Produktinformation
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Aus Sicht der Macintosh-Anwender hätte Adobe dem neuen Photoshop auch die Nummer zehn spendieren können: Die neue Version läuft nämlich auch unter OS X. Was weiterhin auffällt, ist die neue Bedienoberfläche. Die erinnert stark an den kleinen Bruder Photoshop Elements, und das nicht von ungefähr: Adobe hat die positive Resonanz auf dessen Bedienkonzept genutzt und teilweise in sein Profi-Tool eingebaut. Deutlich wird das zum Beispiel an den Paletten, die sich unterhalb der Menüleiste andocken lassen und sich auf Mausklick kurzzeitig öffnen. Das spart Platz und schafft Übersicht, denn niemand braucht beispielsweise die ganze Zeit die Werkzeugspitzenpalette über seinem Dokument.
Schnell schätzen lernt man auch den integrierten Datei-Browser, mit dem sich die Bilddateien auf der Festplatte komfortabel verwalten lassen. Das ist besonders beim Bearbeiten von Digitalkamerafotos von Vorteil, denn so lassen sich auf einen Ritt beispielsweise die kryptischen Dateinamen in aussagekräftige Bezeichnungen umwandeln, die dann auch noch passend durchnummeriert sind. Vorschau, Kopieren, Umbenennen und Ansehen der Metadaten wie Belichtungszeit oder Aufnahmedatum inklusive.
An neuen Werkzeugen gibt es nicht viel, aber die wenigen Neuerungen haben es in sich: Da wäre zum Beispiel der Healing Brush (getestet wurde die englische Beta-Version, auf Deutsch wird das Tool wahrscheinlich "Reparaturpinsel" heißen). Der erlaubt es, Retuschierarbeiten wie das Beseitigen von Kratzern in nur einem Arbeitsschritt zu erledigen. Denn im Gegensatz zu dem bisher dafür verwendeten Stempel werden die Pixel nicht einfach nur geklont, sondern automatisch den Farb- und Helligkeitsveränderungen der Umgebung angepasst. Das ständige Entnehmen neuer Pixelproben entfällt damit. Und es funktioniert sogar beim Beseitigen von Gesichtsfalten.
Ebenfalls eine tolle Arbeitserleichterung ist beispielsweise die automatische Farbkorrektur. Die funktioniert erstaunlich präzise und dürfte dem Anwender ebenfalls viel Zeit ersparen: Sowohl grobe Farbverschiebungen als auch diffizile Farbstiche beseitigte die Funktion sehr überzeugend, ohne dass es einer manuellen Nachbearbeitung bedurft hätte.
Fazit: Mit Photoshop 7 zeigt Adobe wieder eindrucksvoll, wer der Platzhirsch in Sachen Bildbearbeitung ist. Und Webdesigner werden auch die Weiterentwicklung des integrierten ImageReady zu schätzen wissen. --Robert Arnold
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Allerdings ist der Preis für Otto Normalverbraucher viel zu hoch. Warscheinlich auch der Grund dafür, dass es wohl mehr Raubkopieen als legal erworbene Programme gibt.
Deswegen nur vier statt fünf Sterne
Wer Fotos unterschiedlicher Art mit dem Computer am Bildschirm bearbeiten will oder muss, kann sich glücklich schätzen, ein umfangreiches und funktionierendes Programm wie den „Photoshop 7.0" installiert zu haben.
Wohl kaum eine Software bietet einen derartigen Leistungsumfang. Alle erdenklichen Gestaltungs- und Bearbeitungsaufgaben wie verschiedene Grafikformate, Web-Publishing oder sogar Text-Bearbeitung lassen sich hochwertig bewerkstelligen. Es braucht zwar eine intensive Einarbeitung und selbst dann muss man immer mal wieder in der ausgezeichneten Hilfe-Datei nachsehen, aber die zur Verfügung stehenden Werkzeuge sind absolut flexibel und ausreichend.
Von den neuen Möglichkeiten gefällt mir gut der so genannte Reparaturpinsel zur Glättung von Hautfalten oder zur Bearbeitung von Schatten- und Lichteffekten sowie die vielen Varianten der Malwerkzeuge. Auch die Möglichkeit, mehrere Vorschau-Thumbnails (Mini-Bildansichten) gleichzeitig ansehen und somit bedeutend schneller navigieren zu können, ist ein gewichtiges Plus der neuen Version. Endlich lassen sich auch mehrere Bilder gleichzeitig auf ein Blatt ausdrucken.
Für die Bearbeitung von Webseiten ist hilfreich, dass Bilder nun besser transparent oder durchscheinend gestaltet werden können. Die Verbesserung einiger ohnehin schon hervorragenden Möglichkeiten gehören standardmäßig zu einem Update dazu.
Mit dem aktuellen „Photoshop 7.0" beweist der Hersteller jedenfalls wieder eindrucksvoll seine völlig zu Recht bestehende Vorherrschaft bei den Bildbearbeitungsprogrammen. Das Programm war und ist die Spitze.
© Uli Geißler, Freier Journalist
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