Dieser Metafilm verlangt nach einer Metarezension.
Diese Erkenntnis ist ein Weg den Zugang zu diesem Werk zu finden: Es handelt sich (natürlich nicht ausschließlich) um eine Reflektion über die Mechanismen des Kinos in Form eines Experiments am Zuschauer. Führt man sich die zentrale Frage des Films, was ein guter Film sei, vor Augen, könnte man meinen die Antwort zu haben und in der Tat halte ich diesen für sehr gut.
Damit möchte ich aber keine bedingungslose Kaufempfehlung aussprechen (die 5 Sterne kann ich mir trotzdem nicht verkneifen), denn Adaption stößt, das gehört zu seinem Versuchsaufbau, den Zuschauer gehörig vor den Kopf. Auch ohne einen Schlüssel, und wann findet man diesen schon beim ersten Durchlauf?, sollte ein Film unterhalten. Bei mir hat das funktioniert, doch da dieser Film auf bewährte Strukturen verzichten muss, und eben diese sind es, die ein breites Publikum bei Laune halten, ist er darauf angewiesen, dass der Zuschauer seine Unterhaltung aus anderen Quellen bezieht.
Ich habe sofort mit seinem Protagonisten gefühlt, da mir seine Zweifel über und Probleme mit dem Schreiben/Leben nicht ganz fremd sind, die wohl beste Möglichkeit ein Band zwischen Rezipient und Autor zu schmieden, aber wem das nicht so ergeht, der wird es schwer haben Emotionen in diesen Film zu investieren. Wem auch noch der (oft subtile) Humor nicht gefällt, der braucht sich Adaption im Grunde nicht anzusehen, nicht als Film zumindest, denn an den cleveren Ideen kann man sich auch so erfreuen und der ein oder andere wird vielleicht auch einen Schritt auf ihn zugehen können.