Das Anfangsszenario ist bezeichnend für das gesamte Buch. Adolf Hitler sitzt gemeinsam mit Josef Goebbels im Führerbunker und beschwert sich darüber, dass Eva Braun immer noch beim Friseur sitzt. Eigentlich sicher, dass der Krieg verloren ist, bietet Hitler Goebbels das "Du" an, worauf dieser wie ein kleines Kind zu weinen beginnt.
Als die Tür aufspringt, betritt ein russischer Soldat den Bunker und nimmt Hitler - ohne dessen Widerspruch - mit. Ab da beginnt der Aufstieg des Adolf Braun, denn so muss sich Hitler auf den Wunsch Stalins ab heute nennen. Hitler hilft tatkräftig beim Aufbau eines kommunistischen Deutschlands mit, unter Hinzunahme jüdischer Bankiers, denen er im Gegenzug Adolf Eichmann ausliefert.... Hitlers Karriere scheint unaufhaltsam.
Graenz schafft es mit Klischees und heiteren Anspielungen ein Szenario zu erzeugen, dessen Wahrscheinlichkeit zwar im unteren Level anzusiedeln ist, aber dennoch von höchstem literarischen Niveau ist. Allerdings ist ein gewisses historisches Vorwissen von Nöten um einige der Wortwitze und Anspielungen nachvollziehen zu können.
Alles in allem lässt sich allem lässt sich jedoch sagen, dass dies eine der besten Grotesken ist, die im Zusammenhang zum Dritten Reich je verfasst wurden.