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am 26. März 2013
Für mich stellt sich nach der Lektüre von „Achtung Zone“ leider nach wie vor genau die Frage, die Jana Hensel einleitend stellt, nämlich: wie empfinden sich die Ostdeutschen nach der Wende „von innen“ heraus? Nach dem vielversprechenden Untertitel „Warum wir Ostdeutschen anders bleiben sollten“ vermisse ich Antworten auf Fragen wie: welche Zukunftsvorstellungen hatten denn die Ostdeutschen, und was ist dann - statt dessen? - wirklich passiert, aus ihrem persönlichen Erleben heraus? Worin sahen die Ostdeutschen vor der Wende den Sinn ihres Lebens, und finden sie diesen heute wirklich nicht – wie doch eigentlich jeder Mensch – in ihrer eigenen individuellen Lebensgestaltung? Ist die Angleichung an die westlichen Standards tatsächlich der entscheidende Wert, den sie für sich selbst verfolgen, oder gibt es vielleicht ganz andere Werte, die sie in ihrem Leben verwirklichen und verwirklichen wollen? Kurz: wie empfinden die Ostdeutschen „von innen heraus“ und was macht denn ihr „Anderssein“ und ihre selbst definierte Identität aus? Das hätte mich sehr interessiert.
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am 13. Dezember 2009
Die leichte Schwere Ihres Werks "Zonenkinder" ist weg, die tanzende Melancholie hat sich in eine provokative Grundthese verwandelt, die für manche bitter-rückwärtsgewand für mich aber eher progressiv-selbstbewusst klingt: Warum wir Ostdeutschen anders bleiben sollten? Beantwortet wird sie nicht, gestreift aber durch die Darstellung der "anderen" Erfahrungen in den letzten 20 Jahren. Wer hier Ostalgie und Jammern beschreibt, macht es sich zu leicht. Möge die Kombination der Episoden, die Jana Hensel erzählt, nicht die Ideale, Pointierteste sein, so höre jeder in Sich herein, der heute im Osten lebt. Wenn für das Gros der Gleichaltrigen von Jana Hensel nur das Wegziehen und das Vielleicht-Pendeln geblieben ist, ist etwas bedenklich schief gelaufen in der Wiedervereinigung! Wolfgang Englers These, das die Ostdeutschen wie keine andere Gruppe unentschieden und unsicher zwischen Kapitalismus und Sozialismus stehen, weil sie die Verheißungen beider Systeme an die Grenzen stoßen gesehen haben, findet hier subtil Anknüpfung. Ich hätte mir in Hensels Buch noch etwas mehr Stringenz gewünscht, insgesamt aber umkreist sie einen interessanten Punkt: Warum gehen würdevolles Leben und Anpassung nicht zusammen? Die Anekdoten über die Nachwendeproteste, die Lebensläufe der vietnamesischen Gastarbeiter, den Riss durch die Gesellschaft am Beispiel der Reaktionen der Menschen auf die Hartz IV-Proteste im Osten - all das ist genauer hingeschaut, als es jeder andere Autor oder Journalist bisher vermocht hat. Jana Hensel macht es sicht nicht leicht mit ihrem neuen Werk, weil sie es uns nicht leicht macht. Wie könnte man damit umgehen? Reibung setzt Energie frei, würde ich sagen, das hat vielleicht auch Jana Hensel gewusst.
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am 1. Mai 2012
Hatte auf Grund der Kurzbeschreibung zum Buch bei Amazon bisschen ne andre Erwartungshaltung. Das Anderssein nämlich der Ostdeutschen ist zwar auch ein Thema, aber weit mehr sind es die Erfahrungen, Ereignisse (Voraussetzungen für das Anderssein) in Ostdeutschland in den zwei Jahrzehnten nach der Wende. Ein Beispiel sind die streikenden Bergarbeiter von Bischofferode. Auch die Frage wie es 1992 zu den Ausschreitungen in Rostock kam, welche Mitschuld nämlich Behörden und Presse haben, wird meiner Meinung nach gut erklärt.
Klasse und sehr interessant finde ich auch den Beitrag zur Auseinandersetzung zwischen Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe. Da werden eben alle Seiten der Geschichte betrachtet, da wird nachgefragt und nicht wie in der Presse schlagzeilengeil und platt dargestellt. In manchen Blättern wird auch dreist gelogen.
Manches, was die Ostdeutschen betrifft, ist ein bisschen sehr verallgemeinernd dargestellt. So z. B., dass sie jahrelang für ihre neuen Lebensumstände keine Sprache gehabt hätten, sich nicht artikulieren konnten. Ich glaub, das kann man so pauschal nicht sagen. Ansonsten ist das Buch sehr empfehlenswert, weil abseits von Mainstream und Einheitsgelaber.
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am 9. November 2009
Jana Hensel war im Jahr 2002 eine Art Königin des Ostens. Mit ihren Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend in der DDR, der Zeit der Wende und darüber hinaus gab sie ihrer Generation eine Stimme, ihr Buch ZONENKINDER wurde so etwas wie ein ostdeutsches Manifest.
Mit diesem Buch in der Tasche haben die letzten Jahre dann aus Jana Hensel so etwas wie eine Ostbeauftragte in Sachen Mauerfall, Wende und Ostdeutschland gemacht. Kein Radiointerview, keine Podiumsdiskussion, wo sie nicht eingeladen war und etwas zu sagen gehabt haben sollte.

In ACHTUNG ZONE erfährt man nun: Sie hat keinen Bock mehr. Weder, dass sie weiter über Erinnerungen reden mag noch kann. Ihre ersten drei Kapitel klingen dementsprechend depressionsverdächtig. "Mein Leben ist zu einer Geraden geworden, die scheinbar endlos und ohne Ziel und oft auch ohne Sinn einfach nur vor sich hin läuft." Da ist jemand zu etwas gemacht worden, was er nicht tragen kann.

Jana Hensel hat ihre Sprache verloren. Dummerweise: Weil SIE keine mehr hat, meint sie, der ganze Osten hätte keine mehr. Ihre Sprachlosigkeit füllt Jana Hensel nun mit Pathos, mit übergroßen Thesen und Gesten.
Am Anfang ihrer Wahrnehmung der Wiedervereinigung stehen eine große erste Lüge und alte Männer, die ihr Lebenswerk zu Ende bringen wollten. Wahrnehmung, mehr ist es nicht. Denn Jana Hensel denkt nicht, sie fühlt. Oder glaubt. Oder stellt sich vor, dass es so gewesen sein könnte.

Wieder versucht sie sich im WIR, beschwört den alten ZONENKINDER-Geist. Doch nun heißt es: "Für uns Jüngere ist diese Vorstellung [der Wiedervereinigung] völlig neu gewesen." Und: "Warum haben wir dieses Erbe nicht einfach ausgeschlagen?" Traurig, aber wahr: Jana Hensel, die in ihrem Buch gegen die ostdeutschen Klischees schreiben will, bedient sich des größten Klischees überhaupt: das des rückwärtsgewandten Jammerossis.
Weil ihr die Mauerfall-Erinnerungsindustrie, die Erinnerung an die Vergangenheit zu laut und zu mächtig ist, schlußfolgert sie, dass darüber eine Verweigerungshaltung gegenüber der Gegenwart entstanden ist. Damit passiert das, was sie doch eigentlich anprangert: die Ossis landen wieder in der Schublade, wo sie hingehören.
Ihr hoffnungsfroher Untertitel "Warum wir Ostdeutschen anders bleiben sollten" bleibt unkommentiert. Oder ist die Aussage "Wie viel lieber hätte ich es gehabt, alles wäre [ohne den Bruch der Wende] im Fluss geblieben" Jana Hensels Vorschlag zu ostdeutschem Selbstbewusstsein?

Ein Buch im Buch, nämlich die Geschichte von Ulrich Mühe und Jenny Gröllmann, stellt das 4. Kapitel. Reportagenähnliches. Recherchiert hat sie für diese Doppelbiographie in der einschlägigen Presse, nicht etwa bei den Angehörigen selbst. Warum den ernsthaften Journalismus wagen, wenn es auch mit stimmungsvoller Empathie geht?
Bei ihrem Telefoninterview mit dem Schauspieler Thomas Thieme hat sie keinen Stift dabei. Nicht weiter schlimm. Schwebend und gefühlig sich nicht festlegen können, Nachtrauern ist Jana Hensels großes Talent. Aus ihrer früheren fein melancholisch gewebten Beobachtungsgabe ist der heilige Ernst einer Missionarin geworden, allerdings ohne wirkliche Meinung, umso mehr mit bedenklicher Klischeehaftigkeit, Gleichmacherei und Ahnungslosigkeit.

Ihr neuer Verlag, Piper, kündigt ACHTUNG ZONE als ein Buch an, das in der Flut der Bücher zum Mauerfall herausfallen wird. Es fällt heraus. Es fällt nach unten. Es schlägt den Ostdeutschen ins Gesicht, die das Jahr 89 bis heute als bejubelnswerten Wendepunkt ihres Lebens sehen. Wer in der Unübersichtlichkeit der Nachwendezeit auf der Strecke geblieben ist, dem gibt es weder Mut noch Stimme.

Es gab einmal ein Mädchen, das machte mit poetischer Leichtigkeit einer ganzen Generation neuen Mut. Es ließ die (ost-)deutsche Welt an seiner Aufbruchsstimmung teilhaben: "Der Abend ist lau, selbst hier in der Stadt riecht man die Baumblüten. Unter freiem Himmel ein Fußballspiel oder ein Feuerwerk anzugucken, das wäre jetzt das Richtige, und so habe ich keine Tasche mitgenommen, in der der Jeans aber alle meine Sachen verteilt, Hausschlüssel, Zigaretten, Feuerzeug, ein paar Euro, einen Hühnergott."
Das Mädchen gibt es nicht mehr.
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am 17. Dezember 2009
Selbst Ossi, kann ich nur sagen: nein, so sind wir nicht!! Was für ein billiges Geschwätz und wie schwach geschrieben. "Zonenkinder" war ein Volltreffer, "Deutsche Mädchen" schon eine kleine Zumutung, aber dieses Buch geht weit an allem vorbei, eine Selbstdemontage der Autorin - schade.
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am 4. Februar 2014
Liest sich nicht ganz so amüsant wie Zonenkinder.Wird erst interessant,wenn man sich eingelesen hat
Danke für das Aufwecken vieler Erinnerungen.
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am 18. November 2009
Werte Frau Hensel,

das wird uns Ostdeutschen weder für die Zukunft behilflich sein, noch wird es helfen die letzten Vorurteile und Gräben zu überwinden. Dieser Untertitel ist Häme für etliche Ostdeutsche. Wir wurden nach 1989 nicht zu "anderen gemacht" sondern konnten endlich die sein die wir sein wollten. Warum sollten wir etwas bleiben wollen was wir bis 1989 sein mussten? Warum erschließt sich ihnen das Gefühl der Befreiung, welches die Ostdeutschen 1989 empfanden, nicht?

"Ausgelassen feiern können in diesem Herbst nur jene, die dies alles ignorieren. Jene, die die schwierigen Fragen der Gegenwart nicht kümmern."

Wenn in diesen Tagen am Brandenburger Tor die Sektkorken knallen, so bedeutet das nicht das gegenwärtige Schwierigkeiten ignoriert werden. Die Schwierigkeiten vor 1989 waren mit Sicherheit größer, es sei denn für einen war die DDR die bessere Hälfte Deutschlands.

Nach "Zonenkinder" war dieses Buch eine schwere Enttäuschung, es trieft nur so vor penetranter, chronisch depressiver Ostalgie. Bleibt zu hoffen das die Jugend das Buch übergeht und sich nicht diesen Ost/West Dualismus einverleibt.

Gruß von einem 78iger (Ost)Jahrgang
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am 13. Oktober 2009
Genau wie bei "Zonenkinder" hat Jana Hensel mit "Achtung Zone" voll ins Schwarze getroffen. Ich habe das Buch durch Zufall vor ein paar Tagen bei amazon entdeckt, sofort gekauft und gleich mit dem Lesen angefangen. Wie immer spricht mir die Autorin absolut aus der Seele, niemand versteht es so gut die Gedanken der Ostdeutschen in Worte zu fassen. Danke für dieses Buch!!!! Und danke das an die Kalikumpel von Bischofferode erinnert wird, zu schnell werden solche einschneidenden Erlebnisse vergessen. Auch ich bin ein Zonenkind und denke ebenfalls "wir Ostdeutschen sollten einfach anders bleiben".
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am 28. Juni 2014
Aanfgphfuog dr oldeyoohh. Jgfılvhklb jggı hgf hbj o j k k k k g d d dng t h h h
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