäßes Loft, ein sprechender Kühlschrank), unerfüllte Träume (Karriere? Pandora? Marigold? Daisy?) oder sogar der Irak-Krieg - auch solche ernsten Themen werden eindrucksvoll in die Handlung dieser "Unterhaltungs-Literatur" eingebunden, wenn Adrians Sohn Glenn mit seiner Armee-Einheit in den nahen Osten muß. Absolut empfehlenswert, auch für Leute, die nicht gerne lesen! Übrigens, Vorkenntnisse der vorherigen Bände sind nicht nötig - steigern aber den Spaß ganz gewaltig. So glänzt Adrian z.B. in einem Brief an Tony Blair mit seinen Kenntnissen über die norwegische Leder-Industrie...