Schon der Opener "Days of Prayer" ist ein Volltreffer und überzeugt mit hervorragendem Riffing und einem Refrain, der einem eine Gänsehaut beschert und bei abgedunkeltem Zimmer sogar in eine andere Welt entführen kann. Weitere Höhepunkte sind das wunderschöne, ruhige "Empty Faith" und das überlange, durch seinen grandiosen Songaufbau geradezu hypnotisierend wirkende "Spiral Descent". Auch der Rest des Albums steht diesen drei Göttergaben kaum nach und mit der Coverversion von Black Sabbath`s "Heaven and Hell", welches den Spirit der Urversion perfekt einfängt, wird man dann nach über 65 Minuten wieder aus dem Hörgenuss entlassen. Schade, daß diese Band nur einem kleinen Kreis von Menschen bekannt ist und wohl auch nie über den Insiderstatus hinauskommen wird. Andererseits sollte man glücklich darüber sein, daß es noch Bands gibt, die trotz des Wissens, daß sie nie von ihrer Musik leben werden können, weiterhin unbeirrt ihren Weg gehen und erstklassige Alben veröffentlichen.