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Acolyte
 
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Delphic Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (12. Januar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Polydor
  • ASIN: B002USCGOS
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 184.486 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

motor.de

Delphic sind trotz 80er-Einflüssen weit mehr als eine Revivalband und eine der ersten großen Entdeckungen des Musikjahres 2010.
Dass der erste Eindruck täuschen kann, dürfte jeder schon einmal erlebt haben. Sei es das faszinierende Gegenüber im Club, das sich als CDU-Wähler und "Twilight"-Leser entpuppt oder die neue Freundin des besten Kumpels, die man erst für enervierend hält, die sich dann aber als ebenso geistreich wie humorvoll erweist. Wie bei Menschen ist auch bei Musik der zweite Blick oft ein anderer. So könnte man bei oberflächlicher Betrachtung die aus Manchester stammenden Band Delphic schnell als "noch so ein 80er-Revival-Ding" abtun. Doch bei dem Trio ist es wie bei einem Eisberg: der größte Teil liegt unter der Oberfläche.
Im Gegensatz zu Acts wie La Roux oder Little Boots geht es Delphic nicht (nur) um die maximale Tanzbarkeit durch Retro-Beats und Synthieflächen – das Trio hat einen breiteren künstlerischen Ansatz. Sie wollen durch die Verbindung ihrer Musik mit Filmen und Kunst ein umfassendes Manifest verfassen. Dass sie damit erfolgreich sind, zeigt nicht zuletzt die Nominierung ihres Videos zur Single "This Momentary" für drei UK Music Video Awards.

Doch nicht nur in ihren Videos, auch in der Musik zeigen sich die Cleverness und der eigene Anspruch von Delphic, mehr sein zu wollen als ein weiterer Stein im langen Pfad der Neo-80er-Welle. Ihre Vision wird auf "Acolyte" mit Klarheit und Energie umgesetzt. Hinein geleitet in das Album wird der Hörer durch das anfangs fast sakral anmutende "Clarion Call" – New Order schreiben die Musik für die Inauguration des neuen Papstes, wäre ein schräger, aber doch passender Vergleich. Bei der Hälfte explodiert das Stück doch noch in Beats und der Gesang von Frontmann Rick Boardman wird ebenso energisch wie eindringlich. Dieses Überraschungsmoment wenden die Drei desgleichen auf einigen weiteren Tracks von "Acolyte" an. Auch "This Momentary" schleicht sich langsam an, um sich monumental aufzuschichten und seine gesamte Sogwirkung zu entfalten. Der Titelsong verbindet ein Polarkreis-18-Intro mit klarem Berlin-Techno, während "Counterpoint" sowohl die nerdige Hektik Hot Chips als auch die Hymnenhaftigkeit mancher Bloc-Party-Songs für sich zu nutzen weiß. Was allerdings als Referenzpunkt immer wiederkehrt ist New Order, siehe beispielsweise die synthieartigen Gitarrenparts bei "Halcyon". Denn auch diese sind nicht stehen geblieben, um durch die Bedienung bestimmter Genre-Erwartungen als ihre eigene musikalische Karikatur zu enden, sondern trugen immer den Anspruch der Progressivität in sich.
Durch den infektiösen Sog vieler Songs und die vielen Ideen, die "Acolyte" antreiben und von denen es bei jedem Durchlauf neue zu entdecken gibt, könnte es eine der nachhaltigsten Platten des Jahres werden, die trotz ihrer klaren Herkunft auch außerhalb der Revival-Codes funktioniert. Denn wer bei der Band durch die Oberfläche dringt, wird unter der 80er-Schicht eine durchdachte, kreative und verdammt schlaue Popplatte finden - und somit einen vielleicht falschen ersten Eindruck korrigieren. Dadurch werden Delphic nicht nur für kurze Zeit für ein paar gute Tanzflächenmomente sorgen, sondern weitaus länger nachhallen.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hi-Energy 7. Januar 2010
Von Norman Fleischer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Mad-, Mad-, Madchester! In regelmäßigen Abständen wirft die ehemalige Industriestadt Manchester im Norden Englands tolle, neue Bands in die Musiklandschaft, die es schaffen, mich immer wieder mitzureißen. Das fängt bei Joy Division und den Smiths an, hört bei Elbow oder den Doves noch lang nicht auf. Und nun, 2010, macht sich eine neue Band auf, mein Herz im Sturm zu erobern, denen man die Wurzeln ihrer Heimat natürlich deutlich anhört. Aber das ist ja, wie wir wissen, durchaus ein Qualitätsmerkmal. Bereits seit meinem ersten Kontakt mit dem Quartett, vergangenes Frühjahr als Support von Bloc Party, warte ich gespannt auf das jetzt erscheinende Debütalbum. Doch kann diese tolle Live-Band, die im Laufe der letzten drei Monate mit den tollen Singles 'Counterpoint', 'This Momentary' und 'Doubt' bereits für Aufregung sorgte, nun auch auf Albumlänge begeistern? Aber natürlich kann sie das! Das Werk mit dem kryptischen Namen 'Acolyte' ist ein elektrisierendes Stück Indietronic-Pop geworden, irgendwo zwischen New Order und vielleicht auch Underworld, wenngleich Delphic natürlich alles in allem songorientierter wirken, ohne dabei aber den Dancefloor zu vernachlässigen, denn den beherrscht man automatisch. Hauptsache die Beats sind Four-To-The-Floor und die Synthieflächen helfen, den Trancezustand zu verstärken. Und so sind die Sequenzer, Basslinien und Synthie-Einsprengsel in ständiger Bewegung um den Zuschauer mitzureißen. Allein der über 8minütige Titeltrack sollte da schon Beispiel genug sein. Ansonsten vermeldet man keine Ausfälle. Die trancigen Poptracks wie 'Red Light' oder 'Halcyon' ziehen einen mit treibenden, aber nie zu harten Beats und weitläufigen Synthieflächen in den Bann, so dass einem die Länge gar nicht mehr stört, da die Zeit davonfliegt. Dennoch verlässt man sich nicht nur auf die Rave-Elemente, sondern lässt auch Gitarrensprechen. Im dringlichen Opener 'Clarion Call' bspw. oder im entspannt groovigen 'Submission', dass ein wenig das Tempo rausnimmt. Und ein so traumhafter Abschlusspopsong wie 'Remain' gelingt auch nicht jedem. Man kann Delphic natürlich mangelnde Abwechslung vorwerfen, aber ich will da nicht päpstlicher als der Papst sein, denn mit seinem entspannten, aber dennoch druckvollen 90er-Trance-Elementen zieht mich die Band einfach magisch in ihren Bann. Produzent Ewan Pearson hat natürlich drauf geachtet, dass hier alles schön clubtauglich bleibt, wenngleich Delphic durchblicken lassen, dass sie, eben wie New Order auch gute Songs schreiben können. Wohin sich die Band dann in Zukunft hin bewegen wird, muss sich zeigen.

Bis dahin bleibt 'Acolyte' eines der spannendsten Debüts des noch jungen Jahres, so viel steht bereits fest. Eine wunderbar eingängige Platte, die auf wunderbar klare und mitreißende Atmosphäre Indierock mit clubbigen Elektroelementen verbindet, ohne sich dabei allzu sehr an den vielen anderen neuen, viel gehypten Elektro/Rock-Bands anzulehnen. Gerade die Orientierung an Acts wie den Chemical Brothers bspw. hebt Delphic ein wenig von all den 80er-Retro-Sachen momentan etwas ab. Gut, man kann sich jetzt streiten, inwieweit man ein 90er-Revival bereits jetzt benötigt. Gute Popsongs, die trotzdem Hands-Up-Rave sein können! Wenn Tony Wilson das noch erleben könnte . . .
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Format:Audio CD
Tolles Rhythmusmaterial mit schnellen Zwischenbeats.
Manche Tracks klingen allerdings ziemlich gleich.
Gefiel mir beim mehrmaligen Hören trotzdem immer besser.
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Lupenreiner Zitatepop 8. September 2010
Format:Audio CD
Delphic bieten auf ihrem Debut Acolyte eine seltsame Mischung von Musik, die irgendwo zwischen Dancefloor und Indiepop zuhause ist, zwischen den Chemical Brothers und Bloc Party, Hot Chip und Klaxxons, New Order und Echo&The Bunnymen, gut durchgerührte Pop-Hymnen in der Hoffnung auf einen Chartserfolg, Das wenig nach Manchester klingende Quartett aus Manchester. Das Ergebnis ist ein trotz der exzellenten Produktion und der fast zahllosen musikalischen Schichten, die die Band auftürmt, bisweilen etwas blutarmer Sound, der einen Hauch zu kantenlos, einen Hauch zu «metropolitan» ist, etwas hilflos zwischen Druck und Entspannung schlingert. Unter den vielen Bands, die ähnlichen Dancerock anbieten, gelingt es Delphic dennoch, einen mitunter hypnotischen Pop zu produzieren, der vor allen in den Instrumentalphasen Spaß macht, wenn sich die Tracks zu turmhohen Klanggebilden hochschrauben und deutlich machen, wie gut Delphic sein könnten, wenn sie weniger nach den Charts schielen würden. Aber selbst dann sind Songs wie die Opener Clarion Call und Doubt definitiv niemals schlechte Popmusik, auch wenn man als Zuhörer vielleicht bei all dem inszenierten Wall of Sound so etwas wie eine echte innere Haltung vermisst oder zumindest eine authentische Coolness. Trotzdem: Pop darf synthetisch sein und Pop darf synthetisieren, und die Leichtigkeit, mit der Delphic ihren Cocktail mixen und in Red Light einen samtigen Ohrschmeichler hinlegen, oder in Halcyon mitten in schwebenden Soundwolken auf einmal die Drums loslegen lassen, das hat schon was. Delphic haben mit ihrem Debut sicher nicht die hochgezüchteten Erwartungen erfüllt, die 2009 auf ihre Schultern gelastet wurden, aber eine völlige Enttäuschung ist das Album beileibe auch nicht - es ist lupenreiner britischer Zitatepop, ohne sichtbare Nähte und Kanten produziert, wunderbares Handwerk, so federleicht wie kalkulierend und damit vielleicht eben auch quintessentiell für die Popmusik der letzten Jahre.
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