Ich habe den Fehler begangen, mir über diese Aufnahme einen ersten Zugang zum Klavierwerk Mozarts verschaffen zu wollen. Diese Aufnahme hat mich einen vollkommen "falschen" Mozart hören lassen, der mich auch wenig begeistern konnte. Was Horowitz hier spielt, ist sentimentaler und verkitschter Mozart, genau so, wie er nicht sein sollte. Was haben Lipattis und auch Goulds Mozart, der ja unsentimentaler kaum sein könnte, der Horowitzschen Sichtweise voraus! Horowitz verfehlt alleine den Anschlag; Mozart wird zu einem süßlichen Kaffeehauskomponisten, der er, wie ich jetzt, nach Hören anderer Mozartinterpretationen, einzuräumen bereit bin, nicht ist.
NIchtsdestotrotz bleibt Horowitz ein großer Pianist bei Chopin, Rachmaninov und vor allem Scriabin.