Nicht nur für Adoptiveltern und Bewerber, sondern auch für Pflegeeltern ein äußerst empfehlenswertes, aber nicht einfach zu verstehendes Buch, da die Autorin Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, mit eigener Praxis in Basel ist und dementsprechend hochfachlich analysierend schreibt.
Die so schwierige Identitätsentwicklung Adoptierter, insbesondere die spät Adoptierter, wird gut nachvollziehbar, insbesondere wenn Adoptiveltern sich mit falschen Erwartungen und Hoffnungen auf diesen lebenslangen Prozess einlassen müssen.
Nur die auch in anderen Texten zu lesende Erklärung, Adoptivkinder versuchen mit exzessivem, aggressivem Verhalten ihre Familie zu 'testen', kann ich nicht akzeptieren, denn das würde bewusstes, schädigendes Verhalten voraussetzen und das scheint ziemlich unwahrscheinlich. (red)