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Adams Äpfel
 
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Adams Äpfel

Ulrich Thomsen , Mads Mikkelsen , Anders Thomas Jensen    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (132 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nicolas Bro
  • Regisseur(e): Anders Thomas Jensen
  • Komponist: Jeppe Kaas
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Dänisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 10. Mai 2007
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 91 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (132 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000NVLHOY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 713 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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In Adams Äpfel prallen ein Neonazi und ein Pastor aufeinander. Eine tiefschwarze dänische Komödie in bester britischer Tradition. Wer sich ein wenig mit dem dänischen Filmschaffen im neuen Jahrtausend auseinandergesetzt hat, wird zwangsläufig immer wieder über einen Namen stolpern: Anders Thomas Jensen ist als Regisseur und vor allen Dingen als Drehbuchautor für einen beachtlichen Teil der in Deutschland wahrgenommenen Filmproduktion unseres nördlichen Nachbarlandes verantwortlich. Von den Dogma Knallern Mifune, Open Hearts oder Wilbur bis hin zu den sympathisch-schrägen Komödien Blinkende Lichter, In China essen sie Hunde oder Dänische Delikatessen, Jensen hatte überall seine Finger mit ihm Spiel. Ein bemerkenswerter Output, zumal die genannten Filme nur einen kleinen Teil seines Schaffens wiederspiegeln. In Adams Äpfel nun, ist Jensen wieder hinter den Regiestuhl geklettert. Herausgekommen ist sein bislang stärkster Film.

Es geht um den überzeugten Gutmenschen Ivan, ein Landpfarrer in der dänischen Provinz, dessen Barmherzigkeit vor nichts und niemandem Halt macht. Ivan resozialisiert in seiner Oase der Nächstenliebe überführte Straftäter. Als es den überzeugten Alt-Neonazi Adam, einen 40-jährigen Erbärmling, in Ivans Kirche verschlägt, sind die Rollen klar verteilt – scheinbar. Doch in Anders Thomas Jensens Filmen kommt es häufig anders als man denkt. Schon sehr bald wird deutlich, dass Adam, der eigentlich unter der wohligen Behaglichkeit seiner Hitlerbildchen die Resozialisierungsmassnahme aussitzen will, der ignoranten Gutmütigkeit des Pastors nicht gewachsen ist.

Alles an diesem Film scheint darauf ausgelegt festgefahrene Erwartungshaltungen auszuhebeln. Wenn etwa der apfelkuchenbackende Neonazi auf den Araber Kahlid (Ali Kazim) trifft, das Feindbild schlechthin also, verkehren sich die wohlerprobten, leidlich durchexerzierten Rollen des Arthaus Kinos. Der Araber ist weder Opfer noch hilflos, er stellt sich als dreister Tankstellenräuber heraus, der es gar nicht erwarten kann dem „Schwuchtelstaat“ Dänemark zu entkommen. Doch auch die weiteren Schäfchen aus Ivans Besserungsanstalt haben es in sich: ein dicker trotteliger Triebtäter, eine schwangere Alkoholikerin die „in Indonesien für den WWF gearbeitet hat“; Figuren aus einem Houllebecq Roman oder schlimmeres? Nein, mitnichten. Das größte Verdienst von Adams Äpfel ist die geradewgs traumwandlerische Sicherheit, mit der Jensen auf der scharfen Klinge seines Humors zu spazieren versteht. Jeder bekommt sein Fett weg und am Ende gewinnt doch das Gute. Dass das lakonisch-schräge Lustspiel den jährlich vergebenen „Kulturpreis der dänischen Pastoren“ verliehen bekam ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten. Aber was will Jensen machen, er lebt schließlich im Mutterland der Libertinage. Thomas Reuthebuch

Produktbeschreibungen

Der Landpfarrer Ivan (Mads Mikkelsen) widmet sich in seinem kleinen Gotteshaus der Resozialisierung Straffälliger und lässt sich durch keinen Schicksalsschlag, scheint er doch so grausam, von seinem positiven Weltbild entfernen. Adam (Ulrich Thomsen) ist ein böser Mensch. Seine Bibel ist Hitlers "Mein Kampf" und momentan hat er nur ein Ziel: Den Scheißjob mit der gemeinnützigen Arbeit, zu dem er in Ivans Gemeinde verdonnert wurde, so schnell als möglich abzureißen und dann zu seinen Kameraden zurückzukehren. Leichter gedacht, als getan, denn schon die erste Begegnung mit dem hamoniesüchtigen Pastor droht zu eskalieren, zu verklärt wirkt Ivan auf den echten Kerl Adam. Also versucht Adam Ivan von der Schlechtheit der Welt zu überzeugen, während Ivan das seinige dafür tut, das fehlgeleitete Schaf zurück auf den Weg der Tugend zu führen. An der sich zuspitzenden Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse scheint sich aber noch eine dritte Macht zu beteiligen, die beide Seiten auf eine schwere Prüfung stellen

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158 von 166 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Birnentorte 12. Juli 2007
Von Rob Fleming TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieser Film schafft es gleichzeitig urkomisch und tieftraurig, bitterböse und herzensgut zu sein. Es geht um schießwütige Araber, behinderte Kinder, brutale Nazis, fanatische Gottesprediger, fette Vergewaltiger, zutiefst zynische Ärzte, gemeine Gehirntumore und natürlich frischen Apfelkuchen.

Er verstößt dabei laufend gegen das was man gemeinhin als guten Geschmack bezeichnet und hält sich nicht im geringsten mit political correctness auf. Dabei ist er aber derart absurd und überzogen, dass es wie ein Märchen wirkt und man ihm nichts übel nehmen kann ' Zumal man ohnehin viel zu sehr mit Lachen und ungläubigen Kopfschütteln beschäftigt ist.

Hat man die Geschehnisse aber ein wenig sacken lassen, kommt man über die angeschnittenen heiklen Themen durchaus ins Grübeln. Aber selbst auf diesem Gebiet kann der Film eine überraschend optimistische und lebensbejahende Richtung weisen, die man ihm zunächst gar nicht zugetraut hätte.

"Adams Äpfel" ist eine grandios gelungene Gradwanderung zwischen Witz und Wahnsinn, Unterhaltung und Anspruch, wie es sie nur ganz wenige gibt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Als ich die DVD in der Hand hielt, konnte ich mir unter der Story nicht all zu viel vorstellen. Allerdings haben skandinavische Filme in den letzten Jahren bei mir einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Da, wo wir die Grenzen des Humors ziemlich eng stecken, geht es bei den Skandinaviern oder Briten erst richtig los. Beim Abspann von "Adams Äpfel" war mir dann klar, dass Regisseur Anders Thomas Jensen ein wahrer Geniestreich gelungen ist.

Mit bitterbösem und scharfzüngigem Humor wird die Geschichte des Neonazis Adam erzählt. Er wird aus der Haft entlassen und soll in der Kirchengemeinde des Pfarres Ivan resozialisiert werden. Dort trifft er auf Khalid, einen ehemaligen Bankräuber, dessen Kumpel einen(angeblich) trockenen Trinker und Sittlichkeitsverbrecher, sowie einer zugelaufenen, schwangeren Vollalkoholikerin. Dieses Quartett der schwarzen Schafe ist so ziemlich das schrägste und lustigste, was ich in den letzten Jahren im Film gesehen habe. Jede Geste, jeder Spruch und jede stille Sekunde sind herzerfrischend komisch und perfekt gespielt. Dazu kommt Pfarrer Ivan, der in seiner eigenen Gedankenwelt lebt. Er ignoriert die Realität um sich herum und erfindet sein eigenes Unviersum, in dem Gott jeden liebt und allen eine Chance einräumt. Zu seinen Prinzipien gehört es, dass jeder der Mitbewohner eine Aufgabe erhält. Adam soll einen Apfelkuchen backen. Damit sind wir beim zentralen Thema des Films. Irgendwie versucht der Teufel, oder ist es vielleicht doch der liebe Gott, Adam an diesem Vorhaben zu hindern. Egal, was er auch versucht, die Sache mit dem Kuchen haut irgendwie nicht hin. Von Tag zu Tag gibt es größere Probleme. Erst fressen Krähen die Äpfel, dann greifen Heerscharen von Würmen an und zum Schluss schlägt auch noch der Blitz in den Apfelbaum ein. Aber da ist ja noch Ivan, der Turm in der Schlacht. In seiner allgegenwärtigen Ignoranz wischt er alle Zweifel aus dem Weg und treibt Adam fast in den Wahnsinn. Selbst sein bevorstehender Tod und ein Hirntumor von der Größe eines Tennisballs können Ivan da nicht stoppen. Als dann noch Adams alte Neonazikumpels auftauchen und Khalid zeigt, wie gut er mit einem Schießeisen umgehen kann, scheint nichts und niemand die Katastrophe aufhalten zu können...

Anders Thomas Jensen hat seine Charaktere mit soviel Liebe und Feingefühl besetzt, dass es eine Freude ist zuschauen zu dürfen. Die Darsteller passen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und die Synchronisation ist schlichtweg genial. Dabei driftet Adams Äpfel niemals in den Klamauk ab. Wer genau aufpasst, wird erkennen, das Jensen das Buch Hiob der Bibel fast 1 zu 1 in die Gegenwart des Dänischen Kirchenhofs verlegt und umgesetzt hat. Dabei stellt sich stets die Frage: Wer gibt den Hiob? Ist es Adam, oder vielleicht doch eher Pastor Ivan. Was Ivan an Leid und Rückschlägen über sich ergehen lassen muss; wie oft er dabei im Krankenhaus landet und von einem schrulligen, unglaublich zynischen alten Doktor wieder zusammengeflickt wird, das ist schon einmalig.

Last not least glaubt Adam, dass er der einzig vernunftbegabte Mensch in der Kirchengemeinde ist. Aber er merkt nicht, dass die "Verrückten" um ihn herum dafür sorgen, dass er sich ändert. Der Neonazi verschwindet und ein völlig anderer Adam tritt ans Licht.

Ich habe selten bei einem Film so viel gelacht und mich über intelligente Wortspiele und Anspielungen geradezu diebisch gefreut. Sicher ein Dutzend der gezeigten Gags wären in einem deutschen Film undenkbar; leider. So müssen wir uns weiter an die Briten und Skandinavier halten und ganz fest die Daumen drücken, dass Adams Äpfel noch ein paar würdige Nachfolger findet.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Catweazle
Format:DVD
Wenn man auf die Frage, worum es in dem Film geht, folgende Antwort erhält:
'Um einen Pfarrer, Neonazismus, Raub, Kleptomanie, Alkoholismus, Behinderung und einen Apfelkuchen.', könnte Stirnrunzeln die Folge sein.

Urböse Charaktere als Sympathieträger; Lachen über Dinge, für das man außerhalb des Wohnzimmers die rote Karte erhalten würde - das passt nicht zusammen. Genau SO lange nicht, bis man diesen Film gesehen hat.

Ein rabenschwarzer Film, über den zu lachen es ein wenig Mut bedarf.
Ich bin begeistert!
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Gut und Lustig
Ich muss schon sagen, dass was ich mir da angekuckt habe ist spannend: viel schwarzer Humor und auch wenn man erst sagt, der Film ist blöd , so lässt er mich zum... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von Pedder veröffentlicht
Einfach umwerfend
Schon lange keinen so guten Film mehr gesehen.
Der lohnt sich wirklich.
Story und Schauspieler absolut klasse.
Vielleicht weil er nicht aus Hollywood kommt? Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von dieterdosenbier veröffentlicht
Richtig schwarz aber sau lustig
Dieser Film ist eine der schwärzesten Komödien die ich kenne.

Ein Neonazi hat zwei Möglichkeiten: Knast oder kirchliches Lager welches ihm in der Gruppe... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Pseudomelone veröffentlicht
böser dänischer Humor
Dieser Film ist einfach nur genial, den sollte man unbedingt gesehen haben. Wer schwarzen Humor mag, wird diesen Film lieben
Vor 1 Monat von Maria Mara veröffentlicht
Adams Äpfel
Dies ist eine Mischung verschiedener Typen,mit unterschiedlicher Lebendsgeschichteund der Herr der "schwarzen Schafe" sieht aber in jedem einzelnen einen wunderbaren... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Doreen Schmidt veröffentlicht
Herrlich!
Dieser Film ist schuld, dass ich jetzt immer über Nazis lachen muss, wenn ich sie sehe. Ich glaube, wenn das Schule macht, gibt es bald viel weniger Nazis. Genial.
Vor 2 Monaten von Katja veröffentlicht
Weder Äpfel, noch Birnen
Weder Äpfel, noch Birnen.
Der Film weiß nicht, was er will.
Die gesamte Konstruktion ist Konstruktion. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Mladen Kosar veröffentlicht
Unschlagbar!
Wer schwarzen Humor mag, kommt um diese Perle cineastischer Filmkunst nicht herum! Immer wieder ein Genuß, und zudem ein Film mit wirklich untypischen und unerwarteten... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Matthias Hey veröffentlicht
Ganz grosses Kino
Dieser Film gehört zu meinen Favoriten und ich sehe ihn immer wieder mal gerne, mit je einem lachenden und weinenden Auge. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Timm veröffentlicht
MEISTERWERK
Ohne Frage, dieser Film ist ein Meisterwerk. Ich hätte nicht gedacht, dass es ein Film heute noch schafft, so meilenweit herauszuragen, sich so deutlich zu unterscheiden!! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von ernle bradford veröffentlicht
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