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Adolf H. Zwei Leben
 
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Adolf H. Zwei Leben (Gebundene Ausgabe)

von Eric-Emmanuel Schmitt (Autor), Klaus Laabs (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Ammann; Auflage: 1., Aufl. (12. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3250601071
  • ISBN-13: 978-3250601074
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 118.014 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

8. Oktober 1908: "Adolf Hitler durchgefallen." Ein einzelner Satz steht am Anfang der Katastrophe, die ein Jahrhundert erschüttert hat. Was aber, wenn die Aufnahmekommission der Wiener Kunstakademie damals anders entschieden hätte? Was, wenn der zwanzigjährige Aspirant, der sich prächtig aufs Kollorieren von Architekturpostkarten verstand, tatsächlich Maler geworden wäre? Könnte es sein, daß dieser junge Mann etwas mit uns zu tun hätte? Rückhaltlos und ohne Scheuklappen wirft Eric-Emmanuel Schmitt in seinem neuen, bislang umfangreichsten Roman die verstörende Frage nach den Bedingungen auf, die einen Menschen zu dem machen, was er ist. Parallel zu der Geschichte des Diktators Adolf Hitler erzählt der Erfolgsautor eine Lebensgeschichte im Konjunktiv, die Biographie des Kunstmalers Adolf H., in der ein Mensch sich unter der humanen Gewalt der Kunst zu einem uns Unbekannten entwickelt. Adolf H. Zwei Leben ist nicht nur eine tiefsinnige Reflexion über das Verhältnis von Kunst und Politik, Genie und Wahnsinn, es lädt uns auch dazu ein, über das Ungeheuer nachzudenken, das in jedem von uns selbst wohnt.


Über den Autor

Eric-Emmanuel Schmitt, 1960 in St.-Foy-les Lyons geboren, studierte Philosophie in Paris. Als Romancier, Dramatiker und Autor für Film und Fernsehen lebt er heute in Brüssel. In Frankreich gehört er zu den bedeutendsten Theaterautoren seiner Generation und hat auch international Erfolg. Für "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" wurde er mit dem Deutschen Bücherpreis 2004 in der Kategorie "Publikumsliebling des Jahres" ausgezeichnet. Und ebenfalls im Jahr 2004 mit dem Quadriga-Preis.

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57 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lesenswert mit Schwächen- doch es wird die Verletzung der "political correctness" sein, die das Buch umstritten machen wird, 14. Februar 2008
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Schon andere haben es vor dem französischen Autor Eric-Emmanuel Schmitt versucht, die kontrafaktische Annahme "was wäre wenn ...?" auf den deutschen Diktator Adolf Hitler zu beziehen. So hat etwas Stephen Fry in seinem Buch "Geschichte machen", die Frage ventiliert, was sich historisch ereignet hätte, wenn Hitlers Mutter durch einen Zufall nicht schwanger geworden wäre.

Eric- Emmanuel Schmitt wählt für sein Buch eine andere Versuchsanordnung: er fragt sich, was geschehen wäre, wenn Hitler, der ein miserabler Zeichner war und zeitweise seinen Lebensunterhalt durch den Verkauf von kolorierten Wiener Stadtansichten bestritt, im Jahr 1908 die Aufnahme an der Kunstakademie in Wien geschafft hätte. Seine Idee dabei ist, dass seiner künstlerischen Annahme nach das Leben Adolf Hitler anders verlaufen wäre, wäre er nicht durch diese Prüfung gefallen.

Nachdem Schmitt 2005 mit "Das Evangelium nach Pilatus" ein beeindruckendes Buch über Jesus von Nazareth vorgelegt hatte, der Inkarnation des Guten, wollte er, wie er in einer Werkchronik am Ende des neuen Buches schreibt, sich mit vollem Risiko der Inkarnation des Bösen stellen, dem deutschen Diktator Adolf Hitler. Seine Freunde haben ihm dringend davon abgeraten, etliche auch, nachdem er sich nicht überzeugen ließ, den Kontakt mit ihm abgebrochen. Zu sehr hat wohl Schmitts Versuch, literarisch der Frage nachzugehen, ob aus dem jungen Hitler auch ein anderer Mensch hätte werden können, die political correctness" verletzt. Man muss kein Prophet sein, wenn man glaubt, dass diese Verletzung auch die Debatte um dieses Buch bestimmen wird.

Dabei ist es völlig legitim und befreit das Thema auch von der Aura des "Unaussprechlichen", die einer wirklichen historischen Bewältigung und einem vertieften Verständnis dessen, was im Holocaust geschehen ist und im Zweiten Weltkrieg, entgegensteht.

Schmitt spinnt zwei parallele Geschichten um die Hauptfigur herum. Er erzählt abwechselnd von Adolf H. und von Hitler, einmal in der Variante als angenommener Kunststudent und einmal in der Variante, die sich tatsächlich zugetragen hat, als abgelehnter Bewerber.

Adolf H. entwickelt sich über die Jahre zu einem recht passablen Menschen, lässt seine Sexualstörungen von keinem geringeren als Sigmund Freud behandeln und ist später Mitglied der Gruppe um Andre Breton. Je weiter Schmitt hier in der Zeit fortschreitet, desto willkürlicher sind seine Annahmen. Deutschland ist nicht von den Nationalsozialisten okkupiert worden, es gab keinen Krieg, nur einen kleineren Konflikt der durchaus weiterhin autoritären Regierung mit Polen. Ein nationalsozialistischer Agitator namens Joseph Goebbels spielt all die Jahre eine sehr untergeordnete Rolle als Daueropponent gegen die Regierung.

Im anderen Handlungsstrang erzählt Schmitt die Geschichte Hitlers, wie sie sattsam bekannt ist. Eric Emmanuel Schmitt ist, wie man leicht aus seinem, auch diesem Buch wiederum angehängten "Werktagebuch" entnehmen kann, von einem fast missionarischen Eifer durchdrungen, der aufklären will, warnen will und den Ursprung des Bösen literarisch zu ertasten sucht.

Ich halte dieses neue Buch für absolut lesenswert. Eines seiner besten Bücher ist es allerdings nicht. Wenn sich Schmitt für dieses Buch über Hitler genauso viel Zeit genommen hätte wie für das "Evangelium nach Pilatus", an dem er nach eigenen Angaben in der dortigen Werkchronik über sieben Jahre gearbeitet und über einen Zeitraum von fast 10 Jahren alle ihm zugängliche theologische Literatur bearbeitet hat, wäre ihm auch dieses Buch über "das Böse" besser gelungen, davon bin ich überzeugt.

Man wird in den Besprechungen zu diesem Buch mit Sicherheit lesen, er habe Hitlers Person verharmlost, sie regelrecht mitleiderregend dargestellt. Man wird lesen, die Erklärung seines Größenwahns durch die Kränkungen in der Jugend und seine sexuellen Probleme, seien historisch irreführend und würden dem singulären Phänomen dieses Menschen nicht gerecht.

Aber man wird doch noch der Frage nachgehen dürfen als Literat, ob "das Böse""an Hitler z.B. wirklich schon von Geburt an in seinen Genen angelegt war, oder ob es auch anderen Möglichkeiten der geschichtlichen Entwicklung gegeben hätte.

Eric-Emmanuel Schmitt hat mit seinem neuen Buch viele Anregungen gegeben und wird sicher für eine rege Diskussion unter den Leser und Rezensenten sorgen.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Antagonistisches Doppelporträt, 15. Mai 2009
Von Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Welch hochspannende Fragestellung: Was wäre, wenn Hitler am 8. Oktober 1908 bei der Aufnahmeprüfung zur Kunstakademie in Wien nicht durchgefallen wäre sondern eine Karriere als Künstler eingeschlagen hätte? Die Weltgeschichte hätte sicherlich anders geschrieben werden müssen. Aber auch: Was für ein heikles Unterfangen. E.-E. Schmitt versucht neben einer biografischen Auflistung in z.T. gröberen Schritten des tatsächlichen Lebens von Adolf Hitler, ein fiktionales zu erschaffen. Und dieses endet nicht mit einem Selbstmord im Jahre 1945, soviel sei verraten.

Schmitt hat wie kaum ein anderer zeitgenössischer Autor solch eine Themenbreite in seinen Werken. Nun wagt er sich als Franzose an dieses deutsche Trauma. Und ihm gelingt es, meiner Meinung nach, überraschend unwillkürlich eine Parallelperson zu erschaffen, die mit knapp 20 Jahren eine andere Richtung einschlägt und so nicht dem Weltuntergang zur Verfügung steht. Sie stellt sich ihren Unzulänglichkeiten, geht in Therapie bei Urvater Freud und hat in der Folge, durch alle Höhen und Tiefen, tragfähige Beziehungen zu Frauen, zunehmenden Erfolg auf dem Kunstmarkt und alltägliche Probleme. Faszinierend.

Für mich hat E.-E. eines seiner besten Bücher geschaffen. Ich ließ mich von den fast 500 Seiten jedenfalls sehr fesseln.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert wenn auch provokant: Ein Stückchen Hitler in jedem von uns, 5. Mai 2008
E.E.Schmitt ist mit seinem neuesten Roman in meinen Augen sein bester Wurf gelungen. Auf über 500 Seiten schildert er anschaulich, packend und immer wieder überraschend die zwei Leben des Adolf H - so wie es geschichtlich war - und wie es hätte werden können, wäre Hitler als Student an der Wiener Kunstakademie angenommen.

Entschieden weist Schmitt zurecht Vorwürfe über zu weit hergeholte Ausführungen zurück. Seine These: Es ist die Angst, die Macht der Verdränung und der pure Fanatismus, die Hitler zum Monstrum seiner Zeit machten. Doch ohne damit, dass man sich heute damit beschäftigt, kann man die Generation von morgen nicht vor erneuten egozentrisch-demagogischen Auswüchsen schützen.

Eines der besten Bücher der letzten Jahre,
absolut lesens- und bedenkenswert.
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2.0 von 5 Sternen Banal.
Eines der sehr wenigen Bücher, das ich nicht zu Ende gelesen habe, aus Langeweile und Ermüdung.
Die Idee ist gut, die Ausführung allerdings mangelhaft, die Sprache flach... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von A. Landsiedl veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen "Hätten sie ihn doch malen lassen..."
Zugegeben, ein alter Spruch. -Hier, wie ich finde, ganz passabel in die eine Hälfte eines Romans über die "Inkarnation des Bösen" verwandelt. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Jan N. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Spannend und lehrreich
Eine wahnsinnig gute Idee, die wirkliche Biographie mit einer erdachten quasi parallel zu erzählen. Die psychologische Durchdringung ist in beiden Fällen glaubhaft. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Dietrichstein veröffentlicht

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