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Mit diesem Hintergedanken habe ich mir "SWAT: GST" zugelegt. Und dieses Spiel muss sich ja mit "Rainbow Six 3" (auch Xbox) vergleichen lassen.
WAFFENWAHL:
Bei Rainbow kann man zwischen verschiedenen Waffen auswählen, was einfach Spaß macht - SWAT: GST bietet hier kaum Möglichkeiten an. Zwar kann man die Waffen nach einem Punktesystem (siehe auch MOTIVATION) aufwerten, einen größere Auswahl hätte aber nicht geschadet.
GRAFIK und SOUND:
Rainbow bietet optisch mehr als SWAT, schönere Lichteffekte, einen Hauch realistischere Texturen, die Modelle (Personen, Waffen,...) sind detaillierter. SWAT schaut aber keineswegs schlecht aus, die Optik geht von "Sehr gut" bis "Okay".
Der Sound ist in SWAT in Ordnung, bietet aber nicht die Raffinesse von Rainbow Six. Wenn SWAT die Granaten explodieren, dann nimmt der Spieler für kurze Zeit Geräusche nur noch gedämpft dar. (Wenn man in den Lichtblitz eines "Flashbangs" schaut, wird die Sicht komplett oder teilweise getrübt).
KI/TEAM-HANDLING:
Die KI-Freunde bei Rainbow Six agieren mitunter, wie Schaulustige, welche nur im Weg stehen. Auch erlebte ich bei Rainbow Situationen, welche meinen dürftigen Lebensfaden arg strapazierten ... wenn 2 Gegner auf mich zu rennen und feuern, während sie sich regelrecht an meinen 3 Kumpels vorbeidrängen und diese *nicht* feuern ... Hallo? Ist da war? Besser noch ... ich befahl in Rainbow eine Tür zu öffnen und einen Flashbang zu schmeißen. Die Ausführung war sehr interessant - meine Jungs stürmten durch die Türe, ich fragte mich wann denn die Granate geworfen wird und schon flog *mir* das Teil entgegen ... in den Raum hinein, aus dem die KI-Doofies gestürmt sind. Okay, das sind Ausreißer, aber Lachanfälle brauche ich bei Taktik-Shootern eigentlich nicht. Auch ist die Handhabung des Rainbow-Teams sperrig.
Was für ein wohltuendes Verhalten offenbart hier SWAT - die Steuerung der Kollegen ist einfach und effizient und sie verhalten sich auch korrekt. Zwar hat sich die KI auch mal beschwert beschossen zu werden, während 3m der Gegner stand, aber normalerweise wird gut und realistisch reagiert. Das ich 1-2mal während der 21 Missionen weiter geschoben wurde, trübt nicht den positiven Eindruck.
Was ich bei beiden Shootern vermisse - den Wechsel in eine andere Person. Man ist „Mathias Kincaid" (SWAT) oder „Ding Chavez" (Rainbow Six) - basta! Und gerade der Wechsel gefiel mir doch so gut an SWAT 3 (PC; 1999).
MOTIVATION:
Bei SWAT kann man nach jeder Mission Orden ernten - wenn kein Continue verwendet wurde (die Rücksetzpunkte sind spielerfreundlich platziert), kein Gegentreffer, humane Kampfführung (da hilft auch der Einsatz von Betäubungswaffen), Vorhut-Auszeichnung der Team-Kollegen, Nahkampf. So sammelt man auch fleißig die spärlichen Punkte, mit denen man die Waffen aufrüsten kann.
Rainbow Six zeigt sich realistischer, wenn es um darum geht getroffen zu werden. Wer nicht aufpasst, wird sich schnell am Boden finden und wieder am Anfang des Levels. Für mich motivierend, für ungeduldige Naturen eher frustrierend. In SWAT kann man deutlich offensiver vorgehen. Deswegen ist es auch für den schnellen Einsatz geeignet und schont die Nerven. Man kann auch via Stimmerkennung das Team steuern, aber - ich habe es nicht getestet - es soll manchmal nicht 100% klappen und die Steuerung der Kameraden ist via digitalem Steuerkreuz einfacher.
KOOPERATIV:
Für mich ein echter Pluspunkt bei jedem Spiel. Wo Rainbow unverständlicherweise Leere hinterlässt, bietet SWAT kooperativen Spielspaß in neuen Szenarien. Recht so!
FAZIT:
Da steckt noch mehr drin. Aber das muss der Spieler selbst austüfteln. Es handelt sich um Taktik light mit starken Actionanteil, welches nicht diesen eigenartigen Suchtfaktor, wie SWAT 3 erzeugt, aber durch eine Story und diverse Gimmicks (Orden,...) motiviert.
Ich spreche eine Kaufempfehlung aus.
P.S.: Die Umstellung der Xbox auf Englisch ändert nur die Sprache. Die deutschen Echtzeit-Zwischensequenzen lassen zwar die Sprachen erklingen, aber ansonsten fehlt der Ton. Das irritiert, fällt aber nicht wirklich ins Gewicht.
Zwar gilt ihre Aufmerksamkeit im Gegensatz zur multinationalen Rainbow Six-Truppe mehr den "regionalen" Bedürfnissen, doch das bedeutet nicht das sich die Einsatzmethoden allzu stark voneinander unterscheiden. Auch in "SWAT: Global Strike Team" wird gefeuert was die Magazine hergeben ... mit einem kleinen Unterschied!
"Wie, ich muss vor dem Ballern mit dem reden?"
Da im Credo der SWAT-Mannschaft Leben immer noch vor Sterben steht sollte man bei Einsätzen trotz aller Gefahren größte Vorsicht walten lassen. Denn obwohl man aus der Waffenkammer je einen (übrigens nicht weiter definierten) Vertreter der Schrotflinten-, Maschinenpistolen- und Sturmgewehrfamilie in den Rucksack packen darf, findet man sein primäres Einsatzwerkzeug ein Stück weiter oben...
Denn bevor man den vor Euch stehenden Gegner (bevorzugt Terroristen, Geiselnehmer oder Bankräuber) via Pumpgun-Transport an die nächste Wand klatscht, sollte man ihm zumindest die Chance geben, seine Waffe fallen zu lassen und sich zu ergeben. Hierzu bellt Ihr dem Häftling in spe auf Knopfdruck Befehle der Marke "SWAT! Waffe auf den Boden!" entgegen, wodurch sich - je nach Verfassung des Gegners - eine spezielle "Kooperationsanzeige" auflädt. Ist die gefüllt (was sich durch Warnschüsse, Tränengas und Blendgranaten noch beschleunigen lässt) gibt der zermürbte Feind auf und kniet sich auf den Boden. Nun trennt Euch nur noch ein kurzes Handschellen-Schnappen vom harmonischen Abschluss der Mission; natürlich gibt es in der Nachbesprechung je nach Einsatzart unterschiedlich gute Bewertungen.
Ansonsten zeigt sich "SWAT: Global Strike Team" sehr actionorientiert: Lediglich drei Waffentypen (+ Granaten und eine Betäubungspistole) stehen zur Auswahl, lassen sich mit erkämpften Bonuspunkten jedoch individuell upgraden!
Obwohl einige der insgesamt 21 abwechslungsreichen Singleplayer- und zehn Coop-Szenarios durch Lichtspielereien und hübsche Details beeindrucken können, scheint der Rest des Spielinterieurs vom Ikea-Katalog der virtuellen Möbelstücke zu stammen. Viele Räume wurden kurzerhand komplett leer gelassen, während sich andere Areale permanent zu wiederholen scheinen.
Besonders beim näheren Betrachten der Texturen wirkt die Grafik doch etwas überholt, nicht zuletzt aufgrund des mäßig attraktiven Nachtsicht-Modus und dem Einsatz absolut sinnloser (weil: nicht leuchtender) Leuchtstäbe. Dafür wird bei aktivierter Gasmaske zumindest das Sichtfeld beschränkt, ein Feature das beim "großen" Konkurrenten "Rainbow Six" schmerzlich vermisst wird!
Durch die actiongeladenen Ingame-Trailer bereits ordentlich aufgeheizt wirkten die ersten "SWAT: Global Strike Team"-Missionen wie die eine virtuelle kalte Dusche. Statt Taktik schien hier Hektik der Leitfaden gewesen zu sein, anstatt auf leisen Sohlen durch feindliches Terrain zu schleichen geben die Entwickler dem Begriff "Gebäudesturm" gleich eine völlig neue Bedeutung.
Das im Team-Shooter immens wichtige "Spionieren" um gefährliche Ecken wurde aus diesem Grund wohl auch lieber gleich komplett entfernt, stattdessen darf man den Gegnern im Nahkampf nun auch den Gewehrkolben über die pixlige Rübe ziehen.
Leider ebenfalls wenig erfrischend: Das lineare Leveldesign. Unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten wie bei "Rainbow Six" sucht man vergebens, stattdessen führt hier nahezu immer ein geradliniger Weg an sämtlichen Gegnern vorbei direkt ans Missionsziel.
Da "SWAT" zudem nur via Splitscreen im Multiplayer-Modus spielbar ist bleibt Online-Söldnern ohnehin keine andere Wahl als sich für den (taktisch und spielerisch anspruchsvolleren) Direktkonkurrenten "Rainbow Six 3" zu entscheiden.
Fazit:
Wer Xbox Live besitzt, ist eindeutig mit "Rainbow Six 3" besser bedient. Wer jedoch mit Freunden zusammen offline zocken will, "muss" zu "SWAT: Gloabal Strike Team" greifen.
Meiner Meinung nach, haben beide Titel Vor- und Nachteile:
Rainbow Six 3:
+ geniale Grafik
+ Xbox Live Unterstützung
- kein Split-Screen Modus (geschweige denn einen Koop Modus)
SWAT: GST:
+ Koop Modus (also Split-Screen)
+ KI ist besser
- Grafisch nicht ganz so gut wie Rainbow Six 3
Die Frage ob "SWAT: Global Strike Team" der "Rainbow Six 3" Killer ist, kann man (glaub ich) eindeutig mit NEIN beantworten!!!
Swat hingegen bietet mehr Missionen, aufrüstfähige Waffen und eine für mich ganz klar bessere Grafik, wer ein Spiel sucht mit dem man sich recht lange beschäftigen kann und nicht schon nach einigen Missionen einfach nicht mehr weiter kommt ist mit SGST sehr gut bedient.
Meiner Meinung nach ist SGST besser als Rainbow Six 3 und Swat 3.
Der RS3 Killer schlecht hin, enspannen zurücklehnen und zocken Viel Spass dabei!
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