...und das ist absolut amüsant. "Es gibt so viele Enttäuschungen für Gutmenschen", schreibt Dietmar Bittrich sarkastisch über jene linksgrüne Superliebmenschen, die sich in überbordendem Selbstbewusstsein selbst als Retter der Welt und Überbringer des Friedens auf Erden sehen. Enttäuschungen, das sind beispielsweise Nachrichten, welche für alle Nicht-Gutmenschen eigentlich freundliche Neuigkeiten sind: Wenn wieder mal ein Wissenschaftler die menschgemachte Klimaerwärmungstheorie medial in Zweifel zieht, wenn verbreitet wird, dass doch nicht so viele Tierarten im Aussterben begriffen sind, wenn (ehemalige) Musliminnen für die Rechte der Musliminnen eintreten.
Bittrich nimmt sie alle aufs Korn, die Freunde exotischer Kulturen, die Umwelt-Besorgten, die Energiespar-Prediger, die Friedensengel, Dialogführer, Solidaritäts-Ausübenden und Mehr-Respekt-Forderer, die sich durch nichts aus der Ruhe und ihrem ideologischen Konzept bringen lassen, schon gar nicht durch die bittere Wirklichkeit. Jene, die uns ungebeten mit ihren oberlehrerhaften Ermahnungen, Ratschlägen und Besserwissereien vorschreiben wollen, was wir zu denken und wie wir zu handeln haben und die jeden mit scheelen Blicken und Schlimmerem bedenken, der es wagt, von ihrer ideologischen Route abzuweichen. Gutmenschen, welche zwar den Faschismus geisseln, aber beim islamischen Pendant beide Augen zudrücken, Gentechnik und Konsum verteufeln, dann aber doch dankbar die Segnungen der modernen Medizin und Unterhaltungs-Technik in Anspruch nehmen, die Co2-Bedenkenträger, welche ihren Urlaub doch gerne im sonnigen Süden verbringen. Eine bitter-sarkastische, mit viel witzigem Vokabular angereicherte Ironieschrift. Manch einer wird kochen, der das Buch liest.