| ||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Adi, wie Adolf Hitler liebevoll von seiner Mutter genannt wird, hat in der Schule keine richtigen Freunde. Sein Leben auf dem elterlichen Hof nahe Linz ist geprägt von seiner Mutter, die ihn verwöhnt, seine ganzen Fehler verzeiht und ihm das Gefühl gibt, ein "toller Kerl" zu sein. Dadurch macht sich das Versagen in der Schule nur noch mehr bemerkbar. Adi kann nicht verstehen, warum ihn die Lehrer unterschätzen. Sein größter Traum ist es nämlich berühmt zu werden. So phantasiert er vor sich hin, dass er irgendwann ein großer Künstler, ein Maler, Musiker oder Architekt, wird und es allen zeigt.
Nach seiner Schulzeit verlässt er seine Mutter und geht nach Wien, um dort zu studieren.
Die Studienzeit, wie sie Pausewang beschreibt, wird wieder eine Niederlage: an der Hochschule wird er nicht angenommen, da die Professoren sein Talent nicht sehen. Das meint er jedenfalls und beschuldigt so alle Menschen, mit denen er in Kontakt kommt, dass sie an diesem Desaster schuld seien. Er selbst ist aber ein Held, seine Mitmenschen behandelt er unfair, taktlos und wenig einfühlsam.
Er kommt mit Personen in Kontakt, die ihm rechtes Gedankengut näher bringen. Bald darauf hält auch er Reden, die ohne konkreten Inhalte seine willigen Zuhörer manipulieren.
Das Ende des Buches ist scheinbar auch das Ende Hitlers: Er endet als Obdachloser auf der Straße. Doch dass das nicht so war, zeigt ja die Geschichte
Im Anschluss an die Erzählung selbst beschreibt Pausewang, wie sie als Kind und Jugendliche die Hitlerzeit erlebt hat, welche Einstellung sie damals hatte und wie sie diese Einstellung dann doch geändert hat.
Pausewang schafft es mit diesem Buch ein anderes Licht auf Hitler zu werfen. Hitler wird als Mensch dargestellt und nicht als das Monster, zu dem er später wurde. Seine Schwächen und Fehler, die in diesem Buch beschrieben werden und die Hitler vielleicht auch tatsächlich hatte, lassen einige Taten begreifen. Trotzdem wird der Leser sich in diesem Buch nicht mit Hitler identifizieren, da die Distanz zu ihm viel zu groß und das Wissen um seine schreckliche Berühmtheit vorhanden ist.
Mitleid mit Hitler will Pausewang bestimmt nicht wecken, sondern - meiner Meinung nach - beschreiben, was mit einem Menschen passieren kann, wenn einiges in der Lebensgeschichte schief läuft. Das Buch ist also keine Biografie Hitlers im herkömmlichen Sinne. Gudrun Pausewang hat diese Geschichte sehr gut recherchiert, doch ist es ein ROMAN. Darauf weist sie auch noch im Epilog hin.
Also: So KÖNNTE die Kindheit und vor allem die Jugend Hitlers ausgesehen haben, aber vielleicht auch nicht.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|