Da ich selbst Mittermeiers Arbeit bisher sehr gelungen fand habe ich mit Freude vernommen, dass er sich hier als Autor versucht. Da ich zeitgleich auch noch relativ frisch gebackener Papa bin interessiert mich das Thema natürlich gleich noch mit - also die besten Voraussetzungen für ein gelungenes Leseerlebnis.
Ich bin innerhalb von 12 Stunden durch das Buch "geflogen" und war durchaus begeistert. Mit wenig Übertreibung und ner großen Portion Ehrlichkeit erzählt Michi hier von der Mutation Kinderlos zu Kindersklave äh Windel-Man.
Ich weiß nicht, ob jemand ohne Kinder dieses Buch interessant finden kann. Vieles lebt davon, dass man sich grinsend selbst wiederentdecken kann und auch diese schöne, wahnsinnige und schön wahnsinnige Zeit für einen selber nochmal hervorkramen kann. Man könnte also sagen, dass dieses Buch weniger Comedy ist als mehr eine lustige Hommage ans Papa werden und sein. Wer damit was anfangen kann, für den ist dieses Buch sicherlich empfehlenswert - ich gehör dazu ;-).
Um auch noch die Überschrift zu erklären: Das Buch ist insgesamt sehr sehr offen und scheinbar auch sehr ehrlich ohne dabei unnötig Dinge zu beschönigen. Eltern sein ist eben nicht wie beim Sonntags-Sat.1-Film, sondern manchmal eklig, anstrengend und absolut abgedreht - hier outet sich jemand, den man von der Bühne und aus dem TV kennt als ganz normaler Papa mit ganz normalen Sorgen - eben keine Heidi Klum.