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Adel Tawil

 

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adeltawil

#halle/westfalen das war unfassbar. jetzt wird gefeiert�� #liedertour http://t.co/QDgCZ9XZjH


Biografie

Aufgegabelt, gefressen, ausgespien. Wieder aufgerappelt, durchgehalten, von ganz unten nach ganz oben und wieder von vorn. Losgelöst, verbrannt, zurückgekehrt und frei.

Adel Tawil ist angekommen - endlich angekommen.

Adel Tawil hat so einiges erlebt in der wunderbaren Welt der Popmusik. Er hat Dreck gefressen und Kaviar. Er war am Boden zerstört und mit „Ich + Ich“ ganz weit oben. Er wurde umschmeichelt, hochgelobt, versengt und durchgereicht. Wurde zurückgewiesen, musste sich wieder ganz hinten anstellen und hat dann doch alle überflügelt. Er wurde zusammengefaltet, weggeworfen und links ... Lesen Sie mehr

Aufgegabelt, gefressen, ausgespien. Wieder aufgerappelt, durchgehalten, von ganz unten nach ganz oben und wieder von vorn. Losgelöst, verbrannt, zurückgekehrt und frei.

Adel Tawil ist angekommen - endlich angekommen.

Adel Tawil hat so einiges erlebt in der wunderbaren Welt der Popmusik. Er hat Dreck gefressen und Kaviar. Er war am Boden zerstört und mit „Ich + Ich“ ganz weit oben. Er wurde umschmeichelt, hochgelobt, versengt und durchgereicht. Wurde zurückgewiesen, musste sich wieder ganz hinten anstellen und hat dann doch alle überflügelt. Er wurde zusammengefaltet, weggeworfen und links liegen gelassen, ausgegraben und wieder aufgepäppelt, bis er strahlte, schöner als jemals zuvor. Adel Tawil hat ein Leben, das eigentlich für zwei reicht und er ist bereit, davon zu erzählen.

Als Gesicht und Stimme des großartigen Popduos „Ich + Ich“ wurde er zum Star und hat die ganz großen Momente einer Showkarriere erlebt. Als ehemaliges Mitglied der Boyband „The Boyz“, durchlebte er nach einem kurzen Ruhm die finstersten Augenblicke, die eine Laufbahn als Musiker zu bieten hat. Augenblicke der Niederlage, wenn die hochgesteckten Ziele verfehlt werden, Träume platzen und plötzlich niemand, aber auch gar niemand mehr etwas von einem wissen will. Die Momente, wenn dich keiner mehr kennt und sich die alten Schulterklopfer peinlich berührt abwenden: „Oh Gott, ist das nicht der von The Boyz? - Schnell weg.“ Nur um dann später wieder angedackelt zu kommen, wenn es mit „Ich + Ich“ läuft und man plötzlich wieder im Mittelpunkt steht. Das Leben als Achterbahnfahrt.

Doch anfangen, wo es anfängt.

Adel Tawil wollte singen. Als er im Berliner Jugendhaus Zille zum ersten Mal in die Cypher ging, als er in der Alten Feuerwache für den „B-Town Flavour Sampler“ vor dem Aufnahmegerät stand, war zwar Rap das große Ding, aber eigentlich war schon damals klar, dass Adel eigentlich singen muss. Es war seine Stimme, die hängen blieb – die Töne, der Klang. Ständig waren da diese Melodien in seinem Kopf, die raus wollten, die raus mussten, jedes Mal, wenn er nach dem Mikrofon griff. Doch was tun, wenn all die anderen Jungs auf dem Rap-Film waren und Freestylereime kickten – was anfangen mit so einem Talent? Wer brauchte schon einen Sänger in dieser Welt der Jugendhäuser? Die Mädchen fanden ihn zwar toll, aber wie sollte man mit so einer Fähigkeit Auftritte bekommen oder sogar Geld verdienen? Adel Tawil wurde wegen seiner Stimme zwar bewundert, aber genauso oft belächelt, denn wenn sich alles nur um Beats und Rhymes dreht, hat man als Sänger schlechte Karten. Die 90er Jahre waren real im Rap und Sänger nur sellout. Adel Tawil wusste nichts von der Welt der Popmusik, die immer nach großen Stimmen Ausschau hält, bis er eines Tages nach einem Talentwettbewerb gefragt wurde, ob er nicht bei einem Boygroup Projekt mitmachen wolle. Boygroup? Auf gar keinen Fall! Adel Tawil war doch kein Typ für eine Boyband. Adel war doch ein Rapper, real, authentisch, kompromisslos. Adel war doch ein Undergroundkünstler und für so etwas Lächerliches wie eine Boyband hatte er keine Zeit. Doch wie das so ist im Leben, nach einem Angebot kam noch ein Angebot und nach einem dritten kam noch ein viertes Angebot und schließlich schaute er sich das Ganze mal an.

Dann kam ein Angebot von der Sorte, das man nicht ablehnen kann – zumindest wenn man siebzehn ist und davon träumt, berühmt zu werden und auf einer großen Bühne zu stehen.

Solche Angebote sind in der Regel nicht besonders gut, genauer gesagt sind sie sogar eher schlecht. Solche Angebote werden in der Regel von irgendwelchen Ganoven gemacht, die genau wissen, was man einem Siebzehnjährigen versprechen muss, damit er anbeißt. Mädchen, Ruhm und das ganz große Geld. Während das mit den Mädchen und dem Ruhm zunächst ganz gut zu klappen scheint, klappt das mit dem Geld nicht.

Bei Adel Tawil und seiner Gruppe „The Boyz“ auf der einen Seite und der Produktionsfirma auf der anderen Seite waren die Rollen klar verteilt. Die drei Manager fuhren Sportwagen in den Farben Schwarz, Rot und Gold, während die jugendliche Tanz- und Gesangstruppe auf die Ochsentour durch die Popwelt geschickt wurde. Adel schrieb mit „One Minute“ seinen ersten Top Ten Hit und somit den erfolgreichsten Song der Gruppe und es folgten Stadtfeste mit kleinen Bühnen, Stadtfeste mit großen Bühnen, Elektronikmärkte, Autogrammstunden, Auftritte im Ausland vor Tausenden von Leuten, wie in Spanien und Auftritte in Fußgängerzonen. Für die Teenager-Stars war es die große weite Welt, für das Management war es ein gutes Geschäft. Perfekt.

Von dieser Zeit, in dieser dunklen Höhle, in der einzig und allein seine spätere Frau zu ihm gehalten hat, handelt das Lied „Unter Wasser“, das Adel Tawil für seine neue Platte geschrieben hat. Es handelt davon, wie es ist, wenn sich nichts mehr real anfühlt, nichts mehr natürlich, nichts authentisch. Wenn alles, was man bis dahin gekannt hat, zerbrochen ist und man nicht weiß, wie man den nächsten Tag überleben soll. Wenn man die Augen aufschlägt und für einen kurzen Augenblick denkt, dass alles nur ein böser Traum war, nur um dann feststellen zu müssen, dass es sich doch noch immer um das eigene Leben handelt. Das eigene Leben, aus dem es keinen Ausweg gibt. Wie gut ist es da, noch eine Hand zu spüren, eine echte Hand, einen echten Menschen neben sich zu haben, der einen hält, auffängt, tröstet und bei einem bleibt. Einfach nur da bleibt, wenn alle anderen gehen und dich langsam, ganz langsam wieder nach oben zieht, dorthin wo man auch ohne Sauerstoffmaske wieder atmen kann, an die Wasseroberfläche, ans Licht.

Adel Tawil tauchte wieder auf. Ganz langsam arbeitete er sich wieder nach oben und eigentlich wollte er nie wieder im Vordergrund stehen. Adel hatte genug vom trügerischen Ruhm, dem Rampenlicht, der falschen Aufmerksamkeit. Zusammen mit einem Freund baute er sich ein Studio aus.

Langsam unternahm er wieder erste musikalische Gehversuche, produzierte im Hintergrund, schrieb Texte für andere Künstler, bis eines Tages Annette Humpe in seinem Studio auftauchte und den gebrannten Sänger doch noch einmal dazu überreden konnte, in den Vordergrund zu treten und es noch einmal selbst zu versuchen. Der Rest ist Geschichte und es folgte der kometenhafte Aufstieg mit

„Ich + Ich“, der den beiden Musikern höchste Lorbeeren und größte Erfolge einbrachte.

Im Rückblick betrachtet Adel Tawil das Projekt „Ich + Ich“ als großen Lehrmeister für seine eigene Karriere und als das Ereignis, das ihn wieder zurück unter die Lebenden brachte.

„Ich + Ich hat mich befreit“, erklärt er unumwunden und voller Bewunderung spricht er von den Songschreiberfähigkeiten seiner musikalischen Partnerin: „Ich habe so viel von Annette gelernt. Ich habe gelernt, wie man Songs schreibt. Sie hat mir gezeigt, dass der Inhalt immer vor der Form kommt und der Text das Allerwichtigste für einen Song ist. Ihr Rat ist mir heute noch wahnsinnig wichtig und wenn sie mir sagt, dass ich mich auf mein Gefühl konzentrieren soll, dann versuche ich das auch umzusetzen.

Ich bin immer noch auf der Suche nach der Wahrheit, dem Kern der Geschichte. Annette hat mir so viel gezeigt und dafür werde ich ihr immer dankbar sein.“

Im Januar 2012 spielten „Ich + Ich“ ihr letztes Konzert und seitdem arbeitet Adel Tawil an seinem Soloalbum. Trotz seiner nunmehr 17-jährigen Karriere ist es überraschenderweise sein erstes eigenes Album und wie jeder Newcomer fühlt er – ebenso überraschend – eine gewisse Unsicherheit. Er ist nervös, wenn er über sein Album spricht, wobei er den fast unvermeidlichen Vergleich zu „Ich + Ich“ gar nicht so sehr fürchtet. Weder fühlt er sich verpflichtet sich künstlich davon abzuheben, noch wird das neue Album eine bloße Kopie der erfolgreichen Rezeptur werden. Lapidar erzählt Adel in diesem Zusammenhang die Geschichte von Keith Richards, dem die Kritiker vorwarfen, dass sein Soloalbum verdammt nach Rolling Stones klingen würde. Ach wirklich? Überraschung? Nicht wirklich!

Trotz allem wird „Lieder“ anders werden, als all das, was man bislang von Adel Tawil kennt oder zu kennen glaubt. Was bislang nur engste Vertraute mitbekommen haben, die dunklen Seiten seiner Persönlichkeit, seine Traurigkeiten aber auch seine Träume, positiven Ideen, Gefühle und Gedanken, möchte Adel nun mit einem größeren Publikum teilen.

„Das erste eigene Ding, nach Jahren. Das, was ich immer erreichen wollte“, beschreibt er die Arbeit an seinem Album und tatsächlich hört sich die Platte wie ein Querschnitt aus Adels Leben an.

Da gibt es diesen wunderbaren Song, in dem Adel sein gesamtes Leben anhand von Künstlern und Songtexten beschreibt, die ihn geprägt haben. Ein Leben in Liedern und die ausgewählten Zitate sind dabei so kunstvoll zusammengesetzt, dass es tatsächlich eine – seine Biografie - ergibt.

Da gibt es den, mit seinen Synthieflächen an die 80er Jahre erinnernden, bereits erwähnten Track „Unter Wasser“, der wahrscheinlich das Bitterste und gleichzeitig Hoffnungsvollste ist, was ein Künstler zu Papier bringen kann.

Der urbane Hip Hop-lastige Song „Graffiti Love“ beschreibt wiederum eine Liebe, groß, jung und frei, wie ein zwanzig Meter hohes Rooftop-Graffiti, das man von der S-Bahn aus auf einer Häuserwand lesen kann und mit seiner Unmittelbarkeit direkt ins Herz trifft.

Dass der Gesang dabei von den Schwestern Humpe und Humpe beigesteuert wird, ist dabei vielleicht nur eine kleine, aber immerhin bemerkenswerte Randnotiz.

Mit „Willst du unbedingt einen Mann vor dir weinen sehen“ wird Adel so persönlich, das es fast schon weh tut. Hier liefert sich der Sänger seinem Publikum aus, wie selten ein Künstler zuvor. Schwäche und Gefühl trifft auf Stärke ohne falschen Stolz.

Sido und Prinz Pi steuern für den Song „Aschenflug“ vertrauliche Erkenntnisse bei, wenn es darum geht, sich im Angesicht des Scheiterns selbst zu vernichten. Der Sänger trifft mit den beiden Hip Hop Ikonen auf seine Ursprünge und zusammen beschreiben sie die Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Wenn die Sucht zu stark ist, der Griff zur Droge der einzige Ausweg zu sein scheint und nur noch mehr Unheil anrichtet, werden die Menschen zu destruktiven Kometen. Auf ihrem „Aschenflug“ ziehen sie eine Spur der Zerstörung.

Immer wieder schneidet Adel Tawil aber auch die großen gesellschaftlichen Themen an und präsentiert uns seine Vorstellung eines anderen Lebens, mit einem anderen Miteinander. In dem Song „Zuhause“, den er mit dem jüdisch-orthodoxen Reggae Künstler Matisyahu geschrieben hat, beschreiben die beiden eine Welt ohne Nationen und Vaterländer, denn schließlich sind wir doch nur dort Zuhause, wo unsere Freunde sind.

Kein Wunder also, wenn Adel Tawil nervös ist, und gespannt darauf, was die Leute über sein Album sagen werden, das moderner, basslastiger und urbaner klingen wird, als alles, was man bislang von ihm gehört hat. Doch wer nicht springt wird niemals fliegen und was bitteschön hat Adel Tawil, der Mann, der schon alles gesehen hat, zu verlieren? Nichts! Und aus diesem Grund wird es auch Zeit für sein Debütalbum. Höchste Zeit!

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Aufgegabelt, gefressen, ausgespien. Wieder aufgerappelt, durchgehalten, von ganz unten nach ganz oben und wieder von vorn. Losgelöst, verbrannt, zurückgekehrt und frei.

Adel Tawil ist angekommen - endlich angekommen.

Adel Tawil hat so einiges erlebt in der wunderbaren Welt der Popmusik. Er hat Dreck gefressen und Kaviar. Er war am Boden zerstört und mit „Ich + Ich“ ganz weit oben. Er wurde umschmeichelt, hochgelobt, versengt und durchgereicht. Wurde zurückgewiesen, musste sich wieder ganz hinten anstellen und hat dann doch alle überflügelt. Er wurde zusammengefaltet, weggeworfen und links liegen gelassen, ausgegraben und wieder aufgepäppelt, bis er strahlte, schöner als jemals zuvor. Adel Tawil hat ein Leben, das eigentlich für zwei reicht und er ist bereit, davon zu erzählen.

Als Gesicht und Stimme des großartigen Popduos „Ich + Ich“ wurde er zum Star und hat die ganz großen Momente einer Showkarriere erlebt. Als ehemaliges Mitglied der Boyband „The Boyz“, durchlebte er nach einem kurzen Ruhm die finstersten Augenblicke, die eine Laufbahn als Musiker zu bieten hat. Augenblicke der Niederlage, wenn die hochgesteckten Ziele verfehlt werden, Träume platzen und plötzlich niemand, aber auch gar niemand mehr etwas von einem wissen will. Die Momente, wenn dich keiner mehr kennt und sich die alten Schulterklopfer peinlich berührt abwenden: „Oh Gott, ist das nicht der von The Boyz? - Schnell weg.“ Nur um dann später wieder angedackelt zu kommen, wenn es mit „Ich + Ich“ läuft und man plötzlich wieder im Mittelpunkt steht. Das Leben als Achterbahnfahrt.

Doch anfangen, wo es anfängt.

Adel Tawil wollte singen. Als er im Berliner Jugendhaus Zille zum ersten Mal in die Cypher ging, als er in der Alten Feuerwache für den „B-Town Flavour Sampler“ vor dem Aufnahmegerät stand, war zwar Rap das große Ding, aber eigentlich war schon damals klar, dass Adel eigentlich singen muss. Es war seine Stimme, die hängen blieb – die Töne, der Klang. Ständig waren da diese Melodien in seinem Kopf, die raus wollten, die raus mussten, jedes Mal, wenn er nach dem Mikrofon griff. Doch was tun, wenn all die anderen Jungs auf dem Rap-Film waren und Freestylereime kickten – was anfangen mit so einem Talent? Wer brauchte schon einen Sänger in dieser Welt der Jugendhäuser? Die Mädchen fanden ihn zwar toll, aber wie sollte man mit so einer Fähigkeit Auftritte bekommen oder sogar Geld verdienen? Adel Tawil wurde wegen seiner Stimme zwar bewundert, aber genauso oft belächelt, denn wenn sich alles nur um Beats und Rhymes dreht, hat man als Sänger schlechte Karten. Die 90er Jahre waren real im Rap und Sänger nur sellout. Adel Tawil wusste nichts von der Welt der Popmusik, die immer nach großen Stimmen Ausschau hält, bis er eines Tages nach einem Talentwettbewerb gefragt wurde, ob er nicht bei einem Boygroup Projekt mitmachen wolle. Boygroup? Auf gar keinen Fall! Adel Tawil war doch kein Typ für eine Boyband. Adel war doch ein Rapper, real, authentisch, kompromisslos. Adel war doch ein Undergroundkünstler und für so etwas Lächerliches wie eine Boyband hatte er keine Zeit. Doch wie das so ist im Leben, nach einem Angebot kam noch ein Angebot und nach einem dritten kam noch ein viertes Angebot und schließlich schaute er sich das Ganze mal an.

Dann kam ein Angebot von der Sorte, das man nicht ablehnen kann – zumindest wenn man siebzehn ist und davon träumt, berühmt zu werden und auf einer großen Bühne zu stehen.

Solche Angebote sind in der Regel nicht besonders gut, genauer gesagt sind sie sogar eher schlecht. Solche Angebote werden in der Regel von irgendwelchen Ganoven gemacht, die genau wissen, was man einem Siebzehnjährigen versprechen muss, damit er anbeißt. Mädchen, Ruhm und das ganz große Geld. Während das mit den Mädchen und dem Ruhm zunächst ganz gut zu klappen scheint, klappt das mit dem Geld nicht.

Bei Adel Tawil und seiner Gruppe „The Boyz“ auf der einen Seite und der Produktionsfirma auf der anderen Seite waren die Rollen klar verteilt. Die drei Manager fuhren Sportwagen in den Farben Schwarz, Rot und Gold, während die jugendliche Tanz- und Gesangstruppe auf die Ochsentour durch die Popwelt geschickt wurde. Adel schrieb mit „One Minute“ seinen ersten Top Ten Hit und somit den erfolgreichsten Song der Gruppe und es folgten Stadtfeste mit kleinen Bühnen, Stadtfeste mit großen Bühnen, Elektronikmärkte, Autogrammstunden, Auftritte im Ausland vor Tausenden von Leuten, wie in Spanien und Auftritte in Fußgängerzonen. Für die Teenager-Stars war es die große weite Welt, für das Management war es ein gutes Geschäft. Perfekt.

Von dieser Zeit, in dieser dunklen Höhle, in der einzig und allein seine spätere Frau zu ihm gehalten hat, handelt das Lied „Unter Wasser“, das Adel Tawil für seine neue Platte geschrieben hat. Es handelt davon, wie es ist, wenn sich nichts mehr real anfühlt, nichts mehr natürlich, nichts authentisch. Wenn alles, was man bis dahin gekannt hat, zerbrochen ist und man nicht weiß, wie man den nächsten Tag überleben soll. Wenn man die Augen aufschlägt und für einen kurzen Augenblick denkt, dass alles nur ein böser Traum war, nur um dann feststellen zu müssen, dass es sich doch noch immer um das eigene Leben handelt. Das eigene Leben, aus dem es keinen Ausweg gibt. Wie gut ist es da, noch eine Hand zu spüren, eine echte Hand, einen echten Menschen neben sich zu haben, der einen hält, auffängt, tröstet und bei einem bleibt. Einfach nur da bleibt, wenn alle anderen gehen und dich langsam, ganz langsam wieder nach oben zieht, dorthin wo man auch ohne Sauerstoffmaske wieder atmen kann, an die Wasseroberfläche, ans Licht.

Adel Tawil tauchte wieder auf. Ganz langsam arbeitete er sich wieder nach oben und eigentlich wollte er nie wieder im Vordergrund stehen. Adel hatte genug vom trügerischen Ruhm, dem Rampenlicht, der falschen Aufmerksamkeit. Zusammen mit einem Freund baute er sich ein Studio aus.

Langsam unternahm er wieder erste musikalische Gehversuche, produzierte im Hintergrund, schrieb Texte für andere Künstler, bis eines Tages Annette Humpe in seinem Studio auftauchte und den gebrannten Sänger doch noch einmal dazu überreden konnte, in den Vordergrund zu treten und es noch einmal selbst zu versuchen. Der Rest ist Geschichte und es folgte der kometenhafte Aufstieg mit

„Ich + Ich“, der den beiden Musikern höchste Lorbeeren und größte Erfolge einbrachte.

Im Rückblick betrachtet Adel Tawil das Projekt „Ich + Ich“ als großen Lehrmeister für seine eigene Karriere und als das Ereignis, das ihn wieder zurück unter die Lebenden brachte.

„Ich + Ich hat mich befreit“, erklärt er unumwunden und voller Bewunderung spricht er von den Songschreiberfähigkeiten seiner musikalischen Partnerin: „Ich habe so viel von Annette gelernt. Ich habe gelernt, wie man Songs schreibt. Sie hat mir gezeigt, dass der Inhalt immer vor der Form kommt und der Text das Allerwichtigste für einen Song ist. Ihr Rat ist mir heute noch wahnsinnig wichtig und wenn sie mir sagt, dass ich mich auf mein Gefühl konzentrieren soll, dann versuche ich das auch umzusetzen.

Ich bin immer noch auf der Suche nach der Wahrheit, dem Kern der Geschichte. Annette hat mir so viel gezeigt und dafür werde ich ihr immer dankbar sein.“

Im Januar 2012 spielten „Ich + Ich“ ihr letztes Konzert und seitdem arbeitet Adel Tawil an seinem Soloalbum. Trotz seiner nunmehr 17-jährigen Karriere ist es überraschenderweise sein erstes eigenes Album und wie jeder Newcomer fühlt er – ebenso überraschend – eine gewisse Unsicherheit. Er ist nervös, wenn er über sein Album spricht, wobei er den fast unvermeidlichen Vergleich zu „Ich + Ich“ gar nicht so sehr fürchtet. Weder fühlt er sich verpflichtet sich künstlich davon abzuheben, noch wird das neue Album eine bloße Kopie der erfolgreichen Rezeptur werden. Lapidar erzählt Adel in diesem Zusammenhang die Geschichte von Keith Richards, dem die Kritiker vorwarfen, dass sein Soloalbum verdammt nach Rolling Stones klingen würde. Ach wirklich? Überraschung? Nicht wirklich!

Trotz allem wird „Lieder“ anders werden, als all das, was man bislang von Adel Tawil kennt oder zu kennen glaubt. Was bislang nur engste Vertraute mitbekommen haben, die dunklen Seiten seiner Persönlichkeit, seine Traurigkeiten aber auch seine Träume, positiven Ideen, Gefühle und Gedanken, möchte Adel nun mit einem größeren Publikum teilen.

„Das erste eigene Ding, nach Jahren. Das, was ich immer erreichen wollte“, beschreibt er die Arbeit an seinem Album und tatsächlich hört sich die Platte wie ein Querschnitt aus Adels Leben an.

Da gibt es diesen wunderbaren Song, in dem Adel sein gesamtes Leben anhand von Künstlern und Songtexten beschreibt, die ihn geprägt haben. Ein Leben in Liedern und die ausgewählten Zitate sind dabei so kunstvoll zusammengesetzt, dass es tatsächlich eine – seine Biografie - ergibt.

Da gibt es den, mit seinen Synthieflächen an die 80er Jahre erinnernden, bereits erwähnten Track „Unter Wasser“, der wahrscheinlich das Bitterste und gleichzeitig Hoffnungsvollste ist, was ein Künstler zu Papier bringen kann.

Der urbane Hip Hop-lastige Song „Graffiti Love“ beschreibt wiederum eine Liebe, groß, jung und frei, wie ein zwanzig Meter hohes Rooftop-Graffiti, das man von der S-Bahn aus auf einer Häuserwand lesen kann und mit seiner Unmittelbarkeit direkt ins Herz trifft.

Dass der Gesang dabei von den Schwestern Humpe und Humpe beigesteuert wird, ist dabei vielleicht nur eine kleine, aber immerhin bemerkenswerte Randnotiz.

Mit „Willst du unbedingt einen Mann vor dir weinen sehen“ wird Adel so persönlich, das es fast schon weh tut. Hier liefert sich der Sänger seinem Publikum aus, wie selten ein Künstler zuvor. Schwäche und Gefühl trifft auf Stärke ohne falschen Stolz.

Sido und Prinz Pi steuern für den Song „Aschenflug“ vertrauliche Erkenntnisse bei, wenn es darum geht, sich im Angesicht des Scheiterns selbst zu vernichten. Der Sänger trifft mit den beiden Hip Hop Ikonen auf seine Ursprünge und zusammen beschreiben sie die Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Wenn die Sucht zu stark ist, der Griff zur Droge der einzige Ausweg zu sein scheint und nur noch mehr Unheil anrichtet, werden die Menschen zu destruktiven Kometen. Auf ihrem „Aschenflug“ ziehen sie eine Spur der Zerstörung.

Immer wieder schneidet Adel Tawil aber auch die großen gesellschaftlichen Themen an und präsentiert uns seine Vorstellung eines anderen Lebens, mit einem anderen Miteinander. In dem Song „Zuhause“, den er mit dem jüdisch-orthodoxen Reggae Künstler Matisyahu geschrieben hat, beschreiben die beiden eine Welt ohne Nationen und Vaterländer, denn schließlich sind wir doch nur dort Zuhause, wo unsere Freunde sind.

Kein Wunder also, wenn Adel Tawil nervös ist, und gespannt darauf, was die Leute über sein Album sagen werden, das moderner, basslastiger und urbaner klingen wird, als alles, was man bislang von ihm gehört hat. Doch wer nicht springt wird niemals fliegen und was bitteschön hat Adel Tawil, der Mann, der schon alles gesehen hat, zu verlieren? Nichts! Und aus diesem Grund wird es auch Zeit für sein Debütalbum. Höchste Zeit!

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Aufgegabelt, gefressen, ausgespien. Wieder aufgerappelt, durchgehalten, von ganz unten nach ganz oben und wieder von vorn. Losgelöst, verbrannt, zurückgekehrt und frei.

Adel Tawil ist angekommen - endlich angekommen.

Adel Tawil hat so einiges erlebt in der wunderbaren Welt der Popmusik. Er hat Dreck gefressen und Kaviar. Er war am Boden zerstört und mit „Ich + Ich“ ganz weit oben. Er wurde umschmeichelt, hochgelobt, versengt und durchgereicht. Wurde zurückgewiesen, musste sich wieder ganz hinten anstellen und hat dann doch alle überflügelt. Er wurde zusammengefaltet, weggeworfen und links liegen gelassen, ausgegraben und wieder aufgepäppelt, bis er strahlte, schöner als jemals zuvor. Adel Tawil hat ein Leben, das eigentlich für zwei reicht und er ist bereit, davon zu erzählen.

Als Gesicht und Stimme des großartigen Popduos „Ich + Ich“ wurde er zum Star und hat die ganz großen Momente einer Showkarriere erlebt. Als ehemaliges Mitglied der Boyband „The Boyz“, durchlebte er nach einem kurzen Ruhm die finstersten Augenblicke, die eine Laufbahn als Musiker zu bieten hat. Augenblicke der Niederlage, wenn die hochgesteckten Ziele verfehlt werden, Träume platzen und plötzlich niemand, aber auch gar niemand mehr etwas von einem wissen will. Die Momente, wenn dich keiner mehr kennt und sich die alten Schulterklopfer peinlich berührt abwenden: „Oh Gott, ist das nicht der von The Boyz? - Schnell weg.“ Nur um dann später wieder angedackelt zu kommen, wenn es mit „Ich + Ich“ läuft und man plötzlich wieder im Mittelpunkt steht. Das Leben als Achterbahnfahrt.

Doch anfangen, wo es anfängt.

Adel Tawil wollte singen. Als er im Berliner Jugendhaus Zille zum ersten Mal in die Cypher ging, als er in der Alten Feuerwache für den „B-Town Flavour Sampler“ vor dem Aufnahmegerät stand, war zwar Rap das große Ding, aber eigentlich war schon damals klar, dass Adel eigentlich singen muss. Es war seine Stimme, die hängen blieb – die Töne, der Klang. Ständig waren da diese Melodien in seinem Kopf, die raus wollten, die raus mussten, jedes Mal, wenn er nach dem Mikrofon griff. Doch was tun, wenn all die anderen Jungs auf dem Rap-Film waren und Freestylereime kickten – was anfangen mit so einem Talent? Wer brauchte schon einen Sänger in dieser Welt der Jugendhäuser? Die Mädchen fanden ihn zwar toll, aber wie sollte man mit so einer Fähigkeit Auftritte bekommen oder sogar Geld verdienen? Adel Tawil wurde wegen seiner Stimme zwar bewundert, aber genauso oft belächelt, denn wenn sich alles nur um Beats und Rhymes dreht, hat man als Sänger schlechte Karten. Die 90er Jahre waren real im Rap und Sänger nur sellout. Adel Tawil wusste nichts von der Welt der Popmusik, die immer nach großen Stimmen Ausschau hält, bis er eines Tages nach einem Talentwettbewerb gefragt wurde, ob er nicht bei einem Boygroup Projekt mitmachen wolle. Boygroup? Auf gar keinen Fall! Adel Tawil war doch kein Typ für eine Boyband. Adel war doch ein Rapper, real, authentisch, kompromisslos. Adel war doch ein Undergroundkünstler und für so etwas Lächerliches wie eine Boyband hatte er keine Zeit. Doch wie das so ist im Leben, nach einem Angebot kam noch ein Angebot und nach einem dritten kam noch ein viertes Angebot und schließlich schaute er sich das Ganze mal an.

Dann kam ein Angebot von der Sorte, das man nicht ablehnen kann – zumindest wenn man siebzehn ist und davon träumt, berühmt zu werden und auf einer großen Bühne zu stehen.

Solche Angebote sind in der Regel nicht besonders gut, genauer gesagt sind sie sogar eher schlecht. Solche Angebote werden in der Regel von irgendwelchen Ganoven gemacht, die genau wissen, was man einem Siebzehnjährigen versprechen muss, damit er anbeißt. Mädchen, Ruhm und das ganz große Geld. Während das mit den Mädchen und dem Ruhm zunächst ganz gut zu klappen scheint, klappt das mit dem Geld nicht.

Bei Adel Tawil und seiner Gruppe „The Boyz“ auf der einen Seite und der Produktionsfirma auf der anderen Seite waren die Rollen klar verteilt. Die drei Manager fuhren Sportwagen in den Farben Schwarz, Rot und Gold, während die jugendliche Tanz- und Gesangstruppe auf die Ochsentour durch die Popwelt geschickt wurde. Adel schrieb mit „One Minute“ seinen ersten Top Ten Hit und somit den erfolgreichsten Song der Gruppe und es folgten Stadtfeste mit kleinen Bühnen, Stadtfeste mit großen Bühnen, Elektronikmärkte, Autogrammstunden, Auftritte im Ausland vor Tausenden von Leuten, wie in Spanien und Auftritte in Fußgängerzonen. Für die Teenager-Stars war es die große weite Welt, für das Management war es ein gutes Geschäft. Perfekt.

Von dieser Zeit, in dieser dunklen Höhle, in der einzig und allein seine spätere Frau zu ihm gehalten hat, handelt das Lied „Unter Wasser“, das Adel Tawil für seine neue Platte geschrieben hat. Es handelt davon, wie es ist, wenn sich nichts mehr real anfühlt, nichts mehr natürlich, nichts authentisch. Wenn alles, was man bis dahin gekannt hat, zerbrochen ist und man nicht weiß, wie man den nächsten Tag überleben soll. Wenn man die Augen aufschlägt und für einen kurzen Augenblick denkt, dass alles nur ein böser Traum war, nur um dann feststellen zu müssen, dass es sich doch noch immer um das eigene Leben handelt. Das eigene Leben, aus dem es keinen Ausweg gibt. Wie gut ist es da, noch eine Hand zu spüren, eine echte Hand, einen echten Menschen neben sich zu haben, der einen hält, auffängt, tröstet und bei einem bleibt. Einfach nur da bleibt, wenn alle anderen gehen und dich langsam, ganz langsam wieder nach oben zieht, dorthin wo man auch ohne Sauerstoffmaske wieder atmen kann, an die Wasseroberfläche, ans Licht.

Adel Tawil tauchte wieder auf. Ganz langsam arbeitete er sich wieder nach oben und eigentlich wollte er nie wieder im Vordergrund stehen. Adel hatte genug vom trügerischen Ruhm, dem Rampenlicht, der falschen Aufmerksamkeit. Zusammen mit einem Freund baute er sich ein Studio aus.

Langsam unternahm er wieder erste musikalische Gehversuche, produzierte im Hintergrund, schrieb Texte für andere Künstler, bis eines Tages Annette Humpe in seinem Studio auftauchte und den gebrannten Sänger doch noch einmal dazu überreden konnte, in den Vordergrund zu treten und es noch einmal selbst zu versuchen. Der Rest ist Geschichte und es folgte der kometenhafte Aufstieg mit

„Ich + Ich“, der den beiden Musikern höchste Lorbeeren und größte Erfolge einbrachte.

Im Rückblick betrachtet Adel Tawil das Projekt „Ich + Ich“ als großen Lehrmeister für seine eigene Karriere und als das Ereignis, das ihn wieder zurück unter die Lebenden brachte.

„Ich + Ich hat mich befreit“, erklärt er unumwunden und voller Bewunderung spricht er von den Songschreiberfähigkeiten seiner musikalischen Partnerin: „Ich habe so viel von Annette gelernt. Ich habe gelernt, wie man Songs schreibt. Sie hat mir gezeigt, dass der Inhalt immer vor der Form kommt und der Text das Allerwichtigste für einen Song ist. Ihr Rat ist mir heute noch wahnsinnig wichtig und wenn sie mir sagt, dass ich mich auf mein Gefühl konzentrieren soll, dann versuche ich das auch umzusetzen.

Ich bin immer noch auf der Suche nach der Wahrheit, dem Kern der Geschichte. Annette hat mir so viel gezeigt und dafür werde ich ihr immer dankbar sein.“

Im Januar 2012 spielten „Ich + Ich“ ihr letztes Konzert und seitdem arbeitet Adel Tawil an seinem Soloalbum. Trotz seiner nunmehr 17-jährigen Karriere ist es überraschenderweise sein erstes eigenes Album und wie jeder Newcomer fühlt er – ebenso überraschend – eine gewisse Unsicherheit. Er ist nervös, wenn er über sein Album spricht, wobei er den fast unvermeidlichen Vergleich zu „Ich + Ich“ gar nicht so sehr fürchtet. Weder fühlt er sich verpflichtet sich künstlich davon abzuheben, noch wird das neue Album eine bloße Kopie der erfolgreichen Rezeptur werden. Lapidar erzählt Adel in diesem Zusammenhang die Geschichte von Keith Richards, dem die Kritiker vorwarfen, dass sein Soloalbum verdammt nach Rolling Stones klingen würde. Ach wirklich? Überraschung? Nicht wirklich!

Trotz allem wird „Lieder“ anders werden, als all das, was man bislang von Adel Tawil kennt oder zu kennen glaubt. Was bislang nur engste Vertraute mitbekommen haben, die dunklen Seiten seiner Persönlichkeit, seine Traurigkeiten aber auch seine Träume, positiven Ideen, Gefühle und Gedanken, möchte Adel nun mit einem größeren Publikum teilen.

„Das erste eigene Ding, nach Jahren. Das, was ich immer erreichen wollte“, beschreibt er die Arbeit an seinem Album und tatsächlich hört sich die Platte wie ein Querschnitt aus Adels Leben an.

Da gibt es diesen wunderbaren Song, in dem Adel sein gesamtes Leben anhand von Künstlern und Songtexten beschreibt, die ihn geprägt haben. Ein Leben in Liedern und die ausgewählten Zitate sind dabei so kunstvoll zusammengesetzt, dass es tatsächlich eine – seine Biografie - ergibt.

Da gibt es den, mit seinen Synthieflächen an die 80er Jahre erinnernden, bereits erwähnten Track „Unter Wasser“, der wahrscheinlich das Bitterste und gleichzeitig Hoffnungsvollste ist, was ein Künstler zu Papier bringen kann.

Der urbane Hip Hop-lastige Song „Graffiti Love“ beschreibt wiederum eine Liebe, groß, jung und frei, wie ein zwanzig Meter hohes Rooftop-Graffiti, das man von der S-Bahn aus auf einer Häuserwand lesen kann und mit seiner Unmittelbarkeit direkt ins Herz trifft.

Dass der Gesang dabei von den Schwestern Humpe und Humpe beigesteuert wird, ist dabei vielleicht nur eine kleine, aber immerhin bemerkenswerte Randnotiz.

Mit „Willst du unbedingt einen Mann vor dir weinen sehen“ wird Adel so persönlich, das es fast schon weh tut. Hier liefert sich der Sänger seinem Publikum aus, wie selten ein Künstler zuvor. Schwäche und Gefühl trifft auf Stärke ohne falschen Stolz.

Sido und Prinz Pi steuern für den Song „Aschenflug“ vertrauliche Erkenntnisse bei, wenn es darum geht, sich im Angesicht des Scheiterns selbst zu vernichten. Der Sänger trifft mit den beiden Hip Hop Ikonen auf seine Ursprünge und zusammen beschreiben sie die Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Wenn die Sucht zu stark ist, der Griff zur Droge der einzige Ausweg zu sein scheint und nur noch mehr Unheil anrichtet, werden die Menschen zu destruktiven Kometen. Auf ihrem „Aschenflug“ ziehen sie eine Spur der Zerstörung.

Immer wieder schneidet Adel Tawil aber auch die großen gesellschaftlichen Themen an und präsentiert uns seine Vorstellung eines anderen Lebens, mit einem anderen Miteinander. In dem Song „Zuhause“, den er mit dem jüdisch-orthodoxen Reggae Künstler Matisyahu geschrieben hat, beschreiben die beiden eine Welt ohne Nationen und Vaterländer, denn schließlich sind wir doch nur dort Zuhause, wo unsere Freunde sind.

Kein Wunder also, wenn Adel Tawil nervös ist, und gespannt darauf, was die Leute über sein Album sagen werden, das moderner, basslastiger und urbaner klingen wird, als alles, was man bislang von ihm gehört hat. Doch wer nicht springt wird niemals fliegen und was bitteschön hat Adel Tawil, der Mann, der schon alles gesehen hat, zu verlieren? Nichts! Und aus diesem Grund wird es auch Zeit für sein Debütalbum. Höchste Zeit!

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