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Adenauer - Rhöndorfer Ausgabe: Briefe 1961 - 1963. Rhöndorfer Ausgabe
 
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Adenauer - Rhöndorfer Ausgabe: Briefe 1961 - 1963. Rhöndorfer Ausgabe (Gebundene Ausgabe)

von Konrad Adenauer (Autor), Hans Peter Mensing (Herausgeber)
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Preis: EUR 49,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 577 Seiten
  • Verlag: Schöningh; Auflage: 1., Aufl. (1. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3506757423
  • ISBN-13: 978-3506757425
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 1.115.264 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der 16. Band der Rhöndorfer Ausgabe des Adenauer-Nachlasses umfasst die letzten beiden Amtsjahre des Gründungskanzlers: September 1961 bis Oktober 1963, mit ca. 300 bisher unveröffentlichten Schlüsseldokumenten. Im Mittelpunkt stehen: Die leidenschaftlich geführte Diskussion um die Kanzlernachfolge Der erbitterte Streit mit Ludwig Erhard Die Regierungsbildungen vom Herbst 1961 und vom Herbst 1962 (nach dem Scheitern einer schon damals geplanten Großen Koalition) Spiegel -Affäre und Kuba-Krise Kanzlerkräche mit den Ministern Gerhard Schröder und Franz Josef Strauß Die großen historischen Begegnungen mit Charles de Gaulle und John F. Kennedy

Über den Autor

Konrad Adenauer (1876-1967), deutscher Politiker und erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. 1917-1933: Oberbürgermeister der Stadt Köln. 1920-1933: Präsident des preußischen Staatsrats. 1933 von den Nationalsozialisten seines Bürgermeisteramtes enthoben, 1934 und 1944 vorübergehend inhaftiert, seit Mai 1945 erneut Kölner Oberbürgermeister. Gründungs- und Vorstandsmitglied der CDU, 1946 deren Vorsitzender in der britischen Zone. 1950-1966: Bundesvorsitzender. 1948 /49: Präsident des Parlamentarischen Rates. 1949-1963 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler. Unter dem Eindruck der Isolierung, überzeugt von der Bedrohung durch die UdSSR betrieb Adenauer, der 1951-55 zugleich Außenminister war, eine Politik der Westintegration (1951 Montanunion und Europarat; 1952: Deutschland Vertrag, 1954/55: WEU und NATO; Wiedererlangung der Souveränität, 1957: EWG und Euraton). Das Kernstück dieser Politik war die Aussöhnung mit Frankreich (1963 deutsch- französischer Freundschaftsvertrag mit Charles de Gaulle). Mit der UdSSR vereinbarte er 1955 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und erreichte dabei die Freilassung von 10.000 deutscher Kriegsgefangener. Innenpolitisch war die "Ära Adenauer" gekennzeichnet von der Errichtung eines demokratischen Staatswesens, in dem sich dieHans-Peter Schwarz, geboren 1934, ist Professor für Politik und Zeitgeschichte und u. a. Verfasser zweier Bände der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland über die Ära Adenauer. Zahlreiche Auszeichnungen, wie 1999 den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik.

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5.0 von 5 Sternen Adenauers bittere Jahre, 20. Februar 2008
Viel Freude hatte Adenauer in seinen letzten beiden Amtsjahren wahrlich nicht. 1961 hat er die absolute Mehrheit verloren, die FDP setzte ihm als möglichem Koalitionspartner geradezu existentiell zu und die Kritik aus den eigenen Reihen war auch nicht zu unterschätzen - Ludwig Erhard scharrte mit den Hufen und wusste dabei den jungen Franz Josef Strauß hinter sich. Seine Kanzlerschaft in der geschmiedeten Koalition mit der FDP rettete Adenauer nur mit Mühe durch die diffus gebliebene Demission seines Außenministers Brentano, den er von nun an unwiederbringlich gegen sich hatte. Brentano wiederum bereitete künftig als CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender den endgültigen Sturz Adenauers im April 1963 vor. Ein zermürbender Kleinkrieg zwischen Adenauer und Erhard schwächte die Regierung innenpolitisch. Innenpolitisch stürzte die Spiegel-Affäre im Herbst 1962 die Regierung Adenauer in eine tiefe Krise, die einzig durch den Rücktritt von Strauß als Verteidigungsminister abgewendet werden konnte. Das Verhältnis Adenauers zu den Vereinigten Staaten stockte spürbar, während sein neuer Außenminister Schröder einen ganz anderen, eigenen Weg gegenüber den USA einschlug und schon fast eine Sonderpolitik betrieb. Die Kuba-Krise überschattete die Weltpolitik. Es war aber auch eine Zeit ganz großer Politik. Das Verhältnis zu de Gaulle und Frankreich verfestigte sich weiter und gipfelte im deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, dem sogen. "Elysée-Vertrag" vom Januar 1963. Und nicht zu vergessen Kennedys legendärer Berlin-Besuch im Juni 1963.
In der gewohnt verlässlichen Rhöndorfer Ausgabe der Adenauer Werke ist jetzt der hervorragend edierte 16. Band, mit den Briefen dieser Jahre, erschienen. Es sind spannende und für Adenauer bittere Jahre. Nicht Altersstarrsinn ist der Grund für bislang bei eher selten vorgekommenen Fehler im Krisenmanagement, sondern die insgesamt 278 Dokumente aus privaten und politischen Papieren zeigen klar die Bedeutung, die der Tod seines wohl engsten Freundes und Beraters Robert Pferdmenges 1962 hatte, den Editor Mensing treffend als dessen "troubleshooter" bezeichnet. Zudem hat Adenauer der Tod zweier enger politischer und persönlicher Weggefährten getroffen, Robert Schuman und Theodor Heuss, mit denen er einen intensiven Gedankenaustausch gepflegt hatte. Die Briefe erlauben zum Teil einen tiefen, manchmal privaten Einblick und zeigen, dass der 1963 bereits 87-Jährige im Ausland unvergleichlich höheres Ansehen genossen hat, als im eigenen Land. Sie zeigen auch die zunehmende Einsamkeit des "Alten", in dessen persönlichem Umfeld auch die letzten Vertrauten gestorben sind. Er war von nun an allein.
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