Muss dem Vor-Rezensenten widersprechen: dieses Album ist ganz und gar nicht enttäuschend oder langweilig. Es ist eines der besten in 2008 (und das Jahr ist fast rum). Aber der Reihe nach...
Black Sand: entspannter und schöner Opener, der schon mal andeutet, was dann noch kommen wird. Piano, Bass, Schlagzeug und Streicher. Nicht mehr, nicht weniger.
Pretty Bird: und es geht entspannt weiter. Schon die ersten Takte von "Pretty Bird" machen klar, dass dieser Song großartig ist. Mit einem Schuss Country hätte der auch auf Neils "Zuma" eine gute Figur gemacht. Klasse!
The Next Messiah: Ein Kunstwerk. Ein Monument von 9 Minuten, die wie im Flug vergehen. Auch weil der Song so gekonnte Breaks, Rhythmuswechsel enthällt, dass man glaubt, es wären 3 Songs. Klassisches Beispiel dafür, wo das 30-Sekunden-Reinhören nicht funktioniert. Ganz hören und staunen.
Badman's World: klassische Pop-Nummer mit raffinierten Hooks, die sich in den Gehörgängen festbeißen. Souverän.
Acid Tongue: Unfassbar gute, akustische Ballade, die von Jennies glasklarer Stimme getragen wird. Wo nimmt diese Frau nur diese Melodien her? Wunderschöner Song zum Träumen.
See Fernando: Let's rock and slide! Geile R'n'R Nummer. Für solche Songs gibt's die Repeat-Taste. Wow!
Godspeed: Als ob ihr im Traum John Lennon erschienen wäre und diesen Song einflüsterte... Eine Ballade der Güteklasse 1A. Bei dieser Nummer passt alles. Wessen Herz hier nicht dahinschmilzt, der hat gar keins.
Carpetbaggers: Ein Folk-Pop'n'Rock-Kleinod. Uptempo-Nummer, die in jedem Radio laufen könnte (sollte). Macht einfach gute Laune. Und dazu im Duett mit Elvis Costello. Nahezu unwiderstehlich.
Jack Killed Mom: Gospel kann sie auch noch. Wieder diese raffinierten Breaks and Hooks. Sehr bluesig. Riesig.
Sing A Song: Wieder eine dieser makellosen traumwandlerischen Songs. Wunderbar instrumentiert und arrangiert. Da fehlem einem die Worte. Das hat sowas von Klasse.
Fazit: Ein Wort genügt - Inselplatte.