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Adams Erbe [Gebundene Ausgabe]

Astrid Rosenfeld
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. Februar 2011
Adam Cohen ist 1938 achtzehn Jahre alt. Edward Cohen wird um das Jahr 2000 erwachsen. Zwei Generationen trennen sie aber eine Geschichte vereint sie. Von der Macht der Familienbande und der Kraft von Wahlverwandtschaften erzählt dieses Debüt, und davon, dass es nur einer Begegnung bedarf, um unser Leben für immer zu verändern.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (22. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257067720
  • ISBN-13: 978-3257067729
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 89.987 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Astrid Rosenfeld wurde 1977 in Köln geboren. Nach dem Abitur ging sie für zwei Jahre nach Kalifornien, wo sie erste Berufserfahrungen am Theater sammelte. Danach begann sie eine Schauspielausbildung in Berlin, die sie nach anderthalb Jahren abbrach. Seither hat sie in diversen Jobs in der Filmbranche gearbeitet, unter anderem als Casterin. So war sie etwa Casting Director bei den Kinofilmen ›Muxmäuschenstill‹ (2004, Regie: Marcus Mittermeier) und ›Knallhart‹ (2006, Regie: Detlev Buck). Astrid Rosenfeld lebt in Berlin. ›Adams Erbe‹ ist ihr erster Roman. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Buch... 31. März 2011
Von Nanni "fantasie-und-traeumerei" TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
INHALT:
Edward Cohen lebt in Berlin, hat dort eine kleine Boutique und ist unter dem Namen Ed M.C. Total angesagt. Nach dem Tod seiner Großmutter reist er nicht nur zurück in die Wohnung, in der er seine Kindheit verbracht hat, sondern auch zurück in die Vergangenheit. Denn dort findet er ein Buch. Das Vermächtnis seines Großonkels Adam, der darin seine Geschichte in der Zeit des zweiten Weltkriegs aufgezeichnet hat.

ZUR AUTORIN:
Astrid Rosenfeld wurde 1977 in Köln geboren, ging nachdem Abitur zunächst für ein paar Jahre nach Kalifornien, wo sie am Theater arbeitete. Zurück in Deutschland begann sie eine Schauspielausbildung in Berlin. Später arbeitete sie als Cast Directorin, unter anderem bei den Kinofilmen 'Muxmäuschenstill' (2004, Regie: Marcus Mittermaier) und 'Knallhart' (2006, Regie: Detlev Buck).
'Adams Erbe' ist ihr erster Roman.

EIGENE MEINUNG:
Ich habe noch nie einen Debütroman gelesen, der so sprachgewaltig und so gut durchdacht ist, wie 'Adams Erbe'. Sofort erkennt man, dass Astrid Rosenfeld eine ganz große Geschichtenerzählerin ist. Das macht sich nicht nur darin bemerkbar, dass der Haupterzählstrang einfach grandios ist, sondern auch in der Art und Weiße, wie sie ihre Nebenfiguren kreiert hat und in der Geschichte leben lässt. Jede noch so kleine Nebenfiguren, und sei ihr Auftritt noch so kurz, ist nicht nur einfach eine Nebenfigur, sondern wird durch ihre eigene kleine Geschichte zum Leben erweckt. Dies gibt dem Roman eine ganz besondere Art Lebhaftigkeit, die dem Leser die Geschehnisse eindringlicher machen.
Ihre Schreibe ist leicht und schnell zu lesen und trotzdem erlangt sie ein hohes Niveau. Sie verarbeitet eine Ironie, die sehr an die Ironie des Schicksals erinnert, das eine große Rolle in 'Adams Erbe' spielt. Durch diese Eigenheit bringt sie ganz besonders die Unsinnigkeit des Antisemitismus und der Naziherrschaft auf den Punkt. Dieses unsinnige 'den Worten eines Führers' folgen, dessen Hintergründe man zwar nicht versteht, denen man aber dennoch bedingungslos folgt und sei es um Rum und Ehre zu ernten und sich auf den Lorbeeren und dem damit verdienten Geld auszuruhen, zu faul sich eine eigene Meinung zu bilden. Dies stellt sie ganz besonders auf zwei unterschiedliche Arten in den Lebensläufen und Gepflogenheiten von Geigenlehrer Bussler und Adams 'Kamerad' Bubi Giesler dar.
Mit wenig Worten und ohne die Taten, die im zweiten Weltkrieg begangen wurden, beim Namen zu nennen, gelingt es ihr die Grausamkeit dieser Zeit darzustellen und ebenso zu berühren, wie aufzurütteln. Die ganze Szenerie dann auch noch in das Lager der Verantwortlichen zu verlegen, hat mich anfangs etwas skeptisch gemacht, denn es könnte der Verdacht aufkommen, dass die Gräueltaten heruntergespielt werden. Doch obwohl sie eigentlich damit ein bisschen 'drumherum spielt', trifft sie den Nagel so auf den Kopf, dass ich manchmal am liebsten laut geschluchzt hätte.
Es ist aber auch die Geschichte von wahrer Liebe, von Träumen, von Verantwortung und von einer Freundschaften, die, um es mit Eddas Worten zu sagen, gelebt werden 'so gut es halt geht'.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und hätte ich mehr Zeit gehabt, dann hätte ich keine zwei Tage benötigt, sondern es in einem in mich eingesogen.

FAZIT:
Mit einem Kloß im Hals blicke ich zurück auf ein Buch, das mir Gänsehaut verursacht hat, wie eine eisige Winternacht. Das mit wenigen Worten, ebenso trüb wie fröhlich, auf dem Herzen des Lesers liegt. Ein Buch für alle, die auf der Suche nach etwas Besonderem sind.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toll geschrieben und erzählt ... 23. November 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Einmal mehr zeigt sich, warum der Diogenes Verlag etwas Besonderes ist. Es erfordert Vertrauen und ein Auge für Talente, das Erstlingswerk von Astrid Rosenfeld zu verlegen.

In einem Roman mit vielen bunten Charakteren, die allesamt in ihrer eigenen Vergangenheit und zudem in der Zeitgeschichte gefangen sind, verliert Astrid Rosenfeld nie den Faden. Und die Zeit des zweiten Weltkriegs aus jüdischer Sicht, mit trockenem Humor, zu schildern, ist gewagt. Aber das Konzept geht weitestgehend auf.

Astrid Rosenfeld, 1977 geboren, ging nach dem Abitur in die USA, wo sie Erfahrungen am Theater sammelte. Danach begann sie eine Schauspielausbildung in Berlin, die sie aber wieder abbrach. Seither hat sie in diversen Jobs in der Filmbranche gearbeitet. Astrid Rosenfeld lebt heute in Berlin.

Zum Buch:

Der Roman besteht aus drei Teilen. Während im ersten und dritten Teil Edward Cohens Geschichte erzählt wird, bekommt Adam Cohens Geschichte im großen Mittelteil den ihr gebührenden Raum.

Edwards Vater ist unbekannt ("irgendwas Skandinavisches"). Seine Mutter Magda zieht ihn gemeinsam mit den Großeltern auf. Während sein Großvater seltsame Verhaltensweise an den Tag legt, regiert die Großmutter Lara die Familie mit strenger Hand. Edward wird immer wieder auf seine Ähnlichkeit mit Adam hingewiesen. Da wundert es nicht, wenn der neue Freund der Mutter ("der King") zur heroischen Vaterfigur für ihn wird.
Dann bricht Edwards Leben auseinander, als er von seiner großen Liebe verlassen wird. Während dieser Zeit findet er Adams Bericht, der den zweiten Teil des Buches einnimmt.

Jener Adam, der während der Nazi-Herrschaft 1938 einfach mit den Familiendiamanten verschwand. Auch Adams Kindheit ist von skurrilen, aber liebevollen Persönlichkeiten geprägt. Seine Großmutter, Edda Klingmann, nimmt sich seiner an und versucht, ihn das Leben zu lehren. Die Großmutter ist es schließlich auch, die ihm den Weg weist, seiner großen Liebe nachzuspüren.

Astrid Rosenfeld verwebt Schicksale über Generationen hinweg und beleuchtet, ob wir nur das werden, was andere in uns sehen, oder ob wir zu uns selbst finden, wenn andere gerade nicht hinschauen.

Die meist kurzen Textpassagen wirken zum Teil wie Miniaturen und sich oft von leichter Melancholie durchzogen. In einigen Passagen hat mich der Schreib- und Erzählstil an Geschichten von John Irving erinnert. Insgesamt fällt auf, dass der Roman sprachlich hervorragen geschrieben ist und zum Teil märchenhafte Züge hat.
Er ist durchzogen von bunten, schillernden Charakteren, die nicht eindimensional wirken. Viele haben ihre Schwächen und können damit umgehen, ja haben sie zum teil sogar kultiviert.

Am Ende handelt es sich um eine Liebesgeschichte, die in schweren Zeiten spielt und mit erstaunlichem und trockenem Humor geschildert wird.

Ich habe überlegt, ob mich die fehlende Beschreibung z.B. des Warschauer Ghettos gestört hat, oder ob ich mir mehr historische Hintergründe gewünscht hätte. Aber gerade durch die Austauschbarkeit der Orte wurde die Geschichte umso eindringlicher.

Leider war für mich der Bruch in Edwards Leben nicht ganz glaubwürdig, ebenso, wie mir die Verbindung von Edward und Adam arg konstruiert erscheint (abgesehen vom Äußeren und den dominanten Großmüttern).

Meine persönlichen Lieblingsszenen waren jene, in denen Adam mit seiner Großmutter die Bilder der Nazi-Größen an der Wand betrachtet. Aus den Gesichtern heraus versuchen sie, deren Charaktere abzuleiten. Nach und nach entsteht so eine ganze Galerie.

Der Roman hat mir wieder einmal ganz bewusst vor Augen geführt, dass auch große Geschichte durch private Schicksale und Leben geschrieben wird.

Zur Wertung:

Originalität: ****
Charakterzeichnung: *****
Handlung: ****
Sprache: *****
Humor: **
Gesamtwertung: 4,5 / 5
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe im Krieg 18. März 2011
Von Gospelsinger TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Heute würde man die Familie von Edward als dysfunktional bezeichnen. Der Vater ist nicht vorhanden, die Mutter ist unkonzentriert und nicht durchsetzungsfähig, der Großvater schließt sich auf dem Dachboden ein und lediglich die Großmutter hält den Laden am Laufen.
Kein Wunder, dass Edward nicht viel mit sich anzufangen weiß. Er geht nicht zur Schule, hat keine Freunde, lebt einfach so in den Tag hinein.
Adams Mutter hat wechselnde Männerbekanntschaften, zuletzt Jack, der wie Elvis Presley aussieht und ein ganz besonderer Mensch ist. Leider ist er aber auch ein Träumer, der mit geregelter Arbeit nicht klar kommt und daher dauernd in Geldnot ist. Deshalb müssen die drei auch immer wieder umziehen, wobei die Unterkünfte immer schlechter und verkommener werden. Erst nach Jacks Tod kehren Edward und seine Mutter wieder in das Elternhaus zurück.
Dort findet Edward auf dem Dachboden Briefe. Briefe, die sein Großonkel Adam geschrieben hat, dem Edward wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sein soll. Edward vertieft sich in die Briefe und somit in das Leben Adams, der in den dreißiger Jahren in Berlin aufwächst.
Der junge Adam verliebt sich in Anna, die aber nach der nationalsozialistischen Machtübernahme plötzlich spurlos verschwindet. Adam versucht, sie zu finden, und dafür nimmt er einiges auf sich. Er reist mit gefälschten Papieren nach Polen, obwohl er mit seiner Familie nach England hätte auswandern können. Er arbeitet in der Villa eines SS-Offiziers, dauernd von Entdeckung bedroht. Schließlich lässt er sich sogar ins Warschauer Ghetto einschleusen, um Anna zu retten. Werden sie wieder zusammen kommen?
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Es ist komisch, es ist tragisch, es bringt einen zum Lachen, es bringt einen zum Weinen, es ist schön, es ist schrecklich, es unterhält und es regt zum Nachdenken an. Liebe in den Zeiten von Krieg und Verfolgung, Verlust, Trauer, Opferbereitschaft, all diese schweren Themen werden mit einer unglaublichen Leichtigkeit behandelt, ohne kitschig zu werden.
Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich das Buch sehr gut lesen, dafür aber nicht aus der Hand legen. Astrid Rosenfeld beschreibt ihre Charaktere liebevoll, trotz all ihrer Schwächen.
Kaum zu glauben, dass es sich bei diesem Buch um ein Erstlingswerk handelt. Wir dürfen gespannt sein, was diese sympathische Autorin noch alles für uns bereit hält.
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5.0 von 5 Sternen Was für ein Debüt!
Was für ein Debüt: Mit „Adams Erbe“ hat Astrid Rosenfeld einen Roman vorgelegt, der sofort Anklang bei den Kritikern und Lesern fand. Lesen Sie weiter...
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3.0 von 5 Sternen Wie man erzählen kann
Eigentlich lautet die Frage ja: Wie kann man erzählen von einem singulären Ereignis, das man nicht erlebt hat und dessen Schrecken so gewaltig sind, daß sie zu... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Gavin Armour veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnliche Perspektive von historisch "belasteten"...
Das Interesse am Inhalt von "Adams Erbe" begann schon nach ein paar Zeilen. Die Lebenswirklichkeit eines Jungen, der die Welt mit so anderen Augen (und Gefühlen) zu... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von P. M. W. Riedl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Einfache und gute Geschichte
Geht nahe und macht nachdenklich. Zwei einfache Geschichten die bewegen. Gern würde man selbst so ein Buch seiner Verwandten finden :-)
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4.0 von 5 Sternen gut
Nachdem ich Elsa Ungeheuer verschlugen habe, wollte ich auch das erste Buch von A. Rosenfeld lesen. Meiner Meinung nach ist Elsa Ungeheuer noch einmal ein Stück besser, aber... Lesen Sie weiter...
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Ich muss zugeben, dass mich das Buch so wenig gefesselt hat, dass ich es schlieslich nicht zu End gelesen habe. Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Liebe in den Zeiten des Holocaust
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5.0 von 5 Sternen Einfach Lesen!
Es ist eine Kunst das Schreckliche heiter zu erzählen ohne es in das Lächerliche zu ziehen. Einfach gut erzählt. Lesen!
Vor 4 Monaten von Hello veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Berührend
Es ist eine berührende Geschichte, eine bewegende, eine, die hoffen lässt, dass die Autorin bald ein weiteres Buch veröffentlicht. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Räuerlein veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen großartig
Der Stil und die Beschreibung sind einmalig. Dieses Buch ist äusserst empfehlenswert fuer Leser, die gute Literatur zu schätzen wissen.
Vor 9 Monaten von Leseguru veröffentlicht
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