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Adalina
 
 
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Adalina [Taschenbuch]

Silvio Huonder
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 1999 --  

Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596141311
  • ISBN-13: 978-3596141319
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Silvio Huonder
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Kurzbeschreibung

Adalina - so hieß die Cousine Johannes Maculins, in die er sich mit sechzehn verliebte und die wenig später tragisch verunglückte. Als Johannes nun nach zwanzig Jahren in seine Heimatstadt Chur zurückkehrt, überwältigt ihn die Erinnerung an seine erste Liebe und die dramatische Geschichte einer uneingelösten Schuld wird offenbar.

»Wann sind je einem Schweizer Autor so eindringliche, direkte und dennoch diskrete Liebesszenen gelungen?«
Charles Linsmayer, Der Bund

»Eine Kindheitsgeschichte, die den Vergleich mit den besten dieser Gattung in der Schweizer Literatur der letzten Jahrzehnte nicht scheuen muß.«
Beatrice von Matt, Neue Zürcher Zeitung

Über den Autor

Silvio Huonder, 1954 in Chur geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz und an der Hochschule der Künste in Berlin. Er hat mehrere Theaterstücke geschrieben, die an zahlreichen Bühnen aufgeführt wurden, und lebt heute in Berlin. 1997 veröffentlichte er seinen ersten Roman Adalina (Fischer Taschenbuch Verlag Bd. 14131), der bei Kritik und Lesern auf große Resonanz gestoßen ist.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Back to the Roots 13. Mai 2003
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In Silvio Huonders (geb. 1954) erstem Roman "Adalina" (1997) kehrt der Grafiker Maculin - einer Eingebung folgend - von Berlin in seine Heimatstadt Chur zurück. Dabei reist er nicht nur geografisch zurück, sondern auch zeitlich, zurück in seine Jugendzeit im Jahr 1976. Der Roman beschreibt in einer leichten und poetischen Sprache parallel die Gegenwart und die Vergangenheit, wobei die klaren Grenzen zwischen den schwerelos verwobenen Zeitebenen immer mehr verwischen und schliesslich verschwinden. Die Erinnerungen werden wieder ganz lebendig. Die schwierige Schulzeit, die Demütigungen durch Mitschüler, das problematische Verhältnis zu den Eltern, die Adoleszenz und die organischen Probleme seines Penis, die erste Liebe mit seiner Cousine Adalina und deren tragischer Tod. Die subjektive Schuld von Maculin an deren Tod, seine ganze unbewältigte Vergangenheit, die ihn sein ganzes Leben begleitet hat, holt ihn schliesslich ein. Das Motto des Romans stammt von Bob Dylan und beschreibt treffend den Roman: "I can't believe I'm alive but without you it just doesn't seem right". "Adalina" ist ein sehr schönes Buch, das den Leser in seine eigenen Erinnerungen an die Kindheit abtauchen lässt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Silvio Huonder ist mit seinem Erstlingswerk Adalina ein faszinierendes Debüt gelungen. Die Rückkehr in die eigene Geburtsstadt konfrontiert einen Mann mit seiner Vergangenheit. Eine verdrängte subjektive Schuld wird nach und nach wieder gegenwärtig. Als er zu begreifen beginnt, dass ihn die schmerzhaften Erinnerungen an seine Jugend niemals losgelassen haben, wird er gnadenlos von ihnen überwältigt. Huonder beschreibt die Reise in Heimat und Vergangenheit sehr präzise mit scheinbar zufällig eingestreuten Erinnerungsfetzen, welche am Ende ein überraschendes und doch logisches Bild ergeben. Ein gefühlvolles Buch mit Schmerz und Humor, das trotz einiger langatmiger Passagen bis am Ende spannend bleibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
1997 in erster Auflage beim Arche-Verlag erschienen, liegt der Erstling des Bündner Autors Silvio Huonder (1954) bereits zehn Jahre zurück. Präzis wird das enge Milieu zweier Arbeiterfamilien in Chur geschildert. Cousin und Cousine erleben eine zarte Jugendliebe, die aber aus verschiedenen Gründen nicht sein darf. In der Retrospektive des Romans - der Erzähler kehrt als 38jähriger zurück - wird ihre seelische Not erfassbar: Johannes muss selber einen Ausweg finden, um eine Phimose behandeln und beheben zu lassen, doch es ist zu spät: Er verliert Adalina an seinen ärgsten Widersacher, Wullschleger. Dieser fährt mit dem Mädchen an ein Openairkonzert nach Sargans und verunglückt mit dem Töff. Das Mädchen stirbt auf der Stelle. Hätte Johannes ihr seinen Helm geliehen, würde sie noch leben. Eifersüchtig, hatte er ihr den Helm verweigert. Er wird zum Brandstifter, Schulabbrecher, flüchtet nach Südfrankreich. Die Rückkehr ist keine Heimkehr, er steigt in unwegsames Gebirge hoch und lässt sich bei der Roten Platte fallen. Zum Selbstmord passen die apokalyptischen Visionen eines ertrunkenen Chur, die Sprache ist an die Bibel angelehnt, der Name Johannes erinnert gezielt an jenen des Apostels. Der Roman ist streckenweise nicht einfach zu lesen, die Atmosphäre recht düster, das Geschehen tragisch. Das Besondere ist, dass die sprach- und hilflose Gespanntheit der Pubertät greifbar deutlich werden und der Leser beiden Jugendlichen gerne hülfe. Anklänge an Gottfried Kellers "Romeo und Julia auf dem Dorfe" unterstreichen die Tragik der Situation.
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