Ich habe mir das neueste "Nick Seafort"-Buch gerade auf englisch zu Gemüte geführt. Leider hatte ich unmittelbar vorher die zwei neuesten "Honor Harrington"-Bände gelesen (auch auf englisch) und komme nicht umhin Vergleiche anzustellen. Wo David Weber charakterisiert, sind bei Feintuch nur Stereotypen zu finden. Die militärische Aktion ist unglaubwürdig. Feintuch reitet z. B. auf dem unbeugsamen Ehrbegriff von Seafort herum, läßt ihn aber - ohne einen weiteren Gedanken darauf zu verschwenden - einen unbewaffneten Passagier niederknallen, weil der sich wehrt, als seine verschlossene Kabine aufgebrochen wird. Wenn man aber nicht zu sehr auf solche Feinheiten achtet, bietet das Buch trotzdem ein solides Lesevergnügen. Wer aber etwas genauso Faszinierendes lesen will wie die ersten Nick Seafort - Bände, der sollte sich einmal mit Honor Harrington auseinandersetzen.